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  • IndexWatch: Die SEO-Verlierer 2018

    Februar 9, 2019 1:07 pm - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Gestern haben wir die SEO-Gewinner des vergangenen Jahres vorgestellt. Doch welche Webseiten haben 2018 am meisten Sichtbarkeit verloren?

    Das Jahr 2018 war turbulent. Mit gleich fünf „großen” Updates hat Google die Suchergebnisse ordentlich durcheinander gewirbelt. Wir haben, wie jedes Jahr, die jährlichen Sichtbarkeitsgewinne und -verluste aller Webseiten erhoben, analysiert und stellen heute die SEO-Verlierer 2018 vor.

    Für die Ermittlung der SEO-Verlierer des vergangenen Jahres haben wir ausschließlich die mobile Sichtbarkeit genutzt und nur Domains berücksichtigt, die Anfang 2018 mindestens 5 Punkte im Sichtbarkeitsindex aufwiesen – pornografische Angebote sowie (gelungene) Domainumzüge haben wir hier nicht aufgeführt. Die Sichtbarkeitsverluste geben wir in Prozent an. Soweit die Methode, hier kommen die Daten:

    100 SEO-Verlierer 2018

    # Domain Veränderung
    1 frauenzimmer.defrauenzimmer.de -99,92%
    2 schoen-kliniken.deschoen-kliniken.de -99,57%
    3 dawanda.comdawanda.com -99,51%
    4 ibis.comibis.com -99,42%
    5 dokteronline.comdokteronline.com -98,77%
    6 art-magazin.deart-magazin.de -98,04%
    7 praxisdienst.depraxisdienst.de -95,45%
    8 deacademic.comdeacademic.com -95,42%
    9 allrecipes.comallrecipes.com -92,07%
    10 sz-online.desz-online.de -91,09%
    11 grossesblutbild.degrossesblutbild.de -90,92%
    12 personensuche.depersonensuche.de -90,19%
    13 gulli.comgulli.com -89,96%
    14 schuessler-salze-portal.deschuessler-salze-portal.de -89,95%
    15 optimale-zahnbehandlung.choptimale-zahnbehandlung.ch -89,43%
    16 nb-town.denb-town.de -89,03%
    17 ratgeber-hautgesundheit.deratgeber-hautgesundheit.de -88,55%
    18 roller.deroller.de -87,31%
    19 reisegeier.dereisegeier.de -85,22%
    20 airberlin.comairberlin.com -84,85%
    21 ostsee-strandurlaub.netostsee-strandurlaub.net -83,85%
    22 travelbird.detravelbird.de -82,97%
    23 dred.comdred.com -82,84%
    24 juvalis.dejuvalis.de -82,72%
    25 huffpost.comhuffpost.com -81,80%
    26 vertbaudet.devertbaudet.de -81,07%
    27 vitaminexpress.orgvitaminexpress.org -80,24%
    28 animals-digital.deanimals-digital.de -80,03%
    29 geburtstagsspiel.wsgeburtstagsspiel.ws -78,48%
    30 gruesse.degruesse.de -78,28%
    31 med1.demed1.de -78,19%
    32 industrystock.deindustrystock.de -77,88%
    33 mba-master.demba-master.de -77,86%
    34 pinterest.depinterest.de -77,77%
    35 musicload.demusicload.de -77,13%
    36 natune.netnatune.net -76,87%
    37 comtech.decomtech.de -76,79%
    38 karneval-megastore.dekarneval-megastore.de -76,78%
    39 cardio-guide.comcardio-guide.com -76,40%
    40 disneylandparis.dedisneylandparis.de -76,15%
    41 sanicare.desanicare.de -76,11%
    42 thebalance.comthebalance.com -75,98%
    43 shoop.deshoop.de -75,53%
    44 reviersport.dereviersport.de -75,15%
    45 hrs.comhrs.com -74,91%
    46 br-online.debr-online.de -74,51%
    47 thesun.co.ukthesun.co.uk -73,66%
    48 praxisvita.depraxisvita.de -72,87%
    49 wasistwas.dewasistwas.de -72,27%
    50 deezer.comdeezer.com -71,73%
    51 poetschke.depoetschke.de -71,56%
    52 tierfreund.detierfreund.de -71,46%
    53 asos.deasos.de -70,78%
    54 blickcheck.deblickcheck.de -70,39%
    55 lifeline.delifeline.de -69,63%
    56 wikia.comwikia.com -69,34%
    57 mob.com.demob.com.de -69,23%
    58 augenlaser-ratgeber.netaugenlaser-ratgeber.net -68,81%
    59 taschenkaufhaus.detaschenkaufhaus.de -68,03%
    60 meinchat.demeinchat.de -67,68%
    61 onvista-bank.deonvista-bank.de -67,52%
    62 billiger.debilliger.de -67,31%
    63 bewerbung.cobewerbung.co -67,13%
    64 globuli.deglobuli.de -67,04%
    65 tvtropes.orgtvtropes.org -66,96%
    66 musicstore.demusicstore.de -66,70%
    67 11freunde.de11freunde.de -65,69%
    68 spielen.despielen.de -65,45%
    69 limango-outlet.delimango-outlet.de -65,39%
    70 epochtimes.deepochtimes.de -64,77%
    71 kress.dekress.de -64,43%
    72 diplo.dediplo.de -63,96%
    73 arcor.dearcor.de -63,62%
    74 lesara.delesara.de -63,14%
    75 berliner-jobmarkt.deberliner-jobmarkt.de -62,53%
    76 sprueche-wuensche-gruesse.desprueche-wuensche-gruesse.de -62,36%
    77 derstandard.dederstandard.de -62,24%
    78 ferienwohnungen.deferienwohnungen.de -62,00%
    79 groupon.degroupon.de -61,89%
    80 wordreference.comwordreference.com -61,24%
    81 drugs.comdrugs.com -60,63%
    82 medpex.demedpex.de -60,37%
    83 leading-medicine-guide.deleading-medicine-guide.de -60,26%
    84 einfachtierisch.deeinfachtierisch.de -60,08%
    85 kritische-anleger.dekritische-anleger.de -59,86%
    86 weltkarte.comweltkarte.com -59,43%
    87 geld.degeld.de -59,28%
    88 posterlounge.deposterlounge.de -58,85%
    89 1001spiele.at1001spiele.at -58,66%
    90 pcmag.compcmag.com -58,42%
    91 lasikon.delasikon.de -58,32%
    92 zentrum-der-gesundheit.dezentrum-der-gesundheit.de -57,71%
    93 westwing.dewestwing.de -57,23%
    94 onmeda.deonmeda.de -57,23%
    95 ichkoche.atichkoche.at -56,76%
    96 spielzwerg.despielzwerg.de -56,71%
    97 rossmann-fotowelt.derossmann-fotowelt.de -56,63%
    98 backenmachtgluecklich.debackenmachtgluecklich.de -56,60%
    99 mamas-rezepte.demamas-rezepte.de -56,35%
    100 prosiebengames.deprosiebengames.de -56,30%

    Ein erster Eindruck

    Neben den flächendeckenden Auswirkungen der Google-Updates, verschaffen wir uns zunächst einen Überblick über die Webseiten, deren Sichtbarkeitsverluste hausgemacht sind.

    Dass frauenzimmer.de „Adieu” sagte und Etsy während der DaWanda-Übernahme 20 Punkte im Sichtbarkeitsindex liegen ließ, ist dem treuen SISTRIX Leser sicher nicht entgangen. ?

    Umso mehr haben wir uns gefreut, dass Etsy nur wenige Wochen nach unserem Artikel die 20 Punkte von dawanda.com doch noch vollständig übertragen konnte:

    Dann gab es 2018 noch die Entscheidung des Verlages Gruner + Jahr, die Webseite des bekanntesten deutschen Kunstmagazins art-magazin.de  einzustellen und alle Inhalte zukünftig nur noch in der Printversion anzubieten. Ja, richtig gehört: 12 Punkte im Sichtbarkeitsindex – weg.

    Der einzig ernstzunehmende Wettbewerber monopol-magazin.de hat diese SEO-Chance für sich bislang leider ungenutzt gelassen.

    Wir stellen weiter fest, dass Domainumzüge auch 2018 noch große Gefahren für die Sichtbarkeit einer Webseite bergen können:

    Googles Kernalgorithmus-Updates

    Google begann im Frühjahr 2018 mit größeren Änderungen an seinem Kernalgorithmus, die die Suchergebnisse ordentlich durcheinander brachten. Spannend war, dass nicht ein großes Update, sondern gleich mehrere Änderungen durchgeführt wurden – stellenweise zeitgleich und über mehrere Tage hinweg.

    Fest steht: Im April 2018 haben wir bei fast 14 % aller großen Domains Sichtbarkeitsveränderungen um mindestens 30 % festgestellt.

    Die Domain groupon.de beispielsweise wurde im April deutlich getroffen.

    In der zweiten Hälfte des Jahres drehte sich dann alles über das Medic Update. Das sogenannte Medic Update sorgte gleichermaßen für große Verschiebungen in den SERPs und betraf insbesondere Seiten, die Inhalte zu Gesundheits- oder Finanzthemen anboten: Knapp ein Fünftel der „Verlierer-Websites” des letzten Jahres lassen sich in den Bereich Your Money, Your Life einordnen.

    Anfang August haben unsere Daten gezeigt, dass etwa 56 % aller großen Domains von Sichtbarkeitsveränderungen um mindestens 5 % betroffen waren.

    Ein prädesziniertes Beispiel ist  zentrum-der-gesundheit.de. Die Webseite verlor ganze 57 % Sichtbarkeit – in absoluten Zahlen wird das Ausmaß deutlicher: Hatte die Domain Anfang 2018 noch rund 70 Punkte im Sichtbarkeitsindex und kratzte damit stets an den Top-100 der sichtbarsten Webseiten in Deutschland, liegt die Webseite nun bei weniger als 30 Punkten!

    Das „Gesundheitsportal” befindet sich zwar seit mehreren Jahren in einem Abwärtstrend, aber erst Googles Medic Update beförderte fragwürdige Inhalte zu sensiblen Themen endgültig nach hinten.

    In Sachen fragwürdiger Inhalte auf zentrum-der-gesundheit.de, fasst die  Verbaucherzentrale Hamburg zusammen:

    Kontroverse Themen, z. B. „Vitamin D schützt vor Krebs“, „Aspartam erhöht die Krebsrate“, werden einseitig dargestellt. Quellen werden angegeben, doch Qualität und/oder Inhalte der Studien entsprechen nicht den daraus gezogenen Schlussfolgerungen (z.B. Aspartam und Krebs). Einseitig aufbereitete redaktionelle Inhalte dienen als Aufhänger für den Produktverkauf (z.B. Vitamin D-Präparate, Stevia).

    Dies ist nur ein exemplarisches Beispiel eines Medic-Update-Verlierers, spricht jedoch Bände für die Verantwortung, der Google sich bei der Ausspielung der SERPs bei entsprechend sensiblen Themen bewusst wird.

    Und so kommt es, dass andere Anbieter ohne weiteres Zutun geradezu Sichtbarkeitssprünge hinlegen:

    …ganz einfach, weil sie Googles Qualitätsanforderungen

    • Expertise (Kompetenz),
    • Authoritativeness (Autorität) und
    • Trustworthiness (Vertrauenswürdigkeit)

    besser entsprechen – siehe Quality Rater Guidelines.

    Der teilweise doch starke Kontrast zwischen Googles Anforderungen an hochwertige Inhalte und tatsächlich angebotenen Web-Inhalten bringt uns zum Fazit.

    Fazit

    Wer sich mit den Sichtbarkeitsgewinnern und -verlierern beschäftigt, merkt schnell, dass Qualität ein wesentlicher Faktor für erfolgreiche Webseiten ist – wenn nicht sogar der wichtigste und ganz sicher nicht erst seit gestern. Googles Möglichkeiten, die Qualität von Inhalten zu bewerten und entsprechend zu ranken sind deutlich ausgereifter als viele vielleicht glauben; man denke hier nur an die detaillierten Auswertungsmöglichkeiten des Nutzerverhaltens über den hauseigenen Browser Chrome.

    Das Ziel der Suchmaschine ist es seit jeher, Suchende mit guten Suchergebnissen zufriedenzustellen. Nachdem die großen Updates vor Jahren gezwungenermaßen davon geprägt waren, offensichtliche Tricksereien zu bestrafen, befinden wir uns nun in einer Zeit, in der Inhalte selbst bewertet werden – und das auf einem erstaunlich hohen Niveau, weit entfernt von einfacher Textstatistik und Linkpopularität. Es liegt nahe, dass dies Google in Zukunft immer besser gelingen wird.

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    SISTRIX

  • Die italienischen Suchergebnisse spielen verrückt!

    Februar 8, 2019 7:19 pm - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Von Zeit zu Zeit stoßen wir auf wirklich außerordentliche Dinge in unseren Daten. Vor einigen Tagen war es wieder so weit und gestern herrschte dann Gewissheit: Seltsame Dinge gehen vor sich in der italienischen Google-Suche. Ein Erklärungsversuch.

    In den italienischen Suchergebnissen passieren zur Zeit merkwürdige Dinge. Webseiten von Behörden und Unternehmen legen plötzliche Sichtbarkeits-sprünge hin und ranken fast schon systematisch für irrelevante Adult-Keywords.

    Behörde rankt für »heiße Datingchats«

    Als wir uns, wie in Deutschland auch, den italienischen SEO-Gewinnern und -Verlierern des vergangenen Jahres widmeten, fiel uns auf, dass gleich mehrere Webseiten ihre Sichtbarkeit kurz, aber drastisch steigerten – ganz ohne erkennbare Gründe und wichtiger noch: für völlig themenfremde Keywords.

    So passiert bei der Webseite der italienischen Behörde für regionale Angelegenheiten und Autonomien:

    Sichbarkeit mehr als vervierfacht: Die Webseite des Dipartimento per gli Affari regionali e le Autonomie.

    Aus dem Nichts tauchte die Webseite der italienischen Behörde für zahlreiche Keywords aus der Erwachsenenunterhaltung in den Suchergebnissen auf:

    Den Nicht-Muttersprachlern übersetzen wir hier einige Suchbegriffe, für die die Behördenwebseite neuerdings rankt:

    • Jugen Frauen Dating-Anzeigen
    • Treffen für Erwachsene
    • Fotos von ausländischen Frauen
    • Dating-Frau sucht Mann
    • Single Boy

    Gehackt?

    Nun ist es nichts neues, dass hin und wieder Webseiten gehackt werden und plötzlich für Dating- und Erotik-Keywords in den SERPs auftauchen. Und das war auch unsere erste Vermutung.

    Im Zuge unserer Recherche haben wir jedoch festgestellt, dass die Webseite nicht nur nicht gehackt wurde, sondern auch nicht die einzig betroffene war.

    Und hier wird die ganze Geschichte eigentlich erst interessant…

    Denn: Gehackte Webseiten in den Google-Suchergebnissen sehen anders aus. Sie enthalten in der Regel die manipulierten Keywords im Title, im Snippet, im Quellcode oder sonst wo – jedenfalls irgendwo.

    Der treue SISTRIX Leser erinnert sich vielleicht an den Fall eines australischen Golfclubs, der gehackt wurde:

    Die gehackte Webseite des australischen Golfclubs »Barwon Head« in den SERPs.

    Wenn ein australischer Golfclub also im deutschen SERP-Snippet davon redet, tschechische Frauen zu vermitteln, dann kann man durchaus von einer gehackten Webseite sprechen.

    Das trifft auf die italienischen Suchtreffer aber überhaupt nicht zu. Klar war, dass wir uns das einmal etwas genauer ansehen mussten.

    Wir fanden dann erstaunlich viele Fälle von Webseiten, die enorm hohe Zugewinne an Sichtbarkeit in der italienischen Google-Suche hatten, weil sie für Suchbegriffe aus der Erwachsenenunterhaltung rankten.

    Sichtbarkeitsindex: Tecno Casa Group

    So zeigten unsere Daten, dass die Webseite der aus der italienischen Fernsehwerbung bekannten Tecno Casa Group für 148 Keywords,
    die das Wort »Frauen« enthalten, in den Suchergebnissen ausgespielt wird.

    Das Unternehmen verkauft, vermietet und vermittelt Wohnungen und Häuser! Anzeichen auf einen Hack konnten wir auch hier nicht finden.

    Die ausgespielten Suchtreffer der Tecno Casa Group, die in den SERPs zum Suchbegriff »piccanti« (scharf, heiß) erscheinen, beinhalten das spezifische Keyword weder im Titel noch im Quellcode oder im Cache. Eine einfach site-Abfrage macht das deutlich:

    Kein Einzelfall

    Nicht nur die Tecno Casa Group oder die erwähnte Behörde wurden zu entsprechenden Keywords ausgespielt. Es scheint, als spielen die italienischen SERPs flächendeckend verrückt.

    Auch Webseiten von Banken und Museen werden bis heute besonders häufig für Adult-Keywords in den Suchergebnissen ausgespielt.

    Wir haben dann unser gutes altes VPN angeschmissen und im ersten Schritt die italienische Google-Suche gezielt auf klassische Keywords untersucht, denen gehackte Webseiten normalerweise zum Opfer fallen.

    Und siehe da: Für das Keyword »annunci incontri piccanti« (frei übersetzt: Erotische Datinganzeigen) erscheinen völlig irrelevante Webseiten:

    Die in der Grafik rot markieten Suchergebnisse sind Webseiten von Universitäten, News, Verlagen oder Steuerberatern und Banken, die Google für »Erotische Datinganzeigen« ausspielt.

    Man stelle sich die italienischen Nutzer*innen vor, die eine(n) Partner*in suchen, aber immer und immer wieder diese frustrierenden Ergebnisse von Behörden und Universitäten präsentiert bekommen – selbst dann, wenn die Suchphrase geändert wird:

    Denn auch für die oben genannten Suchen werden ganz ähnliche Ergebnisse ausgespielt. Die Treffer-Webseiten kommen dabei aus den unerotischsten Bereichen überhaupt:

    • Regierungseinrichtungen (turismopiemonte.it, aeronautica.difesa.it)
    • Universitäten (unito.it, unife.it)
    • Banken (emilbanca.it)
    • Immobilienagenturen (casa.it, tecnocasagroup.it)
    • Museen (museodiroma.it museocasaldepazzi.it)
    • Nachrichtenportale (ansa.it, tgcom24.mediaset.it)

    Die italienischen Suchergebnisse spielen verrückt! Die hier gezeigten Beispiele sind nur einige von vielen. Die SERPs befinden sich natürlich auch an der Adria in einem stetigen Wandel und unterliegen Tests wie in jedem anderen Markt auch – aber irgendetwas stimmt da gerade ganz gewaltig nicht.

    Manipulation der Google-Suchergebnisse?

    Hat Google ein technisches Problem? Liegt das Problem überhaupt bei der Suchmaschine oder werden hier möglicherweise die Ergebnisse manipuliert?

    Eine Möglichkeit der Manipulation, wie es unser italienischer Leser Martino Mosna bereits im italienischen SISTRIX Artikel kommentiert hat, wäre, die betroffenen Seiten zu kopieren und so neu aufzusetzen, dass Google für einen begrenzten Zeitraum – zwischen den Crawls – nicht genau weiß, ob Kopie oder Original ranken soll. Der zum richtigen Zeitpunkt veränderte Inhalt der Kopie wird derweil dem Original zugeordnet und sorgt dafür, dass die Treffer so zustande kommen. Präziser wollen wir den Vorgang an dieser Stelle nicht beschreiben und bitten um dein Verständnis.

    In den vorliegenden Fällen ist ein Test seitens Google Italien aus vielen Gründen unwahrscheinlich – zu flächendeckend werden völlig irrelevante Ergebnisse ausgespielt.

    Den italienischen Artikel Google confonde le SERP liest du auf unserem italienischen SEO-Blog.

    Was denkst du darüber?

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    SISTRIX

  • Die neuen SISTRIX Seminare

    1:07 am - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Wir haben auf die unterschiedlichen Einsatzzwecke unserer Toolbox reagiert und unser Seminarangebot pünktlich zum Jahresstart umfassend erweitert.

    Ab sofort bieten wir neben den Toolbox-Einstiegsseminaren gleich drei neue Seminartypen an, um den Bedürfnissen von Profis, Redakteuren, Agenturen & Freelancer sowie Entscheidungsträgern gerecht zu werden. Wir freuen uns, für die neuen und bereits bekannten Seminare neue Seminarleiter*innen gewonnen zu haben.

    Toolbox-Einstiegsseminare

    Ein Tool ist nur hilfreich, wenn es richtig genutzt wird; die kostenfreien Toolbox-Einstiegseminare stehen Kunden und Toolbox-Testern seit jeher offen und stellen sicher, dass Anfänger das Potential der Toolbox an nur einem Tag entdecken. Wir begrüßen unsere neuen Seminarleiter Magdalena Mues (Seminare in Berlin) und Stephan Walcher (Seminare in München).

    Content-Marketing-Seminare

    In einer Zeit, in der technisches SEO seine Grenzen erreicht hat, müssen neue Wege gefunden werden. Deswegen haben wir unsere Content-Marketing-Seminare ins Leben gerufen. Seminarteilnehmern lernen an einem Tag, wie sie Content-Marketing erfolgreich, messbar und skalierbar in die Tat umsetzen.

    Agentur-Seminare

    Unsere neuen Agentur-Seminare richten sich an die besonderen Bedürfnisse von Dienstleistern in der SEO-Branche. Wie optimiert man Kundenprojekte und führt sie zum Erfolg? Die Agentur-Seminare legen die umfangreichen Funktionen der Toolbox offen und zeigen, wie Agenturen und Freelancer Potentiale finden und nutzen können.

    Seminare für die Konkurrenzanalyse

    Wenn es um Konkurrenzanalyse geht, geht es vor allem um Monitoring. Im Seminar betrachten die Teilnehmer wichtige SEO-Performance-Faktoren ihrer Konkurrenz und entdecken, wie sie Wettbewerber sinnvoll und effizient mit der Toolbox analysieren. Entsprechende Daten müssen richtig interpretiert werden, um korrekte Schlüsse für das eigene Geschäft zu schließen.

    Seminarleiter

    Stefan Godulla

    Stefan Godulla ist selbständiger SEO und Experte für Online-Marketing. Seine mehr als zwanzigjährige Erfahrung macht ihn für Unternehmen verschiedener Branchen zum gefragten Spezialisten. Neben seiner Tätigkeit als Freelancer und Seminarleiter für SISTRIX, tritt er regelmäßig als Speaker auf verschiedenen SEO-Konferenzen auf.

    Jens Fauldrath

    Jens Fauldrath ist Gründer und Geschäftsführer der get:traction GmbH. Er unterstützt seine Kunden bei der Entwicklung, Implementierung und Umsetzung ihrer SEO-Strategie. Jens ist außerdem Dozent für Suchmaschinenmarketing an der Hochschule Darmstadt und hält für SISTRIX Seminare in Berlin.

    Hanns Kronenberg

    Content-Marketing-Seminarleiter Hanns Kronenberg ist Marketing- und SEO-Experte mit Herz und Seele. Für SISTRIX ist er als externer Berater tätig. Wenn sich seine Gedanken ausnahmsweise einmal nicht um Nutzerorientierung drehen, rollt wahrscheinlich gerade der Hockeyball über den grünen Kunstrasen.

    Johan von Hülsen

    Johan von Hülsen ist geschäftsführender Gesellschafter der Wingmen in Hamburg, eine führende Online-Marketing-Agentur. Seine analytischen Fähigkeiten machen ihn zum unverzichtbaren Denker und Lenker für komplexe Aufgabenstellungen und Seminarleiter der SISTRIX Seminare in Hamburg.

    Florian Stelzner

    Florian Stelzner ist geschäftsführender Gesellschafter der Wingmen in Hamburg. Seit rund 15 Jahren ist er erfolgreich in der Branche als Berater und Speaker für strategisches und technisches SEO unterwegs. Für SISTRIX ist er Dozent für die Content-Marketing- und Toolbox-Einstiegsseminare in der Hansestadt.

    Justus Blümer

    Justus Blümer ist der erste Consultant der Wingmen und hat aus seiner Laufbahn in der Webentwicklung besondere Erfahrung mit Datenbanken und Programmierung. Für SISTRIX hält er gemeinsam mit Florian und Johan die Seminare in Hamburg.

    Magdalena Mues

    Magdalena Mues ist Gründerin und Geschäftsführerin der Claneo GmbH in Berlin. Wenn es um Search-, Performance- und Content-Marketing geht, ist sie immer mitten im Geschehen und damit gefragte Expertin für technische und konzeptionelle Fragen – das macht sie zur perfekten Seminarleiterin für Toolbox-Einstiegssseminare in der Hauptstadt.

    Stephan Walcher

    Stephan Walcher ist datengetriebener SEO und konnte seine Expertise bereits für viele große und mittlere Unternehmen zum Einsatz bringen. Heute beschäftigt er sich als Team Lead SEO Consulting bei der One Advertising AG in München. Für SISTRIX hält er die Toolbox-Einstiegsseminare in München.

    Niels Dahnke

    Niels Dahnke ist seit vielen Jahren SEO und neben seiner Tätigkeit als Head of SEO für Suxeedo erfolgreich als Speaker, Fachautor und Dozent tätig. Für SISTRIX hält er die Toolbox-Einstiegsseminare in Hannover.

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    SISTRIX

  • Wie führen Experten eine Webseite zum Erfolg?

    Februar 7, 2019 7:09 am - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Stefan Godulla gibt interessante Einblicke, wie er eine Webseite optimiert und was wir uns von ihm abschauen können.

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    SISTRIX

  • User Intent als Schlüssel zum langfristigen SEO-Erfolg

    Februar 6, 2019 1:07 pm - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Massive Google Updates, regelmäßige Änderungen am SERP-Layout und viele neue SERP-Features – das letzte Jahr hat uns so viele Google-Änderungen beschert, wie schon lange nicht mehr. Wie du Google, trotz aller Änderungen, langfristig verstehst, erfährst du in diesem Blogbeitrag.

    Wahrscheinlich ist es dir beim Durchsehen der Gewinner und Verlierer des vergangenen Jahres bereits aufgefallen: Google wird unberechenbarer und schneller. Die Umstellung von Teilen der Algorithmus-Erzeugung auf Machine Learning (ML) hat sich im letzten Jahr überdeutlich gezeigt. Die Zeit von Tricks und Abkürzungen ist spätestens jetzt vorbei. Langfristig Erfolg kann nur haben, wer Googles Ziele versteht und ebenfalls auf diese Ziele hinarbeitet.

    Um einen Blick in die Zukunft von Google zu werfen, musst du einfach nur vom Desktop auf das Smartphone wechseln. Auf dem Handy ist zu sehen, wohin die Reise in den Google SERPs geht.

    Wo es geht, versucht Google mittlerweile selber Antworten auf die Fragen des Suchenden direkt in den SERPs zu liefern. Findet man auf dem Desktop im sichtbaren Bereich noch organische Treffer, sieht es auf dem Smartphone bei vielen Keywords so aus, wie auf den Screenshots.

    Und doch gibt es für die meisten Webseitenbetreiber keine Alternative zu Google: Facebook strauchelt, Instagram bietet fast keine Optionen, um Besucher auf seine eigene Webseite zu leiten und Amazon ist ein notorisch geschlossenes System. In Konsequenz werden wir uns in den nächsten Jahren mit Google arrangieren müssen. Zum Glück stehen sich Googles Ziele und die Ziele der meisten Webseitenbetreiber nicht im Wege.

    Googles Zukunft ist öffentlich

    Bei einem Konzern der Größe und des Einflusses von Google, gibt es öffentliche Kommunikation an vielen Stellen. Google bietet damit regelmäßig Einblick in seine Ziele. So hat Ben Gomes, der aktuelle VP Search bei Google, im letzten Jahr in einem Blogpost zum Beispiel die Ziele für die nächsten 20 Jahre der Google-Suche erklärt. Aber auch viele andere Dokumente und Veröffentlichungen liefern einen Eindruck von Googles Denken.

    Für SEOs sind dabei die Google Quality Rater Guidelines das wichtigste Dokument: hier beschreibt Google seine Sicht auf ideale Suchergebnisse und lässt ein Heer von freiberuflichen Mitarbeitern die aktuellen SERPs regelmäßig an diesem Standard messen. Welche bessere Vorstellung von Googles Zielen könnten wir erhalten?

    User Intent: was will der Nutzer?

    Ein zentrales Element ist dabei das Nutzerbedürfnis. Unter dem Titel „Understanding User Intent“ (Punkt 12.7, Seite 68) beschreibt Google in den Quality Rater Guidelines, welche User/Search Intents es gibt und welche Antworten Google auf diese gerne geben möchte.

    Das Konzept des User Intent ist dabei nicht neu: bereits seit vielen Jahrzehnten wird die Nutzerintention in Information Retrieval-Systemen beachtet. Auch in der Websuche gibt es frühe Adaptionen, wie beispielsweise in diesem Paper von Andrei Broder, der bei Altavista gearbeitet hat.

    Die Unterteilung von Suchen in Navigational, Informational und Transactional findet sich in fast allen Lehrbüchern und Grundlagenseminaren. Google hat diese Klassifizierung um einen Punkt erweitert und zwei Punkte noch unterteilt, um der aktuellen Realität der Websuche gerecht zu werden.

    Versteht man den User Intent von Keywords, wird klar, welche Informationen Google dort künftig ausspielen wird. Nur auf dieser Grundlage können wir beurteilen, welche organischen SEO-Chancen künftig noch bestehen. Die Nutzerintentionen im einzelnen:

    Visit in Person

    Neu hinzugefügt hat Google „Visit in Person“ als User Intent. Hier gehts es um Suchende, die in der Regel auf ihrem Smartphone ein lokales Geschäft suchen. SERPs mit diesem User Intent sehen häufig so aus:

    Gut zu sehen: Google Maps-Integrationen dominieren die SERPs. Während auf dem Desktop häufig noch der Anfang der organischen Treffer zu sehen ist, sieht man auf dem Handy fast nur noch Google Maps.

    In der folgenden Auswertung stellen wir nun die Anzahl der SERPs mit einer Google Maps-Integration dem Gesamt-Traffic dieser Keywords gegenüber. Im Kern geht es dabei um die Fragen: wie häufig kommt Google Maps eigentlich vor wie trafficrelevant sind diese Einbindungen?

    Gut zu sehen, dass Keyword-Anzahl und Gesamt-Traffic bei den Keywords mit so einer Google Maps-Integration in etwa parallel laufen. Gut 10% der Keywords in unserem Index machen auch rund 10% des Traffic aus.

    Website (ehemals Navigational)

    Suchanfragen mit der User Intent Website sind solche Keywords, bei denen der Nutzer auf eine spezielle, ihm vorher bereits bekannte Ziel-Webseite möchte. Typischerweise sehen Suchanfragen mit diesen User Intent so aus:

    Die gesuchte Webseite rankt organisch auf der ersten Position und verfügt in der Regel über Sitelinks. Der entsprechende Treffer nimmt folglich einen großen Teil des sichtbaren Bereiches auf dem Smartphone ein. Auf die danach folgenden organischen Treffer klicken Nutzer in diesem Fall eher selten. Die Gegenüberstellung von Keyword-Anzahl und Traffic sieht für Keywords mit Sitelinks so aus:

    Hier sehen wir eine deutlich andere Verteilung als bei den Maps-Integrationen: während die Keywords mit Sitelinks auf Position nur einen kleinen Anteil an allen Keywords ausmachen, ist es überproportional viel Suchvolumen, das auf diese Keywords entfällt. Nutzer suchen nach ihnen bekannt Marken.

    Do (ehemals Transactional)

    Bei der Nutzerintention „Do“ geht es darum, dass der Suchende irgendwas machen möchte. Häufig kaufen, manchmal aber auch downloaden, installieren oder sonst wie aktiv werden. SERPs mit diesem Intent sehen schematisch häufig so aus:

    Google zeigt im sichtbaren Bereich des Smartphones ausschließlich bezahlte Werbung an. Neben den klassischen AdWords-Anzeigen ist Google erfinderisch geworden: ob Google Shopping (PLAs), App-Downloads, Flugvergleiche, Kreditinformationen und noch vieles mehr – die unterschiedlichen, bezahlten Anzeigenformate werden mit jedem Börsenquartal mehr. Interessant ist die Gegenüberstellung von Anzahl der Keywords und ihrem Traffic für solche Keywords:

    Im Zuge der Steigerung seiner Einnahmen, hat Google mittlerweile weite Teile der SERPs „veranzeigt“ – bei rund einem Drittel der untersuchten Keywords findet sich die ein oder andere Form von bezahlten Ergebnissen. Interessanterweise kann der mit diesen Keywords verknüpfte Traffic nicht mithalten. Er liegt bei weniger als 20%. Hier zeigt sich Google Kernproblem der nächsten Jahre: deutlich mehr Anzeigen in den SERPs werden nicht zu gleichviel mehr Traffic (und damit Klicks und damit Einnahmen) führen. Google wird also aus den bestehenden, kommerziell relevanten Keywords einen größeren Teil des Kuchens abhaben wollen.

    Von Google ebenfalls in diese Intention einsortiert ist Device Action. Hier geht es darum, dass Nutzer von Smartphones mit dem Device interagieren. Beispiele von Google für solche Suchanfragen sind: „Rufe X an“, „Sende Y eine Textnachricht“ oder „Stelle den Wecker auf 6 Uhr“. Für SEOs sind Suchanfragen aus dieser Kategorie in der Regel nicht interessant: es geht um die Interaktion der Nutzers mit seinem Handy, nicht um klassische Suchanfragen an einem Webindex.

    Know (ehemals Informational)

    Die vierte und letzte Nutzerintention betrifft die Suche nach Informationen. Google nennt sie Know und Know Simple als Abwandlung davon. Um den Unterschied zwischen diesen beiden Intentionen zu verstehen, schau dir diese beiden Reihen von Screenshots an:

    In der oberen Reihe siehst du typische „Know“-Suchen. Jeweils eine Zeile tiefer siehst du Screenshots der entsprechenden „Know Simple“-Suche. Allein an diesen Beispielen wird schon deutlich, wo Google seine Zukunft sieht: Informationen zu einfachen Wissen-Abfragen werden direkt in den SERPs geliefert, während bei komplexeren Themen, die differenziert betrachtet werden müssen, auf die Webseiten verwiesen wird. Die Gegenüberstellung von Anzahl Keywords zu ihrem Traffic:

    Deutlich zu sehen: die Suche nach Informationen ist weiterhin die Hochburg der Internetsuche. Fast zwei Drittel aller Suchanfragen haben ein SERP-Feature, das auf eine eindeutige Know-Suche hinweist. Nimmt man weitere Features wie die Bilderbox hinzu, wächst dieser Anteil sogar noch deutlich.

    Braucht Google deine Webseite?

    Kommen wir nun zur Kernfrage, die du dir für jedes Keyword beziehungsweise jedes Keyword-Cluster stellen musst: braucht Google deine konkrete Webseite, um die Suchintention zu erfüllen?

    Für organische Rankings wird die Antwort auf diese Frage für die Intention Visit-in-Person sowie Do häufig negativ ausfallen. Visit-in-Person wird durch die Google-Maps-Integration dominiert. Organische Rankings sind erst im deutlich klickschwächeren Bereich unterhalb der Box zu finden. Für die mit Anzeigen zugepflasterten Ergebnisse der Do-Intention sieht es tendenziell noch schlechter aus. Google wird hier seine Monitarisierungsbemühungen noch verstärken müssen, um Wachstum zu erzeugen.

    Für Know-Intentionen ist die Antwort zwiegespalten: geht es um sehr einfache Antworten, die Google als Know-Simple direkt in den SERPs beantworten kann, wird das zunehmend auch passieren. Beantwortest du allerdings komplexe Fragen und Themen mit deinen Inhalten, so wird das auch in einigen Jahren noch organisch funktionieren.

    Für Keywords der Website-Intention ist die Antwort noch einfacher: Google kann in diesem Fall nur deine Seite als Ergebnis ausliefern, um dem Suchenden das richtige Resultat zu liefern. Auch hier bist du auf der sicheren Seite.

    Als Fazit bedeutet das:

    • Werde eine Marke, so dass Google nicht ohne dich als Ergebnis kann
    • Beantworte Themen in einer Tiefe, die sich in den SERPs nicht abbilden lässt.

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  • Linkbuilding 2019

    Februar 5, 2019 7:07 pm - Posted by admin Category:SEO + SEM

    SEO ist unangenehm komplex geworden: immer neue Themen spielen in den Erfolg bei Google mit rein. Sei es User Experience, Ladezeiten oder Smartphone-Ansicht – an neuen Aufgaben mangelt es nicht. Da wäre es doch schön, ein paar alte Verpflichtungen wie das Linkbuilding abwerfen zu können, oder? Doch so leicht ist es leider nicht.

    Julian Dziki von Seokratie hat ein Händchen für polemische Überschriften. So hat er vor ein paar Tagen ein Video mit “Linkaufbau lohnt sich 2019 überhaupt nicht mehr!” betitelt. Es kam, wie es kommen musste: eine angeregte Diskussion zum Thema auf Facebook und in Blogbeiträgen von Martin, Marco & Uwe.

    Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, so viel hat sich in den letzten Jahren bei diesem Thema nicht geändert: um bei Google Erfolg zu haben, müssen zwei Grundlagen gegeben sein:

    1. Meine Seite muss für die jeweilige Suchanfrage überhaupt von Google in Betracht gezogen werden.
    2. Meine Seite muss zusätzlich dauerhaft den Nutzererwartungen entsprechen, um dieses Ranking auf der ersten Google-Seite zu verteidigen.

    Während über die zweite Notwendigkeit zunehmend das Nutzerverhalten entscheidet, ist der erste Punkt klassisches SEO wie vor vielen Jahren. Google muss meine Seite crawlen können (technisches SEO), ich muss die richtigen Wörter im Inhalt (Onpage Optimierung) verwenden und Google muss mir ausreichend vertrauen können, um die Seite in den Top-100 auszuprobieren. Und genau dieser Vertrauens-Teil spielt sich im Offpage-Bereich ab.

    Um zu entscheiden, ob Google dir vertrauen kann, wartet man dort nicht darauf, dass du von dir selber behauptest, der beste Inhalt zu diesem Thema zu sein – Google macht es von den Empfehlungen Anderer abhängig. Und diese Empfehlungen sind hauptsächlich Links – wir bewegen uns nunmal im Internet. Zwar werden vermutlich ebenfalls Markenerwähnungen ohne direkten Link gewertet und es gibt wilde Theorien, dass Google Streetview-Autos Plakate entschlüsseln – aber im Kern geht es um Links.

    Selbstverständlich ist Google heute viel besser darin zu erkennen, welche Empfehlungen (=Links) vertrauenswürdig sind und welche nicht. Es geht 2019 nicht mehr um Edu-Links von Universitäten und auch der PageRank spielt keine Rolle mehr. Auch geht es nicht mehr so deutlich um Masse wie früher – und doch sind Links weiterhin ein wichtiger Indikator für Vertrauen im Google-Algorithmus.

    Ein untrügliches Zeichen dafür, dass Links weiterhin elementar wichtig sind, war in der Vergangenheit immer, dass Google massiv öffentlich Meinung gegen jeglichen Linkaufbau gemacht hat. Und just vor ein paar Tagen war es mal wieder soweit

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  • SEO-Stammtisch am 21. Februar: Edition lang=en

    1:18 am - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Der erste SEO-Stammtisch im neuen Jahr feiert eine besondere Premiere. Am 21. Februar laden wir zum ersten englischen Stammtisch in Bonn ein.

    Edition lang=en

    Brexit hin oder her! Der nächste SEO-Stammtisch in Bonn steht unter britischer Führung. Für Donnerstag, den 21. Februar haben wir fünf Gäste aus Großbritannien nach Bonn eingeladen. Zwei von ihnen halten je einen Vortrag im SISTRIX Plex:

    18:30 Uhr

    Speaker: Isobel Smith
    Vortrag: International featured snippets – best-practice

    19:00 Uhr

     
    Speaker: Barry Adams
    Vortrag: Real-world technical SEO with an international perspective

    Wir freuen uns weiter auf Chris Green (Twitter), Charlie Williams (Twitter) und Claire Carslile (Twitter), die den Abend ebenfalls mit uns verbringen

    Am traditionellen Stammtisch-Ablauf ändert sich (fast) nichts: Wir heißen dich ab 18 Uhr in unseren Büros willkommen.

    Die Vorträge starten um 18:30 Uhr und danach geht es gemeinsam zum Networken in die Bonner Altstadt!

    Wie immer sind die Plätze begrenzt! Bitte melde dich an und teile uns mit, ob du am englischen Vortrag und/oder am anschließenden Stammtisch teilnehmen willst.

    Alles Weitere erfährst du nach deiner Anmeldung per E-Mail. Wir freuen uns auf bekannte und neue Gesichter!

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    SISTRIX

  • Eine Erfolgsgeschichte für SEOs & Unternehmer

    Juli 20, 2016 1:11 am - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Jedes Jahr im Juli findet in Madrid der SEO-Kongress „Congreo SEO Prefesional“ satt, bei dessen Vorträgen sich die Verantwortlichen in die Karten schauen lassen. Letztes Jahr z.B. haben wir die Möglichkeit bekommen, alle Daten über die genaue Kosten, den generierten Traffic sowie die Fernseh-Werbekosten von 2 spanischen Online-Shops einzusehen. Es ist klar, dass es weder erlaubt ist Fotos der Vorträge zu machen, noch Berichte darüber zu verfassen.

    Dieses Jahr jedoch gab es eine Überraschung für uns. Einer der Kongressteilnhemer, der Inhaber von Floter.com (ein Onlineverkäufer von Parkett und Laminat) und deren SEO-Beraterin, Mj Cachón, haben uns erlaubt über ihre Geschichte zu berichten. Ich bin mir sicher dass dieser Beitrage für alle Interssierten sehr wertvoll sein kann, besonders da wir konkrete Zahlen nutzen und mit allen teilen dürfen.

    Floter.es im Bann der Panda- & Penguin-Updates

    Diese Geschichte ist durch den umtriebigen Linkkauf und -handel des Inhabers gezeichnet. Dies hat einige Zeit lang gut funktioniert, dann jedoch dazu geführt, dass die Domain in 3 verschiedene Google-Updates geraten ist. Zum einen das Panda-Update – da es verpasst wurde in Content zu investieren, was zu minderwertigen Inhalten geführt hat. Und dann insgesamt zwei Ausführungen des Penguin-Updates, welches das Linkprofil der Domain zerpflückt hat. Am Ende war Floter sogar dazu gezwungen, Ihre 9 Jahre alte Domain abzustoßen.

    Effekte der Abstrafungen auf die Sichtbarkeit der Domain Floter.es bei Google.es

    Effekte der Abstrafungen auf die Sichtbarkeit der Domain Floter.es bei Google.es

    Floter hat zwischen 2004 und 2013 auf der Domain floter.es agiert. Dank des Linkkaufs wurden die Rankings anfangs immer besser, was sich auch positiv auf das Geschäft ausgewirkt hat. Auf Grund des steigenden Umsatzes hat sich der Inhaber dazu entschlossen einen SEO Profi zu engagieren, um das Geschäft noch weiter auszubauen. Seine Wahl fiel auf die SEO-Beraterin MJ Cachón.

    Das erste was MJ dem Domaininhaber erklärt hat, war dass die Rankings zwar relativ gut waren, jedoch mit zweifelhaften Methoden erarbeitet wurden. Ausgerechnet 10 Tage nachdem MJ das Projekt übernommen hat, schlug das Panda-Update zu und hat zu Einbußen bei vielen kostbare Rankings geführt (Liste der verlorenen Keywords).

    Nach einigen Monaten harter Arbeit, mit ausgiebiger Keyword Recherche, Planung des Umbaus der Seitenarchitektur und Erstellung von Benutzerfreundlichen URLS, Vorbereitung von hochqualitativen Inhalten, Optimierung der User Erfahrung, Erstellung einer umfangreichen Disavow-Liste und vielen weitere Aktionen, ging es dann um die Implementierung.

    Hier brachte der Inhaber seinen Standpunkt sehr prägnant auf den Punkt: „Mal sehen was das alles kosten wird. Jetzt muss ich für Texte und zudem für einen SEO bezahlen. Linkkauf war deutlich einfacher“.

    Wie vom Schicksal bestimmt, gab es kurz darauf eine Antwort in Form einer Linkkauf-Bestrafung, durch das Penguin-Update 2.0.

    Von SEO Traffic zu bezahltem AdWords Traffic

    Durch die Abstrafung fiel der Traffic ins Bodenlose, wodurch Floter gezwungen wurde neuen Traffic über AdWords einzukaufen, um das Geschäft am Leben zu erhalten. Floter hat 4.000 Euro im Monat für AdWords ausgegeben, in der Hoffnung, die Abstrafung in den Griff zu bekommen.

    Organicher- vs AdWords-Traffic

    Organicher- vs AdWords-Traffic

    Insgesamt hat Floter 89.119 Euro für Adwords ausgegeben und selbst damit sind nicht genügend Besucher auf die Seite gekommen. Die hochgeladene Disavow Liste hatte leider nicht die erwünschte Wirkung und das Geschäft begann zu leiden. Aus diesem Grund wurde nach langer Überlegung beschlossen, die alte Domain zu verlassen und einen frischen Start auf einer neuen Domain zu wagen.

    Gesamtkosten für AdWords, nach der Abstrafung

    Gesamtkosten für AdWords, nach der Abstrafung

    Geglückter Neustart: von Floter.es nach Floter.com

    Die neue Domain hat mit 1.000 Euro zu buche geschlagen und es wurde hier entschieden, einen klaren Schnitt zu machen und die alte Domain nicht auf die neue weiterzuleiten. Damit wurde zum einen sicher gestellt, dass die alte Domain keinen der Filter an die neue Domain vererbt und zudem war es damit möglich, die gesamte Conversion Strategie von 0 an aufzubauen. Das Ergebnis sieht heute so aus:

    Sichtbarkeitsvergleich beider Domains - wobei Floter.com komplett ohne Links gestartet ist

    Sichtbarkeitsvergleich beider Domains – wobei Floter.com komplett ohne Links gestartet ist

    Wie man schön im Sichtbarkeitsindex von SISTRIX sehen kann, den MJ Cachón in ihrem Vortrag gezeigt hat, ist es der neuen Domain gelungen, heute eine bessere Sichtbarkeit ihr Eigen zu nennen, als es die alte Domain jemals geschafft hat. Viele Kongressteilnehmer waren davon überrascht, dass bei der ausgearbeiteten SEO Strategie der Seite komplett und mit Absicht auf unnatürlichen Linkaufbau verzichtet wurde.

    Obwohl Links weiterhin einen der zwei wichtigsten Rankingfaktoren darstellen, hat John Mueller am 26.01.2015 in einem Hangout klar gestellt, dass Webseiten auch ohne Links gut ranken können. Dieser Fall ist definitiv ein gutes Beispiel hierfür.

    Wie MJ Cachón uns erklärt hat, ist dies das Ergebnis von vier wöchentlichen Blogposts mit qualitativ hochwertigen Beiträgen, einer klugen internen Verlinkung zwischen Blog, Marken und Produkten, einer nutzerfreundlichen Navigation & URL-Struktur und vielen anderen Dingen, die all jenen unbekannt sind, die seit längerem davon ausgehen, dass SEO tot ist.

    Sichtbarkeitsindex der Marken-, Produkt- (Catalogo) und Blog-Verzeichnisse

    Sichtbarkeitsindex der Marken-, Produkt- (Catalogo) und Blog-Verzeichnisse

    Diese Grafik zeigt die ausgezeichnete Arbeit die MJ Cachón geleistet hat. Das logische Ergebnis der Verbesserungen sollte ein Erreichen des erwünschten Traffics sein, was in diesem Fall auch gelungen ist:

    Vergleich organicher- VS AdWords-Traffic für Floter.com

    Vergleich organicher- VS AdWords-Traffic für Floter.com

    Investitionsvergleich: SEM vs SEO

    Wie wichtig SEO im Online Marketing ist, lässt sich durch die folgenden Zahlen sehr gut abschätzen:

    Für die AdWords Kampagne wurden insgesamt 99.000€ ausgegeben – 90.000€ für die Anzeigen selbst und 9.000€ für die Anzeigen-Verwaltung. Die höchste Anzahl an Besuchern, die während der AdWords Schaltung erreicht wurde, lag bei 7.900, von denen jedoch 2.200 Besucher (27%) über die organischen Suche gekommen sind. Hierbei ist es zudem wichtig zu bedenken, dass die AdWords Anzeigen nur temporär Besucher generiert haben. Das Geld ist danach verbraucht.

    Für die langfristige SEO Beratung und Umsetzung hat Floter 37.500€ ausgegeben – 25.200€ für das SEO Projekt, 3.200€ für hochwertige Inhalte, 1.000€ für die Floter.com Domain, sowie 8.100€ für das Redesign. Heute erreicht die Domain 33.600 Besucher monatlich, von denen 25.000 (75%) über die kostenfreie, organische Suche kommen. 5x soviel wie über die kostenpflichtigen AdWords! Diese Investition hat eine bleibende Wirkung.

    Floter.com heute

    Floter konnte den Umsatz um 56% steigern, wichtige Großkunden wie Taco Bell und Tagliatella gewinnen und hat jetzt 35 Mitarbeiter. Zudem sind Sie der offizielle Partner des Parkettherstellers Tarimas Parador und haben Ihre Geschäftsräume um zwei neue Lager, mit jeweils 700 m2, erweitert. Es warten jetzt über 6.000 m2 Holzprodukte auf neue Besitzer.

    Räumlichkeiten von Floter.com

    Räumlichkeiten von Floter.com

    Abschließende Gedanken

    Die gute SEO-Beratung durch MJ Cachón hat eine wichtige Rolle in dieser Erfolgsgeschichte gespielt. Daran gibt es keine Zweifel. Während ihres Vortrags hat sie jeden Schritt genaustens erklärt. Jedoch haben auch das Interesse des Floter Inhabers für das Thema SEO und die Qualität der angebotenen Produkte eine Rolle gespielt.

    Dank seiner Einstellung, das Thema SEO verstehen zu wollen, war es möglich, die richtigen Entscheidungen bei notwendigen Punkten zu treffen, auch wenn diese schmerzhaft waren. Dies macht diese Geschichte so interessant für SEOs und Unternehmer zugleich. Nur mit solidem Grundwissen kann ein Unternehmer eine(n) gute(n) SEO-Berater oder -Agentur erkennen, kontrollieren und gemeinsam kluge Entscheidungen für das Geschäft treffen. In diesem Fall hat der Betreiber von Floter verstanden, welche Maßnahmen über diese 12 Monate getroffen werden mussten.

    Ich möchte mich herzlich bei MJ Cachón und David Negueruela, dem Geschäftsführer von Floter, bedanken, die uns erlaubt haben über diesen Fall zu berichten. Wir hoffen Euch hat dieser Beitrag gefallen und wünschen euch viel Erfolg bei euren Projekten.

    sistrix.de

  • IndexWatch 06/2016 und 07/2016 – Google Update?

    Juli 8, 2016 7:07 pm - Posted by admin Category:SEO + SEM

    In dieser Ausgabe des SISTRIX IndexWatch sind wir auf den Spuren eines vermeintlich neuen Google Update und haben dafür die Veränderungen auf dem deutschen Suchmarkt unter die Lupe genommen. Dabei hielten wir Ausschau nach interessanten Veränderungen bei den Gewinnern und Verlierern im SISTRIX Sichtbarkeitsindex und behandeln die beiden Monate Mai und Juni gemeinsam.

    Keywordrankings für Bing, Yahoo & Yandex im Optimizer

    Kurz notiert: Im SISTRIX Optimizer können ab sofort Keywordrankings für die Suchmaschinen Bing, Yahoo und Yandex ermittelt werden. Ebenso wie die Google-Positionen können die Rankings dieser Suchmaschinen wöchentlich oder täglich ermittelt werden. Auch stehen alle bekannten Sprach/Länderkombinationen zur Verfügung.

    Weiß Google welche Links von Nutzern geklickt werden?

    Links die nicht von echten Nutzern geklickt werden, haben keinen Wert. Diese Links werden als unnatürlich klassifiziert. Doch wie kann Google erkennen, welche Links tatsächlich geklickt werden?

    Bislang fehlte der eindeutige Beweis für die Theorie, dass der Google Chrome Browser das Surfverhalten seiner Nutzer an Google sendet. Laut Hanns Kronenberg liegt dieser Beweis jetzt vor.

    Dank LyricFind zeigt Google künftig Songtexte in den SERPs

    Man könnte auch titeln: Google nimmt den Lyric-Webseiten den Traffic weg! Egal wie man es dreht und sieht, durch einen mehrjährigen Lizenzvertrag zwischen Google und dem Unternehmen LyricFind werden seit dem 27. Juni 2016 Songtexte bei einer entsprechenden Google-Suche auf den Suchergebnisseiten prominent dargestellt.

    There’s a feeling you get when you turn to a song and you know that the words have two meanings. Well it’s whispered that now if you go search the tune, maybe Google will lead you to reason. Ooh, it makes you wonder… 

    Das Feature ist bereits auf dem US-Suchmarkt aktiv und soll nun sukzessive in allen weiteren Ländern ausgerollt werden. Das Unternehmen LyricFind ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Anbieter von lizenzierten Songtexten von mehr als 4.000 Musikverlagen.

    Gewinner-Domains des Monats Mai 2016

    Kommen wir nun zu den Gewinnern im IndexWatch. Dies sind jene Domains, welche im Verlaufe des Monat Mai den größten Zuwachs im SISTRIX Sichtbarkeitsindex verzeichnen konnten.

    Gewinner-Domains Mai 2016
    # Domain Veränderung Daten
    1 fireball.de +93,63%
    2 bento.de +72,62%
    3 dkb.de +71,19%
    4 shpock.com +51,92%
    5 gartenxxl.de +51,81%
    6 langenscheidt.com +49,05%
    7 peek-cloppenburg.de +45,69%
    8 norddeich.de +44,22%
    9 fussball-em-2016.com +40,76%
    10 architonic.com +34,80%

    Fireball-SERPs in Google-SERPs

    Wer erinnert sich noch an FIREBALL? Eine Internet-Suchmaschine, die auf deutschsprachige Internetseiten spezialisiert war.

    Startseite von Fireball.de im Jahre 2001

    Offenbar hat man sich nun darauf „spezialisiert“ die eigenen Suchergebnisseiten bei Google zu platzieren. Die so entstandenen SERPs in SERPs, also die Indexierung von Suchergebnissen und zusammengescrapten Inhalten durch Google, ließ die Sichtbarkeit der Domain empor steigen.

    Sichtbarkeit der Domain fireball.de bei Google

    Einen Mehrwert kann den Rankings wahrlich nicht zugesprochen werden und es muss sich hierbei lediglich um einen temporären Fehler im Google-Kosmos handeln. Immerhin sind es jetzt schon zehn Wochen, da bin ich gespannt zu wann Google das Problem in den Griff bekommt.

    Online-Format von Spiegel Online unaufhaltsam im Aufwärtstrend

    Bento.de ist ein Online-Format von Spiegel Online und befindet sich seit Angebotsstart im Oktober 2015 in einem scheinbar unaufhaltsamen Aufwärtstrend im SISTRIX Sichtbarkeitsindex.

    Aufwärtstrend der Domain bento.de

    Eigenen Angaben zur Folge erklärt bento die News, zeigt das Beste aus dem Web und erzählt packende Stories, Nachrichten und Journalismus für alle, die im Internet zu Hause sind. Wikipedia weiß, dass mit dem Angebot die Zielgruppe der 18- bis 30-Jährigen erreicht werden soll, die Spiegel Online bisher nicht lesen. Bento soll sich finanziell selbst tragen können und setzt bei der Monetarisierung auf „Native Advertising“. Dies sind Werbeformen, die sich optisch nicht von den redaktionellen Beiträgen unterscheiden. Auf der Website sollen sich die Werbe-Beiträge aber deutlich abheben: Mit einem grünen Rahmen und einer deutlichen Markierung als „Sponsored Post“.

    Das kann Bank: Rankingproblem aufgrund Duplicate Content

    Die Website des in Berlin ansässigen Kreditinstitut, die Deutsche Kreditbank Aktiengesellschaft (DKB), hat zwar in der Sichtbarkeit gewonnen, läuft jedoch Gefahr einige Rankingprobleme zu bekommen.

    Aber der Reihe nach: Wie kam ich eigentlich auf diese blöde Headline? Nun ich habe mich einfach an der Markenkommunikation orientiert.

    SERP-Snippet zum Keyword DKB

    Unter Zuhilfenahme eines SERP-Snippet Generator lassen sich hier ganz bestimmt vorzeigbare Ergebnisse erzielen 😉

    Aber ich schweife ab. Zurück zum Thema! Woran sind etwaige Rankingprobleme zu erkennen? Oft genügt ein routinierter Blick auf die Ranking-Entwicklung interessanter Keywörter.

    Rankingverlauf bei DKB

    Als Anfang Mai diesen Jahres eine auffällig andere URL kurzzeitig bei Google rankte geriet die sonst so stabile Rankinghistorie ins Wanken. Wird hier die Ursache nicht behoben, so kann dies nachhaltig zu Problemen führen.

    • https://www.dkb.de/privatkunden/dkb_cash/gemeinschaftskonto/
    • https://www.dkb.de/privatkunden/dkb_cash/index.html?referer=21343_66p157s&affiliate=vsp&produkt_id=02

    Beide URLs sind für den GoogleBot indexierbar, was nicht gut ist. Der Inhalt ist allerdings nur nahezu identisch. Handelt es sich hierbei um eine Affiliate Landing- oder Trackingpage sollte der Seitenbetreiber diese auf NOINDEX setzten.

    Das Aussperren eines Crawlers mittels robot.txt-Datei ist im Übrigen kein Garant dafür, dass die Website oder einzelne URLs nicht in den Suchergebnissen auftaucht.

    Wie gewinnt ein Online-Flohmarkt seine Sichtbarkeit?

    Denke einfach an die Filmfigur „Mister Spock“ aus dem Star-Trek-Universum und sprich den Namen nun SCH-POCK aus. Schon sind wir bei der, nach eigenen Angaben, Flohmarkt App für schöne Dinge. Shpock steht dabei für „Shop in your pocket“

    Sichtbarkeit von shpock.com

    Man verpackt alle mehr oder minder zur einer Kategorie passenden Angebote zusammen und präsentiert sie optisch im Pinterest-Stile. Eigentlich befindet sich kein sichtbarer Text auf solchen Seiten. Auch Backlinks sind ein rares Gut. Sind hier überwiegend die Nutzsignale für das Ranking zu Keywörtern mit attraktiven Suchvolumen ausschlaggebend? Spielen gar die Dateinamen der Bilder sowie deren alt-Attribute, welche jeweils trefflich in verschiedensten Varianten benannten wurden, in diesem Zusammenhang eine Größere Rolle?

    Was haben QDF, Suchintention, Nutzer, Saisonalität und Google gemeinsam?

    Sie harmonieren ganz wunderbar miteinander. Google ist bestrebt, stehts das beste Ergebnis für einen Nutzer anzuzeigen. Dies kann natürlich nur gewährleistet werden, wenn die Suchintentionen sowie etwaige saisonale Umstände und Ereignisse berücksichtigt werden.

    Nils Römelings Website zu EM 2016

    Googles Ranking-Algorithmus QDF, Kurzform für „Query Deserve Freshness“, identifiziert, bei welchen Themen und deren Suchanfragen der User ein Bedürfnis nach aktuellen, zeitnahen Inhalten hat und positioniert diese bevorzugt auf der Suchergebnisseite.

    Nils Römeling bedient mit seinen Webangeboten fussball-em-2016.com sowie fussballnationalmannschaft.net diesen Algorithmus ganz gut und erwirtschaftet dank Google-Traffic Gewinne im sechsstelligen Bereich während großer Fußballturniere.

    Verlierer-Domains des Monats Mai 2016

    Widmen wir uns noch den Domains, welche im Verlauf des Monat Mai 2016 größere Verluste in der Sichtbarkeit hinnehmen musste.

    Verlierer-Domains Monat Mai 2016
    # Domain Veränderung Daten
    1 myvideo.de -86,69%
    2 renault.de -48,96%
    3 blackberry.com -43,41%
    4 klingel.de -38,86%
    5 neckermann-urlaubswelt.de -37,32%
    6 hawesko.de -35,37%
    7 otto-office.com -33,56%
    8 softonic.com -30,85%
    9 expedia.de -22,81%
    10 netzwelt.de -22,48%

    Aufgrund fehlender Nutzersignale Absturz im Google-Ranking?

    Wann hast Du Dir zuletzt einen lustigen oder informativen Clip auf myvideo.de angesehen? Genau, ich weiß es auch nicht. Es ist vermutlich schon eine kleine Ewigkeit her.

    Design von myvideo im zeitlichen Verlauf

    Heutzutage gibt es auf dem Portal nicht mehr wirklich einzigartige Inhalte. Ob Film, Serie oder Computerspiel, die Landingpage hat nur einen Trailer samt kurzer Titlebeschreibung. Mehr nicht. Ein Klick auf einen Anschauen- Kaufen oder Leihen-Button führt den nichtsahnenden Nutzer in den Shop der Online-Videothek von maxdome.

    Sichtbarkeit myvideo.de

    Ob nun das Video-Portal systematisch durch den Betreiber abgeschaltet wird oder die Rankings aufgrund schlechter (nicht mehr vorhandener?) Nutzersignale und den fehlenden einzigartigen Inhalten entfliehen könnte den deutlichen Abwärtstrend in der Sichtbarkeit erklären.

    Renault mit Website-Relaunch und neuen Corporate

    Der französische Autohersteller Renault präsentierte zu Beginn des Auto Salons in Genf sein neues Corporate Design. Zu Anfang Mai erfolgte dann die Überarbeitung der Website. Hintergrund für das Redesign ist, wie es seitens Renault heißt, die grundlegende Erneuerung der Fahrzeugpalette. Aber auch der Marken-Claim ändert sich. Aus „Drive The Change“ wurde „Passion For Life“.

    Sichtbarkeit Domain renault.de

    Der Zeitpunkt des Relaunch ist deutlich zu erkennen. Erfreulich, dass die Sichtbarkeit in den vergangenen vier Wochen deutlich anzieht. Dies ist ein gutes Signal, dass der Google-Crawler gut mit der neuen URL-Struktur zurechtkommt.

    Relaunch auf Verzeichnisebene bei Renault

    Auf Verzeichnisebene sind einige strukturelle Änderungen sofort ersichtlich.

    • Renault spielt nun alle Inhalte seiner Website über die verschlüsselte HTTPS-Verbindung aus
    • Der Verzeichnisname „Modellpalette“ wurde gekürzt und das zuvor vorangestellt „renault-“ verworfen

    Renault.de verlorene Rankings nach Relaunch

    Die verantwortlichen Kollegen stehen noch vor ein wenig Arbeit. Dies ist aber bei einer Umstrukturierung dieser Art völlig normal. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die Brand (Marke) „Renault“ seitens Google nicht mehr eindeutig dem Vertipper „Reault“ zugeordnet wird.

    Download-Portal hält sich überraschend lange am Leben

    Hin und her, hoch und runter. Ein Wechsel der Top-Level-Domain, die Ausgliederung einer Sprachvariante auf einen Hostnamen und die Flucht vor bzw. aus dem Panda-Filter zeichnen die Geschichte der Domain softonic.com. Anhand des Sichtbarkeitsindex ist dies gut ablesbar.

    Sichtbarkeit softonic

    Für Softonic ging es nun ein gutes Stück nach unten. Nach der Umstellung schien Google etwas „Trust“ übertragen zu haben, doch nun wurde dem Ranking wieder ein deutlicher Riegel vorgeschoben. Genauer gesagt ist Softonic von einer manuellen Abstrafung durch Google betroffen. Den Grund dafür erfährst Du in unserer verlinkten Fallstudie.

    Hanseatisches Wein und Sekt Kontor strukturiert Online-Shop um

    Die Nummer Eins im Versand hochwertiger Weine, Champagner und Spirituosen möchte der seit 1996 betriebene Online-Shop hawesko.de sein. Seit dem 27.04.2016 ist die neue Website online.

    Sichtbarkeit hawesko.de

    Mit dem neuen Auftritt möchten wir unseren Kunden noch stärker in den Mittelpunkt stellen: Durch ansprechendes Design und eine perfekte Bedienbarkeit möchten wir ihm den Kauf so leicht und angenehm wie möglich machen.

    Betonte Hawesko-Geschäftsführer Nikolas von Haugwitz. Einige Inhaltsbereiche und Strukturen der Website wurden im Zuge des Relaunches umgestellt.

    http://www.chefkoch.de/rezepte/1189251224782335/Fladenbrot-mit-Tomaten-und-Feta-Kaese-gefuellt.html

    Das Verzeichnis Wein-ABC wurde abgeschafft und zumindest teilweise in den Bereich des Wein-Magazin überführt. Hier und da hat man richtigerweise die dafür notwendigen 301-Weiterleitungen geschaltet. Viele Inhalte sind bis jetzt allerdings noch nicht umgezogen. Der Nutzer, als auch GoogleBot, werden in diesem Falle mit einer schön gestalteten 404-Fehlerseite begrüßt.

    404-Fehlerseite bei Hawesko

    Auch sollten sich die verantwortlichen Kollegen einmal die vom CMS generierten Weiterleitungsketten anschauen. Hier und da mogelt sich all zu häufig eine temporäre 302-Weiterleitung unter. In der Regel kann dies nicht im Interesse des Seitenbetreibers sein und könnte kurzweilig, aber auch langfristig, zu Verwirrungen bei Goolge führen.

    301- 302- Weiterleitungskette bei Hawesko

    Die URL https://www.hawesko.de/wein-abc/merlot wurde mittels permanenter 301-Weiterleitung auf den umgezogenen Inhalt in das Wein-Magazin (https://www.hawesko.de/wein-magazin/weinwissen/rebsorten/2151.html) korrekt weitergeleitet. Dies ist aber für den GoobleBot noch nicht die Endstation. Mittels einer temporären 302-Weiterleitung wird nun von der verschlüsselten HTTPS-Verbindung zurück auf die ungesicherte HTTP-Verbindung zurückgeleitet. Wohl gemerkt nur „temporär“.

    In den Suchergebnissen von Google ranken die meisten URLs des Online-Shop ohne Trailing-Slash, also ohne einem „/“ am Ende eines Verzeichnisses.

    Hawesko SERP Trailing-Slash

    Das kann man zwar so machen, erschwert einer Maschine aber die eindeutige Zuordnung als /verzeichnis/. Über mod_ReWrite beispielsweise lassen sich beim Apache Webserver mühelos für alle „echten“ Verzeichnisse ein Trailing-Slash im Nachhinein anfügen.

    Hawesko Trailing-Slash mit 302-Weiterleitung

    Hierbei gilt es unbedingt zu beachten, dass eine permanente 301-Weiterleitung erstellt wird. Der aktuelle temporäre Verweis ist nicht optimal.

    Seitens Hawesko herrscht jedoch intern große Zufriedenheit über die neue Website, wie Andreas Isdepski, verantwortlich für Online und Mobile Marketing, bestätigt.

    Der Relaunch des Online-Shops ist sehr erfolgreich verlaufen, das Entwicklerteam hat großartige Arbeit geleistet. Vor allem die stabile Conversionrate ist beeindruckend. Ich bin gespannt auf die nächsten Wochen. Denn endgültig fertig sei der Shop noch nicht. Stück für Stück werden jetzt weitere mehrwertbietende Features nachgezogen.

    Google Update im Juni 2016 – Gewinner und Verlierer

    Einige Schräubchen am Google Algorithmus scheinen Ende Juni 2016 in die ein oder andere Richtung gedreht worden zu sein. Eine offizielle Meldung seitens Google liegt bis dato nicht vor. Bei größeren Algorithmus-Änderungen ging der Suchmaschinenanbieter aus dem kalifornischen Mountain View in der Vergangenheit recht transparent um. Zu den jüngsten Geschehnissen ist von offizieller Seite jedoch nichts bekannt.

    Trotz Allem sind die Auswirkungen des gegen Ende Juni 2016 ausgespielten Updates deutlich spürbar. Die Google-Änderung wurde europaweit gleichzeitig veröffentlicht und betrifft demnach alle Länder gleichermaßen. Es scheint sich eher um die Gewichtung von Nutzersignalen und strukturellen Aspekten einer Seite zu handeln, als um ein Content-Update wie beispielsweise das Panda Update eines war.

    Beispielhafte Gewinner-Domains des Google-Update im Juni 2016

    Ausgesuchte prozentuale Gewinner-Domains Juni 2016
    # Domain Veränderung Daten
    1 shop-apotheke.com +103,68%
    2 rossmann-fotowelt.de +60,74%
    3 eventinc.de +52,36%
    4 pcwelt.de +51,49%
    5 12gebrauchtwagen.de +42,77%
    6 caseking.de +38,64%
    7 skyscanner.de +35,12%
    8 fertighaus.de +33,84%
    9 langenscheidt.com +31,37%
    10 rossmann.de +26,85%

    Anhand der exemplarisch ausgewählten prozentualen Gewinner-Domains lassen sich deutliche Muster im Sichtbarkeitsindex der einzelnen Websites erkennen.

    Prozentuale Gogole-Update Juni 2016

    Ein eindeutiges Bild in den Sichtbarkeitsverläufen: Viele Domains gewannen schlagartig in der letzten Juniwoche kräftig an Sichtbarkeit.

    Sichtbarkeitsgewinn im Detail

    In unseren Daten schossen die positiv betroffenen Domains nach dem 27.06.2016 empor.

    Abwärtstrend durch Google Update gestoppt?

    Die Domain shop-apotheke.com befand sich in einem scheinbar unaufhaltsamen Abwärtstrend im SISTRIX Sichtbarkeitsindex. Durch die gegen Ende Juni in Kraft getretenen Algorithmus-Änderungen gelang der Website ein (vorzeitiger?) Ausbruch aus dem Trendverlauf.

    Abwärtstrend durch Google-Update gestoppt

    Vom Phantom-Update gebeutelt, jetzt aber ein Gewinner?

    Einige Domains wurden vom Phantom Update im Mai vergangenen Jahres negativ betroffen. Nicht selten zählen diese aber nun zu den Gewinnern im Juni 2016.

    Gewinn im Juni trotz Verlust durch Phantom-Update

    Gleiches Bild auch bei den Gewinner-Domains nach absoluten Zahlen

    Die oben angeführten Beispiele zeigen sich ebenfalls, schaut man sich die Sichtbarkeits-Gewinner nach absoluten Zahlen an. Beispielsweise hat der Online Auftritt der Zeitschrift LECKER nun sichtbar profitiert, wurde vor gut einem Jahr aber vom Phantom-Update nachhaltig negativ beeinflusst.

    Sichtbarkeitsgewinn nach absoluten Zahlen bei LECKER

    Die Ratgeber-Plattform zuhause.de konnte in absoluten Zahlen mehr als 11 Punkte im Sichtbarkeitsindex zulegen. Dabei gab es in der jüngsten Vergangenheit keine „Vorbelastung“ durch ein Google-Update.

    11 Punkte Gewinn in der Sichtbarkeit durch Google-Update

    Beispielhafte Verlierer-Domains des Google-Update im Juni 2016

    Ausgesuchte prozentuale Verlierer-Domains Juni 2016
    # Domain Veränderung Daten
    1 s-immobilien.de -71,55%
    2 medizinfuchs.de -32,38%
    3 maskworld.com -30,63%
    4 tecchannel.de -29,35%
    5 mybestbrands.de -26,67%
    6 schuhe.de -26,15%
    7 schlafwelt.de -22,05%
    8 billiger.de -18,97%
    9 heilpraxisnet.de -18,68%
    10 onmeda.de -16,81%

    Wie auch bei den Gewinnern folgen die Verlierer-Domains des vermeintlichen Google Update im Juni einem gemeinsamen Trend, welcher sich anhand des Sichtbarkeitsindex leicht ablesen lässt.

    Verlierer-Domain Google Update Juni 2016

    Stichtag in den Daten ist auch hier wider der 27.06.2016. Daraufhin sackte die Sichtbarkeit vieler Domains teils deutlich ab. Die Verluste lassen sich nicht gezielt auf einen Website-Typ oder gar Themenbereich festnageln. Online-Shops haben wie auch Informationsportale gleichermaßen einen Sichtbarkeitsverlust erlitten.

    Konträr zu den Gewinner-Domains haben Domains an Sichtbarkeit verloren, welche in der Vergangenheit einem Abwärtstrend unterlagen

    Trotz Abwärtstrend Verlust der Sichtbarkeit im Juni 2016

    oder einst vom Phantom Update negativ betroffen waren.

    Verlierer Phantom-Update und Verliere im Juni-Update 2016

    Das Immobilienportal der Sparkasse (s-immobilien.de) erlag im übrigen nicht dem Google Update. Hier fand lediglich ein ganz klassischer Domainumzug auf den Hostnamen immobilien.sparkasse.de statt.

    Domainumzug des Immobilienportals der Sparkasse

    Schwergewichte bei den Verlierer-Domains nach absoluten Zahlen

    Wirft man einen Blick auf die Verlierer-Domains im Juni 2016, so fallen viele Schwergewichte sofort ins Auge. Auch hier haben große Domains aus den unterschiedlichsten Bereichen schlagartig Sichtbarkeitspunkte verloren.

    Verlierer-Domains Juni 2016 nach absoluten Zahlen

    Jeweils dreißig Punkte Verlust im Sichtbarkeitsindex auf einen Schlag mussten alleine die Angebote Chip.de und Otto.de vergangenen Monat einstecken. Das Nachrichtenmagazin FOCUS Online hingegen verlor knackige 65 Punkte in der Sichtbarkeit über die vergangenen vier Wochen hinweg.

    Panda-Verlierer, Phantom-Verlierer und jetzt?

    Im Umkehrschluss gibt es aber auch Domains, welche extrem auf die vergangenen Qualität-Updates von Google reagiert hatten, jetzt aber unberührt blieben.

    Panda und Phantom Verlierer dr-gumpert.de


    Teile doch gerne Deine Beobachtungen, Erkenntnisse und Analysen dieses Google Update betreffend hier unten in den Kommentaren 🙂

    SISTRIX IndexWatch SEO-Analysen

    sistrix.de

  • Wie Google Links anhand der Nutzersignale aus dem Google Chrome Browser bewerten kann

    Juni 30, 2016 1:14 pm - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Es verdichten sich die Beweise, dass Google anhand von Nutzersignalen unnatürliche Links sehr gut identifizieren und entwerten kann.

    Schon 2014 haben wir darüber geschrieben, dass Google die Möglichkeit besitzt, Links mit Hilfe der Daten vom Chrome Browser zu bewerten. Anhand der Nutzersignale wie oft ein Link tatsächlich von Nutzern geklickt wird, könnte Google den wahren Wert eines Links bestimmen.  Unnatürliche Links ließen sich ebenso enttarnen wie Links von Websites, die nur für den Linkverkauf erstellt wurden, aber mangels Mehrwert eigentlich überhaupt keine echten Besucher vorweisen können.

    Bislang fehlte für diese Theorie aber der eindeutige Beweis, dass der Google Chrome Browser das Surferhalten seiner Nutzer an Google sendet. Dieser Beweis liegt jetzt vor.

    Google My Activity (Meine Aktivitäten) zeigt den Browserverlauf an

    Google hat den neuen Dienst „My Activity“ eingeführt. Dort können Nutzer sehen, welche Daten Google bei der Nutzung von Google Produkten über sie gespeichert. hat.

    Bestandteil der Daten ist auch der Browserverlauf des Google Chrome Browsers. Somit erhält Google umfassende Daten, wie sich Nutzer durch das Web bewegen.

    Der folgende Screenshot zeigt z.B. an, dass ich heute um 10:01 Uhr den Chrome Browser benutzt habe. Ich habe in der Google-Suche eine Suchanfrage für „Elon Musk“ abgeschickt und über diesen Weg die Twitter-Seite von Elon Musk besucht. Dort habe ich einen Link auf einen Artikel bei bloomberg.com über Tesla und Solar City angeklickt. Am Ende des Beitrages habe ich einen Link auf einen weiteren Artikel bei Bloomberg geklickt. Auch das wurde bei „My Activity“ korrekt gespeichert.

    google-my-activity

    Über alle Nutzer kann Google so sehr genau berechnen wie häufig eine Seite aufgerufen wurde und welchen Links die Nutzer gefolgt sind.

    Warum sind diese Daten so wichtig und welche Bedeutung haben sie für den Linkauffbau und die interne Verlinkung? Die Antwort ist das Google Patent „Ranking documents based on user behavior and/or feature data (US 8117209 B1)“, das am 19. März 2010 eingetragen und am 14. Februar 2012 veröffentlicht wurde.

    Ein Link ist um so wichtiger, je häufiger er tatsächlich angeklickt wird

    In dem Dokument beschreibt Google eine Weiterentwicklung des PageRank-Modells. Ich versuche die etwas komplexe Mathematik dahinter möglichst einfach zu beschreiben, so dass es jeder verstehen kann. Dieser Abschnitt ist vielleicht etwas anstrengender zu lesen, aber es lohnt sich. Jeder SEO muss das Modell verstanden haben.

    Den PageRank-Wert kann man als Wahrscheinlichkeit verstehen, dass ein Surfer sich im Web gerade auf einer bestimmten Seite befindet. Je mehr Links zu der Seite führen und je wichtiger die Seiten sind, von denen aus verlinkt wird, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Surfer auf dieser Seite befindet. Führen viele Links und Links von wichtigen Seiten auf eine bestimmte Zielseite, so hat sie einen hohen PageRank und damit einen hohen Rankingvorteil.

    Bei dem ursprünglichen Modell ging Google von einem zufälligen Surfer aus (Random Surfer Model). Vereinfacht ausgedrückt bewegt sich der Random Surfer durch das Netz, indem er zufällig einen der ausgehenden Links klickt. Die Klickwahrscheinlichkeit ist bei allen ausgehenden Links einer Seite gleich hoch, da der Random Surfer zufällig einen der angebotenen Links auswählt. Somit vererben nach dem Modell alle ausgehenden Links einer Seite den gleichen PageRank.

    Das Patent „Ranking documents based on user behavior and/or feature data“ beschreibt eine Weiterentwicklung dieses Modells. Es wird nicht mehr von einem Surfer ausgegangen, der zufällig einen Link auswählt, sondern ganz bewusst. Google nennt das Reasonable Surfer, was mit Rationaler Surfer übersetzt werden kann.

    Nach dem Reasonable Surfer Model sind Links um so wichtiger, je häufiger sie geklickt werden. Umgekehrt werden Links, die selten oder gar nicht geklickt werden, unwichtig und werden entsprechend gering gewichtet. In dem Patent beschreibt Google welche Links am häufigsten geklickt werden. Das sind z.B. Links direkt aus dem Hauptcontent der Seite, eher am Anfang des Contents, farblich hervorgehoben und unterstrichen. Diese werden deutlich häufiger geklickt als z.B. ein Link in kleinerer Schrift im Footer der Website. Je häufiger ein Link geklickt wird, um so stärker wird er gewichtet.

    Mit der Weiterentwicklung vom Random Surfer zum Reasonable Surfer wird die Prognose, mit welcher Wahrscheinlichkeit sich ein Surfer auf einer bestimmten Seite befindet, deutlich verbessert.

    Vor allem kann Google die neue Methode hervorragend im Kampf gegen unnatürliche Links einsetzen. Ein Link, der nicht geklickt wird, vererbt auch keinen PageRank und verursacht damit keinen Rankingvorteil.

    Unnatürliche Links werden kaum geklickt

    Wenn Links gezielt gesetzt wurden, nur um den PageRank der Zielseite zu beeinflussen, verstoßen sie geben die Richtlinien von Google. Wenn wir uns anschauen, welche Links Google als unnatürlich beschreibt, dann haben fast alle diese Links eine Gemeinsamkeit. Sie werden wahrscheinlich selten von echten Nutzern angeklickt. Das sind z.B. Links, die gar nicht sichtbar sind, Links im Footer eine Website, Links von Linktauschseiten, Seiten mit geringer Qualität, Artikel-Verzeichnissen, Presseportalen, Foren-Signaturen oder aus Gästebuch-Kommentaren. Sie werden selten geklickt, weil sie für die Nutzer uninteressant sind, nach Spam aussehen, und/oder weil die verlinkende Seite kaum echte Besucher besitzt.

    Google hat mir dem Reasonable Surfer Model eine sehr elegante Lösung gefunden, diese Links entwerten zu können. Wenn solche Links kaum geklickt werden, haben sie auch kaum einen Einfluss auf das Ranking.

    Google weiß wie häufig ein Link geklickt wird

    Diese Methode funktioniert um so besser, je genauer Google die tatsächliche Anzahl Klicks prognostizieren kann. Genau an dieser Stelle kommt der Google Chrome Browser in`s Spiel. Wie jetzt die Daten von My Activity zeigen, sendet der Chrome Browser den Browserverlauf an Google. Mit diesen Daten kann Google ein genaues Bewegungsprofil zwischen Websites erstellen und die Wichtigkeit von Links berechnen.

    Weltweit besitzt der Chrome Browser laut statcounter.com auf dem Desktop inzwischen einen Marktanteil von rund 57 Prozent. Mehr als die Hälfte der weltweiten Internetnutzung findet also über den Chrome Browser statt. Damit lassen sich sehr genaue statistische Aussagen über jede einzelne Website treffen. Diese Daten sind für Google deutlich wertvoller als Daten von Google Analytics. Jede Website, die nicht Analytics verwendet, wäre eine Black Box für Google. Chrome liefert umfangreiche Statistiken zu jeder Website.

    Die Nutzersignale in Form von tatsächlichen Klicks auf Links können langfristig wahrscheinlich auch schlecht durch Klickroboter gefälscht werden. Die Daten sind Nutzerprofilen zugeordnet und Google kann bewerten wie vertrauensvoll ein Nutzer ist. Bei My Activity werden auch Daten über den Standort angezeigt, über die Nutzung von Gmail, der Suche, verwendete Geräte, Google Now, Google Dokumenten und Tabellen, Aufruf von Seiten hinter einem Login usw. Anhand dieser Daten sollte sich ein Mensch von einem Roboter leicht unterscheiden lassen.

    Fazit

    Wir haben schon lange vermutet, dass Google mit dem Chrome Browser messen kann, wie häufig ein Link tatsächlich angeklickt wird und unnatürliche Links entsprechend abwertet. Mit den Daten von My Activity liegt nun der Beweis vor, dass der Chrome Browser die Nutzersignale tatsächlich an Google sendet. Jeder SEO sollte davon ausgehen, dass Links, die nicht geklickt werden, langfristig auch keinen Wert für das Ranking besitzen. Das gilt um so mehr, wenn man sich die Erfolge von Google beim Kampf gegen Linkspan in den letzten Jahren anschaut. Die Verwendung der Nutzersignale aus dem Google Chrome Browser sind eine sehr gute Erklärung dafür. 

    sistrix.de