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  • IndexWatch 03/2016

    Mai 8, 2016 7:22 am - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Wie gewohnt blicken wir auch zu Anfang diesen Monats auf den deutschen Suchmarkt und haben die interessanten Veränderungen bei den Gewinner- und Verlierer-Domains im SISTRIX Sichtbarkeitsindex kurz kommentiert. Diese Ausgabe des SISTRIX IndexWatch betrachtet rückwirkend die Entwicklung von Domains im Monat Februar 2016.

    Neuigkeiten seitens Google & neues Amazon-Tool von SISTRIX

    Der Suchmaschinenbetreiber aus Mountain View hat im vergangenen Monat eine umfangreiche nennenswerte Änderungen vorgenommen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um ein Google Update im klassischen Sinne.

    Layout der Suchergebnisseite zugunsten Google AdWords geändert

    Die organischen (SEO) Suchergebnisse werden immer schwieriger zu erkennen und sind meist nicht mehr im direkt sichtbaren Bereich anzutreffen. Dabei kommt es natürlich etwas auf die Bildschirmgröße an. Auf meinem 30-Zöller waren die organischen Ergebnisse bei einer lokalen Suchanfrage nur noch knapp ersichtlich (Bild).

    Google ist dazu übergegangen und zeigt (Bild) bei transaktionalen Suchbegriffen mit überdurchschnittlichen Wettbewerb nun vier AdWords-Anzeigen über den organischen Rankings an. Rechts befinden sich nun immer die Google Shopping Ergebnisse, die sogenannten Product Listing Ads.

    Bei informellen Keywörtern wird der Google Shopping Block anstellen der vier Adwords-Anzeigen eingeblendet (Bild). Hin und wieder wird darunter noch eine Anzeige ausgespielt.

    Artur hat sogar einen vermeindlichen Test ausfindig gemacht (Bild), bei dem die Kennzeichnung der Adwords-Anzeigen kaum mehr gegeben ist.

    Unter dem Strich eine spannende Sache, muss doch Google jährlich seine Erlöse durch Anzeigenschaltungen erhöhen. Auch darf gemunkelt werden, ob all dies nicht auch etwas mit Facebook oder Apple zu tun hat.

    AMP steht für Accelerated Mobile Pages

    „AMP“ ist die Kurzversion für „Accelerated Mobile Pages“ und soll das schnelle Laden mobiler Websites auch bei sehr langsamen Datenverbindungen ermöglichen. AMP ist ein Open-Source Projekt von Google und Twitter. Eine Website die AMP nutzt, besteht aus vereinfachten CSS-Regeln und nahezu keinen dynamischen Inhalten, da die reguläre JavaScript-Funktionalität entfernt wird. Somit wird die Quellcodegröße drastisch reduzierte und die zu ladenden Ressourcen auf ein Minimum beschränkt. Google speichert alle AMP-Seiten auf lokalen Caching-Servern, um den anfragenden Clients den kürzesten Abrufweg zu ermöglichen. Die ersten Websites, welche AMP unterstützen, wurden jetzt in der mobilen Suche bei Google in einem News-Carousel optisch ausgezeichnet (Bild).

    In eigener Sache: SISTRIX bietet neues Amazon-Tool

    Amazon SEO ist eine spannende Sache und erfreut sich in Deutschland einer immer größer werdenden Beliebtheit. Viele kommen über das Thema FBA auf den Geschmack und benötigen auf kurz oder lang professionelle Tools mit validen Daten.

    SISTRIX Amazon SEO-Tool

    Bereits zu Anfang diesen Jahres haben wir im Januar unser Amazon Keyword Tool vorgestellt. Das Feedback war durchweg positiv, sodass wir uns schon freuen das neue Amazon Product Research Tool veröffentlichen zu können. Eine Beta-Anmeldung ist bereits hier möglich.


    Gewinner-Domains des Monats Februar 2016

    Beginnen wir aber nun mit den Gewinnern im IndexWatch. Dies sind jene Domains, welche im Verlaufe des Monat Februar den größten Zuwachs im SISTRIX Sichtbarkeitsindex verzeichnen konnten.

    Gewinner-Domains des Monats Februar 2016
    # Domain Veränderung Daten
    1 zara.com +60,47%
    2 kachelmannwetter.com +60,47%
    3 zonealarm.com +60,41%
    4 tchibo.com +57,53%
    5 vaude.com +48,55%
    6 asklepios.com +47,64%
    7 softonic.com +46,86%
    8 verbraucherzentrale.nrw +43,91%
    9 weightwatchers.com +39,11%
    10 linsenplatz.de +36,81%
    11 mehr.de +33,59%
    12 messe-stuttgart.de +31,05%
    13 instyle.de +22,17%
    14 skiamade.com +21,84%
    15 netto-online.de +21,28%
    16 pcspezialist.de +18,38%
    17 pkw.de +18,24%

    Genesung nach Ranking-Kuddelmuddel bei Zara

    Das Textilunternehmen Zara erholt sich in raschen Zügen von einem Abfall im Sichtbarkeitsindex.

    Vor gut sechs Wochen musste man noch einen Verlust von mehr als zwei Drittel in der Sichtbarkeit hinnehmen. Dieser Umstand ist vermutlich auf eine Umstellung bei den rankenden URLs und deren Position in der Google-Suche zurückzuführen.

    Viele Rankingverläufe folgen dem gleichen Muster. Hier exemplarisch der Rankingverlauf zum Keyword [damenröcke].

    Eine stabil rankende URL wird auf den Suchergebnisseiten durch eine URL aus dem /sale/-Verzeichnis getauscht. Darauf fällt die Rankingposition um ganze zwei bis drei Seiten, bis nach einigen Wochen wieder die „alte“ UR zurückkehrt. In der Vergangenheit ist dies schon einmal vorgekommen, wie man anhand der unteren Tabelle im Rankingverlauf sehen kann.

    Ob dieses Vorgehen System hat und warum man so verfährt, konnte ich leider nicht feststellen.

    Computersicherheitslösung ZoneAlarm konsolidiert Länderdomains

    Die nach eigenen Angaben kostenfreie und Preisgekrönte Firewall- und Anti-Virus-Software ZoneAlarm ist mindestens so ein Internet-Urgestein wie WinRAR – dessen Trial-Version niemals endete.

    Man ist nun dazu übergegangen die deutsche ccTLD zonealarm.de aufzugeben und auf dem internationalen Angebot unter zonealarm.com/de/ zu integrieren.

    Hier scheint es noch irgendwo zu klemmen. Zwar wurde ein Großteil aller URLs von zonealarm.de erfolgreich weitergeleitet, jedoch weisen einige keine Weiterleitung auf. Beruhigend jedoch, dass die Länderkennzeichnung mittels hreflang keinen Fehler aufwies.

    Server Response 403 Forbidden beim Webseitenaufruf ohne Host www.

    Obwohl die Sichtbarkeit des Klinikverbunds Asklepios nach einer längeren Talfahrt nun wieder emporgeschossen ist, plagt die Website ein schwerwiegender technischer Fehler.

    Versucht ein Nutzer oder auch der Google-Bot die Website von Asklepios ohne www. Hostnamen aufzurufen, also http://asklepios.com, kommt er nicht zum Ziel. Der Webserver antwortet mit dem Fehlercode 403 „Forbidden“ – die DNS-Adresse des Server kann nicht aufgelöst werden. Das kostenlose Tool URI Valet gibt hierbei schnell und unkompliziert den HTTP-Statuscode zurück.

    Es ist schon nicht ganz optimal seine Website mit und ohne www. aufrufbar zu machen, aber eins von beiden nicht zu bedienen ist weitaus schlimmer.

    Falls du dich schon einmal gefragt hast, ob Google HTML-Seiten und PDF-Dokumente unterschiedlich verarbeitet, so geben die wertvollsten Rankings dieses Domain die Antwort:

    Die besten Rankings zu Keywörtern mit wenig bis moderaten Suchvolumen bekommt diese Domain durch ihre PDF-Dokumente, welche Google in den Verzeichnissen /asklepiosCMS/ und /upload/ finden und lesen darf.

    Die Antwort auf die Frage, ob Google ein PDF-Dokument anders behandelt als ein HTML-Dokument wäre demnach „nein“. Google ließt PDFs, als wäre es eine statische HTML-Seite. Unsere SEO-Wissensdatenbank Frag SISTRIX verrät dir im Übrigen auch, ob PDF-Dokumente einer HTML-Seite zu einem Duplicate Content-Problem führen können.

    Regio-TLD nicht Schuld am schlechten Ranking nach Domainumzug

    Aufmerksame Leser der letzten IndexWatch-Ausgabe wissen bereits, dass sogenannte regio- oder geo-TLDs noch keinen direkten, klaren Fokus auf eine geographische, geopolitische, oder sprachliche Ausrichtung haben, diese aber in Zukunft erlangen können.

    Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hatte die schicke Regio-TLD verbraucherzentrale.nrw als Ziel ihres Domainumzuges gewählt. Bereits zu Beginn der Umstellung war ich jedoch wenig optimistisch, was den Erfolg der Aktion anging.

    Die gewählte Regio-TLD ist nicht Schuld an diesem Ausgang. Die ungerichteten Weiterleitungen auf nicht existente URLs schon eher.

    Eine bessere Peformance kann das amerikanische Unternehmen Weight Watchers hinsichtlich ihres Domainumzuges aufweisen.

    Auch mobil konstanter Sichtbarkeitsgewinn für Fashion-Magazin

    Dank der Dokumentation der Sichtbarkeits-Entwicklung mit Ereignis-Pins kann ich jetzt diese Zeilen schreiben 🙂 Das Fashion-Magazin InStyle.de unternahm Ende November letzten Jahres einen Relaunch.

    Lässig, bildgewaltig, großzügig – mit allen Voraussetzungen für ein innovatives, abwechslungsreiches Storytelling und dabei selbstverständlich fully responsive. Als Trend- und Styling-Instanz präsentiert InStyle hochwertigen und relevanten Content, der durch die cleane Optik immer im Vordergrund steht. Die strukturierte Userführung mit enger Social Media Vernetzung lädt instyle.de-User zum Entdecken, Konsumieren und Teilen der Inhalte ein – egal auf welchem Endgerät.

    So verkündete es Burda Media. Der Desktop, als auch der Mobile-Sichtbarkeit, hat dies keinen Abbruch getan. In den vergangenen drei Monaten konnte das Portal knapp einen Punkt im Sichtbarkeitsindex zulegen.

    Lebensmitteldiscounter überrascht mit solidem organischen Wachstum

    Ich war zugegebenermaßen positiv überrascht, als ich die Performance des Netto Marken-Discounts sah. Der Lebensmitteldiscounter und Tochterunternehmen von Edeka kann einen soliden Aufwärtstrend im SISTRIX Sichtbarkeitsindex vorweisen.

    Ungeachtet der wirtschaftlichen Verwobenheit der einzelnen Marken ist das Wettbewerbsverhältnis auf den Suchergebnisseiten von Google spannend.

    Ein spannendes Rennen hinsichtlich der Zehn-Punkte-Marke. Eindeutig dominierend ist der größte Discounter in Europa und nach Aldi der zweitgrößte weltweit – Lidl.

    Zurück zu Netto. Das zweit wertvollste Verzeichnis der Domain ist die Weinwelt. Hätte ich gar nicht vermutet.

    Ein Blick auf die interessanten Rankings des Verzeichnisses gibt Aufschluss darüber, dass hier gekonnt auch Rezeptvorschläge untergebracht sind. Eine schöne inhaltliche Erweiterung der „Weinwelt“ und auch vollkommen passend. Schließlich gehören Wein und gutes Essen zusammen 🙂


    Verlierer-Domains des Monats Februar 2016

    Kommen wir zu den Verlierern. Dies sind jene Domains, welche im Verlaufe des Monat Februar den größten Verlust im SISTRIX Sichtbarkeitsindex hinnehmen mussten.

    Verlierer-Domains des Monats Februar 2016
    # Domain Veränderung Daten
    1 kraemer-pferdesport.de -92,07%
    2 femibion.de -84,38%
    3 bbraun.de -60,83%
    4 almased.de -43,95%
    5 seb.de -41,14%
    6 ansmann.de -40,26%
    7 hockeyweb.de -32,18%
    8 nick.com -31,33%
    9 viagogo.de -30,82%
    10 viva.tv -30,49%
    11 siemens.de -30,19%
    12 norderney.de -30,18%
    13 vhv.de -29,82%
    14 berlitz.de -28,27%
    15 raab-verlag.de -26,96%
    16 fawas.de -25,53%
    17 daenischesbettenlager.de -21,19%

    Veränderungen der drei größten Verlierer kurz kommentiert

    Mindestens 60% und teils über 90% Verlust in der Sichtbarkeit mussten die drei größten Verlierer-Domains hinnehmen. Was hat es damit auf sich?

    Domain kraemer-pferdesport.de

    Die Marke Krämer hat sich zu 100% dem Pferdesport verschrieben. Der zugehörige Onlineshop führt nach eigenen Angaben mehr als 25.000 Reitsportartikel und Reitzubehör von über 100 Marken. Anfang Februar entschied man sich den Domainnamen zu wechseln, beziehungsweise zu kürzen.

    Der Umzug von kraemer-pferdesport.de zu kraemer.de scheint gut zu funktionieren. Anhand der exemplarischen Ranking-Entwicklung zum Keyword [turnierjacket] ist ein Wechsel der rankenden Domain gut zu erkennen.

    Domain femibion.de

    Der Inhalt der deutschen Country Code Top-Level Domain, abgekürzt auch ccTLD genannt, femibion.de wurde in das Angebot der international ausgerichteten Domain femibion.com integriert.

    Auch wenn der Domainwechsel erst knapp zwei Wochen jung ist, so scheint es doch irgendwo zu klemmen. Zwar wurden alle URLs der Domain femibion.de mit 301-Weiterleitungen versehen, dies jedoch nicht zielgerichtet. Einfachheitshalber leitet man nahezu alles und jeden auf die Startseite des deutschsprachigen Verzeichnisses www.femibion.com/de_DE/home.html weiter. Hoffentlich wird dieser Umstand schnellstmöglich behoben, denn es wäre schade um den zuvor schönen langfristigen Trend im Sichtbarkeitsindex.

    Domain bbraun.de

    Das deutsches Pharma- und Medizinbedarfs-Unternehmen mit Sitz in Melsungen im Schwalm-Eder-Kreis in Hessen, die B. Braun Melsungen AG, hat seiner Website ein SSL-Zertifikat spendiert.

    Anhand des Sichtbarkeitsindex ist sogar zu erkennen, dass die Rankings der Domain bereits im Jahr 2014 kurzzeitig auf der HTTPS-Version des Inhalts verweisen. Ob dies damals lediglich ein Versehen war oder man die Umstellung aufgrund technischer Fehler zurücknehmen musste, kann nur spekuliert werden.

    Im Zuge der HTTPS-Umstellung wurden auch die URL-Strukturen der Website etwas benutzerfreundlicher. Google ist in der Regel recht gut darin, die neue URL eines relevanten Inhalts selbst zu ermitteln. Seitenbetreiber sollten aber nichts dem Zufall überlassen und einen Website-Relaunch niemals ohne 301-Weiterleitungen durchführen und auch die Richtigkeit sowie deren Funktion testen.

    Letzteres ist hier leider nicht geschehen. Beispielsweise leitete die alte URL www.bbraun.de/cps/rde/xchg/bbraun-de/hs.xsl/products.html?prid=PRID00000578 nicht auf das neue Ziel www.bbraun.de/de/products/b0/omnifix-solo.html weiter. Kommt dies häufiger vor, besteht die Gefahr Google zu verwirren und den Prozess unnötigerweise in die Länge zu ziehen.

    Weiterleitungen vererben nämlich relevante Metriken auf ihre Ziel-URL. Ohne diese hauseigene „Empfehlung“ ranken die neuen URLs in der Regel immer schlechter als ihre Vorgänger. Vorausgesetzt natürlich, dass Google die neue URL bereits selbst herausgefunden hat 😉

    Duplicate Content und Fehlkonfiguration der Website am Sichtbarkeitsindex erkennen

    Der SISTRIX Sichtbarkeitsindex ist ein gutes Werkzeug, um Duplicate Content erkennen zu können. Oft weisen die in einer Regelmäßigkeit auftretenden Wellenbewegungen oder Zick-Zack Muster in einem Sichtbarkeitschart auch auf eine Fehlkonfiguration der Website hin.

    Die Staatsbad Norderney GmbH ist die offizielle Tourismus-Organisation des ältesten Nordseeheilbades der Norderney und betreibt die Informationswebsite norderney.de, welche beim Aufruf ungefragt Musik ertönen lässt. (!)

    Ein Blick auf die exemplarische Ranking-Ewnticklung zum Keyword [ferienwohnung norderney] lässt bereits die mögliche Ursache für die Schwankungen im Sichtbarkeitsindex erahnen.

    Auf den Suchergebnisseiten von Google rankt die Domain mal mit und mal ohne HTTPS-Protokoll. Seitenbetreiber sollten sich für eine Variante entscheiden und auch Google über die Seach Console den bevorzugten Aufruf der Domain mitteilen.

    Vorausgesetzt man nutzt den Apache Webserver mit aktiviertem mod_rewrite-Modul, so kann mit den folgenden Zeilen in der .htaccess-Datei die Verwendung von SSL „erzwungen“ werden:

    RewriteEngine On
    RewriteCond %{HTTPS} !on
    RewriteRule (.*) https://%{HTTP_HOST}%{REQUEST_URI} [R=301,L]
    

    Fit ins neue Jahr: Mit knackig neuen URL-Strukturen

    Die VHV Versicherungen haben im Dezember vergangenen Jahres ihre alten URL-Strukturen in Rente geschickt und durch schlankere sowie griffigere einheitliche Ressourcenanzeiger (URLs) ersetzt.

    Der rote Pfeil markiert den Zeitraum der Umstellung. Durch die Bank weg ist hier alles glatt gelaufen. Gut möglich, dass die knackigeren URLs in Zukunft auch einem allgemein besseren Ranking dienlich sind. Zudem hat man möglicherweise auch einige Seiten zusammengelegt. Daraus lässt die gesunkene Anzahl der rankenden URLs der Domain schließen. Die Anzahl rankender Keywörter ist hingegen nur marginal gefallen und hat sich auch schon wieder ein wenig gebessert.

    Trendumkehr beim führenden Handelsunternehmen für Matratzen

    Das DÄNISCHES BETTENLAGER ist nach eigenen Angaben eines der führenden Handelsunternehmen für Matratzen, Oberbetten, Kissen, Möbel, Einrichtungsgegenstände und Wohnaccessoires in Europa. Der Sichtbarkeitsindex der Domain konnte seit dem Jahr 2013 einen nachhaltigen Aufwärtstrend aufweisen, welcher sich leider inmitten des vergangenen Jahres in einen scheinbar kurz- bis mittelfristigen Abwärtstrend umwandelte.

    Scheinbar ist dieser Umstand auf eine Verkettung unglücklicher Umstände zurückzuführen. Anhand der rankenden URLs zum Keywort [jalousien] ist bereits erkennbar, dass hin und wieder der Filter-Parameter ?limit=all mit aufgeführt wird. In der Regel möchte man das Crawlen und Indexieren solcher Get-Parameter verhindern. Dies allein verleitete die Domain jedoch nicht in einen Abwärtstrend.

    Beim Aufruf der rankenden URL zum Keyword [jalousien] http://www.daenischesbettenlager.de/shop/fuer-alle-raeume/jalousien.html bemerkte ich, dass mein Browser-Plugin „Redirect Path“ von Ayima (Chrome) ansprang und mich auf eine URL-Weiterleitung hinwies.

    Ich staunte nicht schlecht. Die Website hatte seiene URL-Strukturen überarbeitet und die neue Ziel-URL für meine Jalousien-Landingpage ist nun http://www.daenischesbettenlager.de/haushalt-deko/gardinen-rollos-plissees/jalousien. Durch das Einrichten einer 301-Weiterleitung hat man die technischen Vorkehrungen auch gut gelöst. Allerdings wollte man im gleichen Schachzug auch von HTTP auf HTTPS wechseln. Dies kann man durchaus machen, dann aber bitte richtig.

    Anhand des Plugins ist es leicht erkennbar, da farblich orange hinterlegt, dass die zweite Weiterleitung auf die SSL-URL https://www.daenischesbettenlager.de/haushalt-deko/gardinen-rollos-plissees/jalousien für Google nicht permanent (301) sondern lediglich als temporär (302), also vorübergehend, anzusehen ist. Hier wird also bei der zweiten Weiterleitung der falsche HTTP-Statuscode für die Weiterleitung genutzt und Google geht davon aus, die Domain wäre nur temporär mit einem SSL-Zertifikat versehen. Dies erklärt auch, warum die rankende URL nicht gegen die neue ausgetauscht wurde. Ein schwerwiegender technischer und struktureller Fehler, der den Abwärtstrend eingeleitet oder zumindest verstärkt haben könnte.


    Damit schließt sich dieser IndexWatch, bis zum nächsten Mal.

     

    sistrix.de

  • Vermessung von Amazon: die Händler

    Mai 7, 2016 1:07 pm - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Amazon ist fast täglich in den Schlagzeilen: ob es die Lieferung innerhalb weniger Stunden, eine eigene Flugzeugflotte oder Streiks in den Versandzentren sind – die Medien berichten gerne und ausführlich über den wichtigsten Versandhändler in Deutschland.

    Auch wir beschäftigen uns seit letztem Jahr intensiver mit Amazon. Nach den zwei kleinen kostenlosen Tools zur Keyword- und Produkt-Recherche möchte ich in einer Reihe von Blogpostings nun gerne Auswertungen zu Amazon zeigen. Zum Start heute mit Daten zu den Händlern, die im Rahmen des Marketplace-Programms Waren auf Amazon.de anbieten.

    Los geht es mit der Anzahl der aktiven Marketplace-Verkäufer auf amazon.de, die unser Crawler in den letzten 4 Wochen gefunden hat:

    amz-merchant-01

    Diese 57.306 Händler sind in den letzten vier Wochen bei einem der von uns überwachten Produkte erschienen. Da die reine Anzahl an Händlern noch wenig aussagekräftig ist, schauen wir uns als nächstes an, wie viele unterschiedliche Produkte diese Händler eigentlich anbieten. Lässt man sich die Anzahl der Händler und deren angebotene Produkte in einem Diagramm anzeigen, wird es schnell unübersichtlich. Daher habe ich die Händler in verschiedene Klassen anhand der Anzahl der angebotenen Produkte eingeteilt:

    amz-merchant-02

    Gut zu sehen, dass die meisten aktiven Händler nur sehr wenige Produkte im Sortiment haben. 22 Prozent der Händler sogar nur maximal 10 Produkte. Mehr als die Hälfte aller Amazon-Händler (53%) haben maximal 100 Produkte im Angebot. Nur 16% der Marketplace-Händler haben mehr als 1.000 Produkte im Sortiment. In der nächsten Auswertung geht es um die Ursprungsländer dieser Händler:

    amz-merchant-03

    Nur knapp die Hälfte aller aktiven Marketplace-Händler auf amazon.de sitzen derzeit in Deutschland. Auf Platz zwei folgt das Vereinigte Königreich mit 18,3% der Händler und danach bereits China mit 8,4%. Der geringe Anteil der Händler aus Deutschland überrascht auf den ersten Blick, wird aber durch Auswertungen wie diese von wortfilter.de bestätigt. Trotzdem zeigen diese Zahlen nur die halbe Wahrheit: alle Händler haben, unabhängig von ihrem Absatz und Angebot den gleichen Einfluss auf diese Auswertung. Um dies zu korrigieren, habe ich diese Auswertung erneut gemacht – dieses Mal allerdings gewichtet mit der Anzahl der Händlerbewertungen. Diese können als grober und genereller Maßstab für den Absatz der Händler angesehen werden:

    amz-merchant-04

    Hier zeigt sich ein deutlich anderes Bild: gewichtet nach der Anzahl an Händlerbewertungen machen Händler aus Deutschland 85 Prozent des Marketplace-Handels aus. Danach folgen das Vereinigte Königreich mit rund 5%, die USA mit 2% sowie die Schweiz mit 1,5%. China liegt in dieser Auswertung erst auf Position 5 mit nur noch 1,4%. In der nächsten Auswertung geht um die Händlerbewertungen: wie häufig werden positive, neutrale und negative Feedbacks vergeben?

    amz-merchant-05

    Von den rund 80 Millionen gemessenen Händlerfeedbacks sind fast 97% positiv. Nur 1,5% der Feedbacks sind neutral und nur wenig mehr, 1,6%, der Händlerfeedbacks sind negativ. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich, dass sich Händler gar keine andere Bewertung als „positiv“ leisten können. Als abschließende Auswertung habe ich diese Verteilung nun ebenfalls auf die Händlerländer heruntergebrochen (Vorsicht, die Skala fängt oben erst bei 90% an):

    amz-merchant-06

    Auffällig ist, dass es für Händler aus UK und den USA deutlich häufiger neutrale Bewertungen gibt, während Händler aus Frankreich und China überdurchschnittliche viele negative Bewertungen erhalten. Dass der Handel aus dem Ausland kein generelles Qualitätsproblem darstellen muss, zeigen Händler aus der Schweiz mit überdurchschnittlich viel positivem und unterdurchschnittlich wenig negativem Feedback.

    Soviel vorerst zu meiner Auswertung der Händler auf Amazon. Weitere Auswertungen erscheinen künftig hier im Blog sowie kommenden Freitag mit Live-Johannes-Anteil auf der AMZCON in Köln. Wer selber Zugriff auf solche Daten haben möchte, der kann gerne an der kostenlosen Beta-Phase unserer neuen Amazon-Analyse teilnehmen. Ich freue mich über Feedback 🙂

    sistrix.de

  • IndexWatch 04/2016 & 05/2016

    Mai 6, 2016 7:10 pm - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. In dieser Ausgabe des SISTRIX IndexWatch haben wir die Veränderungen auf dem deutschen Suchmarkt analysiert und nach interessanten Veränderungen bei den Gewinnern und Verlierern im SISTRIX Sichtbarkeitsindex Ausschau gehalten. Das Besondere: Wir fassen ausnahmsweise die beiden Monate März und April zusammen.

    In den vergangenen acht Wochen hat sich viel getan. Der SISTRIX Optimizer hat ein nagelneues weltweites Ladezeiten-Monitoring und Uptime-Überwachung spendiert bekommen. Seit Mitte März ist es in der Toolbox möglich, die Rankings zu über 1.000.000 Keywords im google.com.tr Index zu prüfen und Mitte April integrierten wir die Majestic Backlink-Daten.

    Kürzlich erweiterten wir dann noch die Keyword-Daten für das Vereinigte Königreich auf über 11 Millionen und haben die Übernahme von SEOlytics bekannt gegeben.

    Google rollte derweil die sogenannten „Featured Snippets“ (Antwortboxen) in 10 europäischen Ländern aus.

    Gewinner-Domains des Monats März 2016

    Beginnen wir aber nun mit den Gewinnern im IndexWatch. Dies sind jene Domains, welche im Verlaufe des Monat März den größten Zuwachs im SISTRIX Sichtbarkeitsindex verzeichnen konnten.

    Gewinner-Domains des Monats März 2016
    # Domain Veränderung Daten
    1 zonealarm.com +73,27%
    2 bento.de +60,56%
    3 lrworld.com +53,02%
    4 goeuro.de +52,27%
    5 beuth.de +37,36%
    6 pinterest.com +36,57%
    7 its.de +29,69%
    8 auctionata.de +28,27%
    9 blackberry.com +25,46%
    10 avira.com +24,92%

    Bei Relaunch oder Konsolidierung die Backlinks nicht vergessen

    Bereits im vergangenen IndexWatch 03/2016 thematisierte ich kurz die Konsolidierung der Länderdomains von ZoneAlarm. Leider ist die Bündelung aller Sprachverzeichnisse unter der generischen zonealarm.com-Domain nur von mäßigen Erfolg gekrönt. Für die deutschen Inhalte sieht es derzeit wie folgt aus:

    Vergleich der Sichtbarkeit ZoneAlarms nach Konsolidierung

    Bis jetzt hat man es nicht geschafft, gewusst oder für notwendig erachtet, auch die eigenen Produktseiten, welche über viele wertvolle Backlinks verfügen, auf die neue Länderdomain weiterzuleiten. Dies ist vergleichbar mit einem Nachsendeauftrag bei der Deutschen Post, den man einfach nicht in Auftrag gibt, obwohl man beispielsweise seinen Hauptwohnsitz von Köln nach Bonn verlegt hat.

    Verlinkte Seiten der Domaine zonealarm.de

    Im Link-Modul der SISTRIX Toolbox können wir mit nur einem Klick für die Domain zonealarm.de die Erreichbarkeit der am besten verlinkten Landingpages testen. Da der Webseiten-Betreiber die Inhalte von zonealarm.de nach zonealarm.com/de/ umgezogen hat, sollten in diesem Falle alle URLs den HTTP-Statuscode 301 zurückgeben. Demnach fehlt noch immer für alle Grün markierten Seiten der „Nachsendeauftrag“.

    • http://www.zonealarm.de/security/de/zonealarm-antivirus-software.htm
      • Sollte mittels einer 301-Weiterleitung auf die neue Zielseite
    • http://www.zonealarm.com/de/software/antivirus-firewall/
      • verweisen. Andernfalls verschenkt man das Ranking-Potenzial der neuen Domain.

    Auf den Suchergebnisseiten bei Google sieht es derzeit wie folgt aus: Die alte Domain zonealarm.de besitzt aufgrund von fehlenden Weiterleitungen gute Rankings. Diese stehen der neuen .com-Domain deutlich im Wege.

    Ranking Opportunity ZoneAlarm

    Im SEO-Modul lassen sich alle Rankings einer Domain mit den Positionen der Wettbewerber schnell vergleichen. Hier ist jedoch der Seitenbetreiber selbst sein eigener Wettbewerb.

    Obacht bei der Verwendung eines SSL-Zertifikats ist geboten

    Die Bereitstellung seiner Website auf Basis des sicheren Hypertext-Übertragungsprotokoll HTTPS bietet vielerlei Vorteile. Zwar gilt ein SSL-Zertifikat als Rankingfaktor bei Google und ist der domainweiten Qualitätsbewertung dienlich, jedoch schafft es vor allem Vertrauen auf Seiten des Nutzers und schützt die Datenübertragung.

    Bei der Verwendung eines SSL-Zertifikats ist allerdings Obacht geboten, wie die folgenden Beispiele belegen:

    HTTPS immer als dauerhaften Zustand kommunizieren

    Fällt ein Seitenbetreiber die Entscheidung künftig seinen Datenverkehr zu verschlüsseln, ist die erste richtige Entscheidung getroffen. Wird die Website künftig mittels HTTPS bereitgestellt, so wäre dies als dauerhafter Zustand wünschenswert. Für die Nutzer, als auch für Google gleichermaßen.

    Unter keinen Umständen sollte man bei der Umstellung von HTTP auf HTTPmit einer temporären 302-Weiterleitung arbeiten! Der Wechsel von HTTP auf HTTPS ist im Grunde nichts anderes als ein Website-Relaunch, bei dem sich das Protokoll jeder URL ändert. Demnach müssen auch in diesem Szenario dauerhafte 301-Weiterleitungen gesetzt werden.

    Das die Adresszeile trotz der Verwendung eines SSL-Zertifikats nicht grün markiert und mit einem Schloss-Symbol gekennzeichnet ist, liegt an dem nicht mehr unterstützen SHA1-Algoritmus, welcher bei der Zertifikatserstellung verwendet wurde. Ein nicht validierendes SSL-Zertifikat wird seitens Google wie eine nicht vorhandene Verschlüsselung gewertet.

    HTTPS als Default-Variante ausspielen

    Kürzlich stellte der Beuth Verlag seine Website beuth.de auch über das sichere Hypertext-Übertragungsprotokoll HTTPS bereit. Google hat diese Umstellung bis jetzt gut angenommen, wie man dem Sichtbarkeitsindex entnehmen kann.

    Im Zuge der HTTPS-Umstellung ist es unerlässlich sich zu entscheiden, über welches Protokoll die Inhalte der Website vorzugsweise abgerufen werden sollen. Klar sollte die Entscheidung hier zu Gunsten HTTPS ausfallen. Der Seitenbetreiber teilt dies Google unmissverständlich mit, indem beispielsweise mittels mod_ReWrite beim Apache Webserver folgende Direktive gesetzt wird:

    RewriteEngine On
    RewriteCond %{HTTPS} !on
    RewriteRule (.*) https://%{HTTP_HOST}%{REQUEST_URI} [R=301,L]
    RewriteCond %{HTTP_HOST} !^www\.domain\.de$   [NC]
    RewriteRule ^(.*)$   https://www.domain.de/$  1 [L,R=301]
    

    Zusätzlich sollte in der Google Search Console die Website als HTTPS-Property registriert werden und die XML- sowie HTML-Sitemap auf Basis der HTTPS-URLs neu erstellt werden.

    Bei der Domain beuth.de besteht hier noch Nachholbedarf, denn weder Google noch der Nutzer wird derweil auf die HTTPS-Version weitergeleitet.

    Langfristig kann die zu einem echten Problem werden, wie uns das folgende Beispiel zeigt.

    Duplicate Content durch HTTPS vermeiden

    Ein aufgespannter Regenschirm in verschiedenen Formen ist das traditionelle Zeichen des deutschen Software-Herstellers Avira und dessen Hauptproduktes Avira Antivirus. Unter der Domain avira.com/de/ ist das deutschsprachige Angebot zu finden. Auch hier stellt man Nutzer und Google die Inhalte über HTTPS bereit. Dies sogar schon etwas länger. Leider hat man es bis dato noch nicht geschafft, beim Aufruf einer HTTP-URL auf ihr jeweiliges verschlüsseltes HTTPS-Pendant weiterzuleiten.

    Eigens geschaffener interner Duplicate Content ist die Folge, dessen Auswirkung auf das Google-Ranking der Domain anhand des Sichtbarkeitsindex schnell erkennbar ist.

    Munter wechseln sich die rankenden URLs untereinander ab. Einige Wochen werden die unverschlüsselten Inhalte (HTTP) auf den Suchergebnisseiten angezeigt, dann sind es plötzlich für einige Wochen wieder die HTTPS-Varianten. Da Google Kontinuität und Beständigkeit liebt, können hierdurch auch die einzelnen Keyword-Rankings mitunter stark fluktuieren.


    Verlierer-Domains des Monats März 2016

    Größere Verluste in der Sichtbarkeit mussten folgende Domains im Monat März hinnehmen.

    Verlierer-Domains des Monats März 2016
    # Domain Veränderung Daten
    1 was-wir-essen.de -95,46%
    2 babylon.com -68,85%
    3 planet-liebe.de -57,14%
    4 stadtbranchenbuch.com -42,07%
    5 pandora.net -40,75%
    6 wolf-garten.de -36,89%
    7 einslive.de -32,92%
    8 romantikhotels.com -31,89%
    9 toggo.de -29,92%
    10 aok.de -25,31%

    Temporäre Weiterleitungen führen zu temporären Rankings

    Das Portal was-wir-essen.de bot nach eigenen Angaben Wissenswertes rund um Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz. Scheinbar möchte man die Inhalte der Domain nun lieber in das Angebot des aid Infodienstes integrieren, der zuvor schon das Portal betreute.

    Macht auch nur Sinn, hatten sich die eigenen Angebot in der Vergangenheit stellenweise selbst kannibalisiert. Damit das Vorhaben langfristig von Erfolg gekrönt ist, sollten allerdings alle URLs nicht nur temporär (HTTP-Statuscode 302) sondern dauerhaft (HTTP-Statuscode 301) entsprechend weitergeleitet werden. Andernfalls sind die Rankings bei Google ebenfalls als temporär anzusehen.

    Westdeutscher Rundfunk konsolidiert seine Radio-Angebote

    Der Westdeutscher Rundfunk (WDR) fasst seine Radio-Angebote, welche bislang unter den eigenständigen Domains einslive.de, wdr4.de oder auch wdr5.de angeboten wurden, zusammen und gliedert sie unter dem Hostnamen http://www1.wdr.de/.

    • einslive.de => www1.wdr.de/radio/1live/
    • wdr4.de => www1.wdr.de/radio/wdr4/
    • wdr5.de => www1.wdr.de/radio/wdr5/

    Der Netto-Gewinn des Radio-Verzeichnisses unter www1.wdr.de fällt entsprechend hoch aus.

    Für die Konsolidierung der Angebote stand unter anderen der Wechsel auf ein neues Content-Management-System (CMS) wodurch alle Inhalte der unterschiedlichen Radiosender zentral verwaltet werden können.

    In Q4 letzten Jahres sorgte bereits der Relaunch des WDR-Wissenschaftsmagazin „Planet-Wissen“ für ein leichtes Stirnrunzeln unter den SEOs. Wichtige 301-Weiterleitungen wurde gar nicht geschaltet. Erst als nach drei Monaten ein signifikanter Teil des Traffics ausblieb und dies spürbare Konsequenzen gehabt hätte, widmete man sich dem Thema.

    Gesundheitskasse verliert nach Relaunch ordentlich Sichtbarkeit

    Die neue Website der Gesundheitskasse AOK ist online. Das Versicherungsportal präsentiert sich übersichtlich und gut strukturiert. Allerdings nur auf den ersten Blick. Setzt man die SEO-Brill auf, sieht es schon ganz anders aus.

    Die Nutzer erwartet ein komplett neu gestalteter Auftritt, der den Bedürfnissen nach schneller Auffindbarkeit von Themen, präzisen Informationen und Mobilfähigkeit gerecht wird.

    So führt es Thomas Sleutel, Geschäftsführer Markt und Produkte beim AOK-Bundesverband aus.

    Der Fokus liege klar auf den Kernthemen der AOK: Kontakt, Leistungen und Gesundheit. Dem entsprächen die neuen Hauptrubriken Leistungen & Services, Mitgliedschaft & Tarife, Gesundes Leben, Medizin & Versorgung sowie Pflege.

    Klingt gut. Doch leider ist die Auffindbarkeit vieler Ratgeber- und Informationsseiten nach dem Relaunch nicht mehr gegeben. Wie so oft wurden 301-Weiterleitungen nicht akribisch gesetzt.

    Viele gut rankende Inhalte sind über Google und auch der eigenen internen Suche nicht mehr auffindbar. Sie wurden allesamt auf den Hostnamen portale.aok.de ausgegliedert und verweilen dort wie auf einem Abstellgleis. Anhand des exemplarischen Ranking-Verlaufs zum Keyword [wohlfühlgewicht] ist deutlich erkennbar, dass die Gesundheitskasse kein Ranking mehr zu diesem Thema besitzt.  Der „alte“ Inhalte ist übrigens noch hier abrufbar.

    Binnen drei Wochen nach dem Relaunch verlor man mehr als zweitausend Top-10 Platzierungen. Die verlorenen Rankings können im SEO-Modul mit wenigen Klicks identifiziert werden.


    Gewinner-Domains des Monats April 2016

    Der April macht, was er will – so ist es umgangssprachlich bekannt. Ob diese Willkür auch für die Google-Rankings diverser Webseiten zutrifft schauen wir uns anhand der Gewinner-Domains des Monats April an.

    April 2016: Top-10 Gewinner-Domains
    # Domain Veränderung Daten
    1 langenscheidt.com +46,48%
    2 rosebikes.de +42,76%
    3 geschenke-online.de +42,70%
    4 idee-shop.com +35,56%
    5 hannover-airport.de +34,76%
    6 babymarkt.de +33,31%
    7 kaercher.com +32,66%
    8 finanzcheck.de +32,26%
    9 steuern.de +29,96%
    10 mopo24.de +27,54%

    Online-Wörterbuch mit Sichtbarkeitsschub

    Der schöne Aufwärtstrend im Sichtbarkeitsindex des kostenlosen Online-Wörterbuch des Langenscheidt-Verlag schien im März diesen Jahres abrupt eine gut vierwöchige Pause einzulegen. Nun verzeichnete die Domain aber in den letzten zwei Wochen des Monats April wieder einen Sichtbarkeitsgewinn von mehr als 45%.

    Das Angebot selbst rankt zu vielen generischen Begriffen mit moderaten bis hohen Suchvolumen. Im Zeitraum März – April wackelten die Rankings und sprangen über einen Zeitraum von gut vier Wochen munter hin und her.

    Wie hier im Ranking-Verlauf ist es in diesem Zeitraum häufig zu sehen, dass sich eine unpassende URL ins Ranking mogelte. Stellenweise hatten auch solide rankende URLs, wie beispielsweise hier, plötzlich einen kleinen Schluckauf. An anderer Stelle haben sich die Rankings einfach absolut verbessert, da man Google endlich eine passende URL ohne defektes Encoding anbieten konnte.

    Google gewährt mehr und bessere Rankings für viele Domains

    Für viele Seitenbetreiber brachten die letzten beiden Kalenderwochen des Monats April Grund zur Freude. Google spendierte offenbar vielen Domains mehr und bessere Rankings. Durch die Bank weg haben viele Websites zu Teilen in der gleichen Intensität einen sprunghaften Anstieg ihrer Sichtbarkeit verzeichnen können. Dabei ist kein eindeutiges Muster zu erkennen, warum es eine solch hohe Diversität gibt.

    Betrachtet man den Sichtbarkeitsverlauf der Domains einzeln, so ist das Muster gut erkennbar.

    Die Intensität des Wachstum in den beiden Kalenderwochen trifft auf eine Vielzahl an Domains aus den unterschiedlichsten Branchen und Bereichen zu.

    Zuletzt gab es im IndexWatch der Ausgabe 12/2015 den Fall, dass es kein klar erkennbares Muster bei vielen Gewinner-Domains gab.


    Verlierer-Domains des Monats April 2016

    Schauen wir noch auf die Top-10 Verlierer-Domains im Monat April.

    April 2016: Top-10 Verlierer-Domains
    # Domain Veränderung Daten
    1 mitfahrgelegenheit.de -93,80%
    2 kabeldeutschland.de -66,51%
    3 flug.de -57,08%
    4 moebel.de -33,41%
    5 taz.de -32,41%
    6 blume2000.de -29,97%
    7 eon.de -28,57%
    8 oanda.com -27,86%
    9 shop-apotheke.com -23,95%
    10 checkfelix.com -19,63%

    Fragwürdige Weiterleitung nach Domainübernahme

    Bereits im IndexWatch 01/2016 & 02/2016 offenbarte ich den simplen „SEO-Trick“, um über Nacht bei Google auf Position Nr. 1 zu seinen Wunschkeywords zu gelangen. Das französische Unternehmen BlaBlaCar wurde dadurch zum dominierenden Anbieter von Mitfahrgelegenheiten in Deutschland. Man hatte nämlich die Angebote von mitfahrzentrale.de und mitfahrgelegenheit.de übernommen und erstere Domain bereits vollständig in blablacar.de integriert.

    Nun widmet man sich dem Angebot von mitfahrzentrale.de und möchte es allen Anschein nach ebenfalls umziehen. Allerdings werden hier gerade die deutschen Inhalte der Domain mitfahrzentrale.de allesamt auf die Startseite des französischen Angebots von blablacar.fr weitergeleitet.


    Diese Vorgehensweise widerspricht der Lehre aus der Relaunch-Fibel, wonach die jeweiligen Seiten-URLs entsprechend auf ihr gleichwertiges und gleichsprachiges Pendant weitergeleitet werden müssen.

    Fusion von Vodafone und Kabel Deutschland

    Bereits ein gutes Dreivierteljahr ist es nun her, dass Vodafone und Kabel Deutschland fusionierten. Man überführte einen Großteil an Inhalten der Domain kabeldeutschland.de auf den Hostnamen zuhauseplus.vodafone.de. 

    Einzelne gut rankende Landingpages blieben seitens Kabel Deutschland aber bestehen. Diesen scheint es jetzt allerdings ans Ranking zu gehen, denn sie werden nun auf eine passende Seiten-URL des oben genannten Hostnamens weitergeleitet.

    Serverfehler 503 – Ranking nicht gefunden

    Für den unwahrscheinlichen Fall, dass es zu einem Ranking- und Sichtbarkeitsverlust kommt, unterziehen Sie bitte Ihre Website einer gründlichen OnPage-Analyse. Denn beispielsweise antwortet der Webserver gelegentlich einfach mal mit dem HTTP-Statuscode 503. So geschehen bei der Preissuchmaschine flug.de.


    Das Optimizer Modul der SISTRIX Toolbox verfügt über eine gründliche und vollwertige OnPage-Analyse. Dazu untersuchen wir automatisiert jede einzelne URL der zu analysierenden Domain und überprüfen jene auf Optimierungspotenziale und grobe SEO-Fehler.

    Ein HTTP-Statuscode 503 deutet auf einen Serverfehler hin. Weder Google noch ein Nutzer kann die Inhalte abrufen. In der Regel soll dieser Umstand auch nur temporär sein. Hat er allerdings wie in diesem vorliegenden Fall über mehrere Wochen Bestand, so hat dies direkte Auswirkungen auf das Google-Ranking.

    Das Browser-Plugin Redirect Path von Ayima (Chrome) ist übrigens hervorragend geeignet, um schnell den HTTP-Statuscode einer aufgerufenen URL zu überprüfen.


    Damit schließt sich dieser IndexWatch, bis zum nächsten Mal.

    sistrix.de

  • Nur Dummköpfe ignorieren Linkbuilding

    1:15 am - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Julian (Herzlich Glückwunsch zum Geburtstag!) von Seokratie hat gestern ziemlich reißerisch losgepoltert und in einem Blogbeitrag mit dem Titel “14 Fragen und Antworten über Linkbuilding im Jahr 2016” jede Menge seiner persönlichen Meinung zum Thema Links und Suchmaschinen eingebracht.

    Unwidersprochene Behauptungen haben im Internet leider die negative Angewohnheit, nach einer gewissen Zeit als Fakt wahrgenommen zu werden. Da ich glaube, dass viele von Julians Ansichten aus diesem Blogbeitrag sehr subjektiv und damit so verallgemeinert auch falsch sind, möchte ich der Diskussion mit diesem Beitrag meine Perspektive hinzufügen.

    Links sind (mindestens) der zweitwichtigste Rankingfaktor
    Das Ranking der Google-Suchergebnisse basiert laut Google auf über 200 Rankingfaktoren. Alle haben einen mehr oder weniger großen Einfluss auf die Positionen der einzelnen Treffer. Bisher war Google sehr zurückhaltend, was die Benennung und Gewichtung dieser Faktoren angeht. Doch vor rund drei Wochen gab es eine – im deutschen SEO-Internet weitgehend ignorierte – erstaunliche Aussage eines “Search Quality Senior Strategist” von Google: er hat die drei wichtigsten Rankingfaktoren benannt. Die beiden wichtigsten Rankingfaktoren sind Inhalte und Links, auf Platz drei steht “RankBrain” (Googles ML-Ansatz). Er hat leider nicht spezifiziert, ob Links oder Content auf Platz 1 stehen aber auch so ist eindeutig: Links sind derzeit mindestens der zweitwichtigste Rankingfaktor bei Google.

    Wer Linkaufbau ignoriert, handelt töricht
    Somit ist klar: wer bei Google erfolgreich sein will, braucht drei wichtige Zutaten: die besten Inhalte zu dem Thema, die wertvollsten Empfehlungen (=Links) auf seine Inhalte und die richtigen Nutzersignals (nichts anderes wird in RankBrain eingespeist).

    Sieht man diese drei Punkte als Faktorenkette für ein gutes Ranking an, wird deutlich, was eine “0” bei Links bedeutet: die anderen Faktoren können noch so gut sein, der limitierende Faktor sind die fehlenden, hochwertigen Links. Dass dies in “freier Wildbahn” nicht immer direkt an jeder einzelnen URL so deutlich zu sehen ist, hängt damit zusammen, dass Links auf die gesamte Domain (“Domaintrust”) sowie interne Links seit vielen Jahren ebenfalls einen wichtigen Einfluss haben.

    Linkaufbau ist schwierig, teuer und nervig
    Viele der heute großen SEO-Agenturen sind zu einer Zeit entstanden, als Linkbuilding mit Wildwest-Methoden erfolgreich und einträglich war. Die Vermietung von Links hat über viele Jahre astronomische Gewinnspannen eingebracht, das Zuspammen von Blogs und Foren hat viel zu lange funktioniert und Blogger haben für einen 25-Euro-Amazon-Gutschein fast jede Pokerseite verlinkt.

    Das alles ist seit ein paar Jahren zum Glück nicht mehr so. Leider haben es jedoch nur sehr wenige SEO-Agenturen geschafft, ihr Angebot entsprechend zu modernisieren. Kein Wunder: konnte der Praktikant früher 20 WordPress-Links in der Stunde “aufbauen”, sitzen gut bezahlte Fachkräfte heute viele Stunden, manchmal sogar Tage an einem guten Link.

    Die Zukunft ist schon da. Sie ist nur ungleich verteilt.
    Vermutlich überrascht es Personen außerhalb der Branche weniger als Insider: skalierbares Linkbuilding ist kein Agentur-Geschäftsmodell der Zukunft. Eilig herbei geschaffte Surrogate wie “Content Seeding” können den Prozess nur verlangsamen, ihn aber nicht aufhalten.

    Erfolgreiches und nachhaltiges Linkbuilding muss heute aus dem angebotenen Produkt selber wachsen. Viele Abteilungen einer Firma müssen zusammenarbeiten und sowohl den Content als auch die Verbreitungswege ständig erneuern und der Nachfrage anpassen. Wenn das gelingt, ist Linkaufbau ein natürlicher, erfolgreicher Prozess und erfolgreicher denn je.

    sistrix.de

  • SISTRIX erweitert Link-Datenbank mit Majestic-Daten

    Mai 5, 2016 7:07 am - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Majestic LogoEs gibt große Neuigkeiten zu unserem Link Modul. SISTRIX und Majestic, einer der angesehensten Anbieter von Link-Daten, sind ab sofort Partner. Wir erweitern unsere Datenbasis im Link Modul ab heute ohne Zusatzkosten mit den Link-Daten von Majestic.

    Ist in der SISTRIX Toolbox die Funktion LinkPlus für eine Domain aktiviert, werden die Daten des SISTRIX- und Majestic-Crawlers zusammengeführt und im gewohnten Interface bereit gestellt. Nutzer haben damit Zugriff auf mehr als 300 Milliarden Links aus den SISTRIX-Daten und jetzt zusätzlich den Links von über 150 Milliarden gecrawlten URLs von Majestic. Insbesondere für kleine Domains ergibt sich daraus eine deutlich verbesserte Abdeckung des Link-Profils.

    Diese neue Funktion steht allen Nutzern des Link Moduls ohne Zusatzkosten zur Verfügung.

    Die zusätzlichen Daten von Majestic werden heute automatisch für Domains mit aktiviertem LinkPlus aufgeschaltet und stehen im Laufe des Tages bei allen LinkPlus-Domains zur Verfügung. Die so zusammengeführten Link-Daten dienen als Basis für alle Auswertungen der Domain. Zusätzlich werden sie auch als Basis für das SISTRIX LinkRating herangezogen.

    Mit diesem Schritt ermöglichen wir unseren Nutzern einen großen Sprung in Qualität der Analyse von Link-Profilen. Das Web verändert sich rasend schnell. Keine Linkdatenbank kann über alle aktuellen Links verfügen. Selbst Google braucht pro Durchgang Monate, um das Web nach neuen Links zu durchforsten. Die Vereinigung der Daten von SISTRIX und Majestic bietet daher große Vorteile für unsere Nutzer.

    linkdaten-sistrix-plus-majestic

    Beispiel:
    Für die Domain sistrix.de finden SISTRIX und Majestic zusammen 
46 % mehr verlinkende Domains (Domain-Pop).

    Markus Hövener hat zum Test von Linkdatenbanken im Suchradar schon 2011 folgendes Fazit gezogen:

    Der Test zeigt sehr gut, dass keine Link-Datenbank eine vollständige Abdeckung der externen Verlinkungen bietet. Wer also Link-Daten auswerten will, muss sich für eine Kombination von Datenbanken entscheiden – oder er muss eben bewusst damit leben, nur einen Teil der Möglichkeiten zu sehen.

    Wir haben Markus zugehört und sind stolz darauf jetzt für die SISTRIX Toolbox die Vereinigung der beiden besten Link-Datenbanken verkünden zu können, die in dem Suchradar-Test die höchsten Anteile exklusiv gefundener Links aufweisen konnten.

    Auch Dixon Jones, Marketing Director at Majestic and Receptional Founding Director, freut sich auf die Zusammenarbeit und sieht die enormen Vorteile der Verbindung.

    Die Zusammenarbeit mit SISTRIX ist eine wirklich aufregende Entwicklung für Majestic. Wir haben immer gewußt, dass SISTRIX in Deutschland den Unterschied ausmacht. Wir wissen, dass wir großartige Link-Daten haben – die besten in der Welt – und zusammen können SISTRIX und Majestic Weltklasse sein.

    sistrix.de

  • SISTRIX + SEOlytics = 💑

    Mai 4, 2016 2:13 pm - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Die ersten vier Monate dieses Jahres sind gerade erst vorbei und trotzdem gab es bei SISTRIX schon viele, spannende Entwicklungen (Amazon-Tool, Integration Majestic-Daten, weitere Länder). Heute kann ich einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft ankündigen: SISTRIX hat SEOlytics übernommen.

    Das SEOlytics-Team um Sören und Sven hat in den letzten Jahren dazu beigetragen, dass fundierte, datenbasierte SEO-Analysen zum Handwerkzeug vieler SEOs gehören. Ihr stets hoher Qualitätsanspruch hat zwar manchmal zu hitzigen Diskussionen geführt, war in der Sache jedoch richtig und hat die ganze Branche nach vorne gebracht. Deshalb freut es mich umso mehr, dass wir unsere Kräfte ab jetzt bündeln.

    Die Funktionen der beiden besten deutschen SEO-Tools werden künftig vereint: SEOlytics-Kunden erhalten Zugriff auf die Toolbox. Ihre historischen Daten werden vollständig importiert. Zeitgleich diskutieren wir derzeit gemeinsam, welche Features von SEOlytics in die Toolbox integriert werden. SEOlytics-Kunden werden im Tool und per E-Mail informiert, wie die Übertragung stattfindet.

    Offizielle Pressemitteilung als PDF

    sistrix.de

  • IndexWatch 08/2015

    August 16, 2015 1:09 am - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Der SISTRIX IndexWatch in der Ausgabe 08/2015 steht bereit. Google spielt allmählich die lang erwartete Iteration des Panda Filters auf den Suchmärkten aus und in Deutschland scheint der Sommer noch einmal zurückgekehrt zu sein. Grund genug, um gemeinsam auf die Veränderungen des deutschen Suchmarktes zu schauen.

    In unserem monatlich erscheinenden IndexWatch befassen wir uns mit den Gewinnern und Verlierern im SISTRIX Sichtbarkeitsindex. Diese Ausgabe befasst sich mit den aufgekommenen Veränderungen des Monats Juli 2015.

    Langsame Verbreitung von Googles Panda Update 4.2

    Etwas länger als über ein Jahr mussten Webmaster auf ein neues Panda Update warten. Für die einen genügend Zeit, um entsprechende Optimierungen vorzunehmen. Für die anderen eine gefühlte Ewigkeit, welche bereits ihre Webseiten hinsichtlich der inhaltlichen Qualität überarbeitet hatten, der erhoffte positive Effekt sich aber erst mit einer erneuten Iteration des Qualitäts-Filters einstellen würde.

    Wichtig zu wissen: Das Panda Update 4.2 ist lediglich ein Data-Refresh, dem kein neuer Algorithmus zugrunde liegt. Dies bedeutet, dass lediglich der Datenbestand durch Google aktualisiert wurde, auf Basis dessen der Filter arbeitet. Eine ausführliche Erklärung zu dem Unterschied findest Du in unserer umfassenden SEO-Wissensdatenbank „Frag SISTRIX“: Worin besteht der Unterschied zwischen einem Update und einem Data Refresh?

    Aufgrund von andauernden technischen Problemen wird das Panda Update 4.2 nur ganz langsam, über mehrere Wochen oder gar Monate ausgerollt, so dass die Auswirkungen auch in dem Datenbestand des Monats Juli 2015 kaum spürbar sind.

    This is actually pretty much a similar update to before. For technical reasons, we are mostly rolling out a bit slower. It’s not that we are trying to, I don’t know, confuse people with this, it’s really just for technical reasons.– John Müller, Google Webmaster Trends Analyst, Zürich

    Angeblich sollten seit dem Panda Update 4.0 alle weiteren Updates Bestandteil des Everflux sein. Dem ist allerdings nicht so und scheinbar hat man damals mit der Information geflunkert. Panda wird auch in Zukunft manuelle Data-Refreshes benötigen und wird nicht kontinuierlich aktiv sein. Bei Google arbeite man zwar an einem kontinuierlich laufenden Filter, aber man sei noch lange nicht so weit.

    Gewinner-Domains des Monats Juli 2015

    Starten wir mit den Gewinnern im IndexWatch. Dies sind jene Domains, welche im Verlaufe des Monat Juli den größten Zuwachs im SISTRIX Sichtbarkeitsindex verzeichnen konnten.

    Gewinner Domains Juli 2015
    # Domain Veränderung Daten
    1 mydealz.de 44,47%
    2 google.de 41,04%
    3 weser-kurier.de 33,85%
    4 reifen.de 31,39%
    5 audi.com 29,00%
    6 fnp.de 25,06%
    7 triumph.com 25,05%
    8 wmf.com 23,97%
    9 1-2-fly.com 22,31%
    10 sparkasse.de 19,89%
    11 sheego.de 17,89%
    12 pnp.de 16,28%
    13 suzuki.de 15,91%
    14 schlafwelt.de 14,53%
    15 horizont.net 13,81%

    Umstrukturierung beim Schnäppchenblog myDealZ

    Schnäppchen, Gutscheine, Preisfehler. Seit dem Jahr 2007 ist die Domain mydealz.de der Blog, wo eine lebendige Community Deals, Gutscheine und Angebote findet, meldet und diese bewertet. Durch eine Umstrukturierung auf Hostnamen- und Verzeichnisebene konnte das Blog knapp 45% an Sichtbarkeit hinzugewinnen.

    mydealz.de: Hostname leitet auf Verzeichnis weiter

    Alle Inhalte des Hostnamen hukd.mydealz.de hat man nun unter www.mydealz.de integriert. Die bekannten Verzeichnisse wie /deals/, /freebies/ oder /diverses/ hat man indes nicht umbenannt, sondern einfach 1:1 umgezogen. Analysiert man die Verzeichnisse der Domain im SEO-Modul der Toolbox erkennt man anhand der wenigen Datenpunkte, dass es sich bei einer solch alten Domain mit Historie um neue Verzeichnisse handeln muss.

    Neue Verzeichnisse unter www.mydealz.de

    Übrigens kann man die Sichtbarkeits-Entwicklung der drei erfolgreichsten Verzeichnisse einer Domain auch rückwirkend analysieren, um so schnell und einfach Unterschiede zu erkennen. Dazu öffnet man einfach das Kontextmenü über das kleine Zahnrad, welches sich oben rechts bei jeder Box innerhalb des SEO-Tools befindet.

    Sichtbarkeit von Verzeichnissen zu einem früheren Zeitpunkt anzeigen

    Die Zeitreise, hier in die letzte KW des Juni, offenbart die umgezogenen Verzeichnisse des Hostnamens hukd.mydealz.de.

    Fun-Fact: Google sucht einen Technical-SEO

    Der Suchmaschinenbetreiber aus Mountain View im sonnigen Bundesstaat Kalifornien sucht ab sofort einen Program Manager, Search Engine Optimization. Die vakante Position ist bitte in Vollzeit zu besetzen.

    Mindestens vier Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Webseiten und Applikationen auf Basis von SQL, HTML5 und XML sowie „nur“ zwei Jahre Erfahrung in der Suchmaschinenoptimierung sollter die oder der KandidatIn mitbringen.

    Man wird also nicht inhaltlich die wertvollen Hilfeangebote unter www.google.com/webmasters/ und support.google.com/websearch/ ausbauen, sondern sich vielmehr um die Zugänglichkeit und Auffindbarkeit dieser Informationen kümmern.

    So, jetzt aber zurück zu den Inhalten 😉

    Die Audi Shopping World sorgt für die Sichtbarkeit der Marke bei Google

    Die Domain audi.com gewann knapp 30% im SISTRIX Sichtbarkeitsindex. Bereits anhand der Domain-Überblickseite zu audi.com in der Toolbox lassen sich im sechsten Kästchen die Inhalte (URLs, Verzeichnisse, Hosts) der Domain einsehen, welche am stärksten zur Sichtbarkeit beitragen.

    Top Inhalte der Domain audi.com

    Hier schaue ich bei der Analyse einer Domain am liebsten als erstes drauf, denn diese Informationen sind insbesondere interessant, wenn man das Erfolgsrezept von Wettbewerbern adaptieren möchte oder über die Stärken der eigenen Domain informiert sein möchte.

    Neben dem /corporate/-Verzeichnis ist der Hostname shops.audi.com mit dem deutschsprachigen Verzeichnis /de_DE/ einer der Bereiche, welcher am stärksten zur Sichtbarkeit der Root-Domain beiträgt.
    Das Verzeichnis einzeln analysiert, zeigt die schöne stetig steigende Sichtbarkeit und damit die Verbesserungen des Rankings:

    Entwicklung der Sichtbarkeit von Audis Onlineshop

    Beim Besuch der Audi Shopping World unter https://shops.audi.com/de_DE/ fiel mir auf, dass man auch im Web auf die Wiedererkennung durch die hauseigene Mikrotypografie bzw. dem Typeface „Audi Sans“ setzt. Die konsequente Nutzung von Schrift für die Marken-Identität ist sicherlich sinnvoll, doch gerade im Web sollte man es zugunsten der Usability, bzw. der Readability, entsprechend abstimmen. Oder geht es nur mir so, dass ich Audi Sans für unglaublich schwer zu erfassen halte?

    VW nutzt zwar auch seine Hausschrift im Web, um die „360° Brand Experience“ zu gewährleisten, aber diese ist immerhin ein klein wenig leichter erfassbar und angenehmer zu lesen.

    Geschafft! Der FNP-Onlineauftritt ist runderneuert

    Kurz und knapp: Mehr Infos, mehr Lesespaß. Dies verspricht man sich vom runderneuerten Onlineauftritt der Frankfurter Neue Presse, kurz fnp.de, welcher zu Anfang Juli vollzogen wurde. Dem Sichtbarkeitsindex scheint der Relaunch (noch?) keinen Abbruch getan zu haben:

    Sichtbarkeitsentwicklung der Domain fnp.de

    Warum (noch?): Scheinbar spiegelt man alle Inhalt von fnp.de auch 1:1 auf die Regionalausgaben nnp.de und taunus-zeitung.de. So ist z.B. folgender Artikel und allen drei URLs abrufbar:

    • http://www.fnp.de/rhein-main/Tote-unter-Bahnbruecke-identifiziert-Vater-und-zwei-Kinder;art801,1523605
    • http://www.nnp.de/rhein-main/Tote-unter-Bahnbruecke-identifiziert-Vater-und-zwei-Kinder;art801,1523605
    • http://www.taunus-zeitung.de/rhein-main/Tote-unter-Bahnbruecke-identifiziert-Vater-und-zwei-Kinder;art801,1523605

    Dabei gibt es sogar noch mehrere regionale Ableger, welcher unter einem eigenen Domainnamen allesamt die gleichen Inhalte anbieten. Das Cannonical Link-Element verweist dabei immer auf sich selbst und alle Domains sind auch in den Meta-Robots auf index, follow gesetzt. Dem Sichtbarkeitsverlauf der drei Domains hat das bis jetzt noch nicht sichtbar geschadet.

    Vergleich der Sichtbarkeit von fnp.de und seinen Regionalausgaben

    Eigentlich deutet hier alles auf sogenannten externen Duplicate Content hin, aber Google kommt hier scheinbar klar damit. Wo ist das hilfreiche Indiz, dass diesen Umstand erklären könnte?

    Nachtrag am 06.08.2015

    Wie Sven in den unten stehenden Kommentaren anmerkte, verweisen nun alle gespiegelten Domains jeweils mit einem Canonical Link-Element auf das Pendant der Domain fnp.de hin. Eine schnelle OnPage-Analyse mit unserem Optimizer zeigt nun auch, dass man hier erfolgreich die Änderungen vorgenommen hat:

    Nachträglich wurden Canonical-Tags auf fnp.de geschaltet

    WMF konsolidiert Länderdomains

    Die Württembergische Metallwarenfabrik, kurz WMF, stellt professionelle Kaffeevollautomaten, Kochtöpfe und Bestecke im edlen Design sowie höchster Qualität her. Bis vor kurzem bediente man die zahlungskräftige Kundschaft mit eigenen Länderwebsites. So gab es für Deutschland die Domain wmf.de, für Frankreich die Domain wmf.fr und so weiter. Diese sogenannten Country Code Top-Level Domains (ccTLDs) hat man nun abgeschafft und bündelt diese unter der der generischen Top-Level Domain wmf.com.

    Die ccTLD wmf.de wird zu einem eigenen Verzeichnis unter wmf.com/de/

    Die ccTLD wmf.de wird zu einem eigenen Verzeichnis unter wmf.com/de/. Dies kann man machen, da so eine .com-Domain im Vergleich zu einer .de- oder .fr-Domain kein Attribut einer regionalen Zugehörigkeit Google gegenüber signalisiert. Mit der sogenannten hreflang-Anmerkung können Bereiche einer Website einfach einem bestimmten Suchmarkt sowie einer Sprachregion zugeordnet werden.

    Was es hierbei zu beachten gibt uns was z.B. aus Sicht von Google starke Geo-Targeting-Signale sind, haben wir in unserem umfassenden hreflang-Guide für internationales SEO zusammengefasst. Inklusive zweier kostenfrei nutzbaren Tools: Dem hreflang Link-Attribut Markup Validator und dem Generator.

    Allerdings wird es fast zur Nebensache, dass WMF seine ccTLD-Seiten nun unter der .com-Adresse bündelt, denn diese Seite enthält 51 blockierende Skript-Ressourcen und 14 blockierende CSS-Ressourcen:

    wmf.com blockiert CSS- und JavaScript-Dateien
    Das gefällt dem Google-Bot sicherlich nicht: WMF.com blockiert CSS- und JavaScript-Dateien. Dabei sagen Googles technische Richtlinien unmissverständlich, man möge dem Google-Bot nun Zugriff auf die CSS- und JavaScript-Dateien gewähren, denn andernfalls kann Google die Website ja nicht wie ein normaler Besucher lesen.

    Am Rande sei erwähnt, dass die einzelnen Ressourcen natürlich nicht minifiziert sind. Klar, warum auch? Dateigröße, Ladezeit, PageSpeed…


    Verlierer-Domains des Monats Juli 2015

    Kommen wir zu den Verlierern. Dies sind jene Domains, welche im Verlaufe des Monat Juli den größten Verlust im SISTRIX Sichtbarkeitsindex hinnehmen mussten.

    Verlierer Domains Juli 2015
    # Domain Veränderung Daten
    1 planet-wissen.de -98,26%
    2 reise.de -91,51%
    3 metro24.de -77,70%
    4 yves-rocher.de -77,58%
    5 windowsphone.com -75,26%
    6 yasni.de -56,93%
    7 medimax.de -55,39%
    8 dresden.de -54,80%
    9 ebay.de -45,24%
    10 centro.de -35,02%
    11 dm.de -30,57%
    12 mlp.de -29,01%
    13 swr3.de -27,32%
    14 maggi.de -27,30%
    15 knaus.de -25,05%

    Dokumentations- und Wissenschaftsmagazin in Relaunch verstrick

    Der einst mit dem Grimme-Online-Award ausgezeichnete Internetauftritt planet-wissen.de des WDR, verlor aufgrund eines Relaunches mehr als die Hälfte seiner Sichtbarkeit alleine im vergangenen Monat. Das Gesamtausmaß ist jedoch weitaus tragischer. So kann man von einst knapp 52 Punkten im SISTRIX Sichtbarkeitsindex aktuell lediglich nur noch 0,89 Punkte verzeichnen.

    Sichtbarkeitsverlust bei planet-wissen.de
    Anhand der rankenden Keywörter im zeitlichen Verlauf wird der Verlust abermals deutlich. Von einst mehr als 4.200 Top-10 Ranking sind aktuell 112 Keywörter übrig geblieben.

    Keyword-Rankings im zeitlichen Verlauf

    Was ist passiert? Hat man mal wieder die unumgänglich wichtigen 301-Weiterleitungen vergessen? Nicht direkt. Weiterleitungen mit dem korrekten HTTP-Statuscode wurden gesetzt, allerdings nicht 1:1 wie es sich gehört.

    Da man bestehende Inhalte in neue Verzeichnisse gegliedert hat, leitet man die meisten Artikel nicht auf die exakte URL ihres neuen Pendants weiter, sondern einfach auf die neue Rubrik, in der sich der Inhalte nun finden lässt. Dies ist natürlich nicht Sinn und Zweck einer Weiterleitung und Google stuft diesen Umstand als sogenannte Soft-404 Fehler ein.

    Anhand des exemplarischen, nicht mehr vorhandenen, Rankings zum Keyword [berlins geschichte] ist dies einfach erklärt. Zu dem Keyword rankte Google die URL www.planet-wissen.de/laender_leute/metropolen/berlin/tempx1_berlin.jsp zuverlässig auf Position #3. Nun leitet man nach dem Relaunch den Google-Bot, als auch den Nutzer, bei Aufruf der alten, nicht mehr gültigen URL, auf die Kategorie-Seite unter www.planet-wissen.de/kultur/index.html weiter. Richtig wäre allerdings eine Weiterleitung auf die neue URL des Artikels, hier http://www.planet-wissen.de/kultur/metropolen/berlin_aufbruch_nach_dem_mauerfall/pwiediegeschichteberlins100.html

    Knapp daneben ist leider auch vorbei. Wäre es eine kleinere Website könnte immerhin noch sagen „der Wille zählt“, aber bei einem Gemeinschaftsprojekt des Westdeutschen Rundfunks (WDR), des Südwestrundfunks (SWR) und von BR-alpha?

    SEO-Malör: Technische Panne bei Yves Rocher?

    Missgeschick, Unglück, Fehler, Panne oder aber auch Lapsus und Ausrutscher sind nur einige Worte, welche wiedergeben, was dem deutschen Onlineshop der internationalen Unternehmensgruppe Yves Rocher widerfahren ist. Die kölsche Aussprache „Malör“ hingegen trifft den Verlust in der Sichtbarkeit von mehr als 77% meiner Meinung nach aber am besten.

    Sichtbarkeitsverlust aufgrund eines Missgeschick bei Yves Rocher

    Auf den ersten Blick wirkt alles verdächtig ruhig und in Ordnung. Allerdings etwas zu ruhig für einen Ranking-Absturz dieser Größenordnung. Die robots.txt-Datei ist unschuldig. Ebenso gibt es keinen falschen Canonical-Verweis und auch die Meta-Robots Angaben im Kopf des HTML-Dokuments stimmen.

    Falsche X-Robots Meta-Elemente auf jeder URL

    Doch was ist das? Verdächtige X-Robots Elemente auf nahezu jeder URL mit der Anweisung NOINDEX, NOFOLLOW. Da kann der Google-Bot einfach nicht anders, als der Domain größtenteils die Rankings zu entziehen.

    Der Unterschied des Meta-Elements Robots zum X-Robots Element besteht darin, dass einem Crawler bestimmte Anweisungen anstatt über einen Meta-Tag im HTML-Dokument nun auch innerhalb des HTTP-Headers übermittelt werden können.

    Der HTTP-Header unterscheidet sich insofern vom Head-Bereich der HTML-Datei, als dass er für Seitenbesucher im Regelfall noch „unsichtbarer“ ist. Muss man, um den Head-Bereich zu betrachten, lediglich in die Quelltextansicht des Browsers (Strg+U für Firefox und Google Chrome) wechseln, bedarf es zum Auslesen des HTTP-Header externer Plugins oder Tools.

    Nachtrag am 06.08.2015

    Scheinbar hat man den Fehler bei Yves Rocher bemerkt, denn nach einer Stichprobe haben nun die URLs des Shops ein X-Robots Header mehr gesetzt und stehen damit korrekt auf INDEX, FOLLOW.

    Personensuchmaschine Yasni reagiert möglicherweise auf Panda 4.2

    Möglicherweise sind die ersten Anzeichen von Googles neuem Panda Update 4.2 im Sichtbarkeitsindex der Personensuchmaschine yasni.de zu sehen. Die Domain verlor nach einem langen Abwärtstrend im Sichtbarkeitsverlauf nun mehr als fünfzig Prozentpunkte. In der Vergangenheit reagierte die Domain zuverlässig auf Googles Qualitäts-Filter.

    Sichtbarkeitsverlauf der Domain yasni.de mit aktivierten Ereignis-Pins

    Nach absoluten Zahlen reagierte auch einige große Preis-, Gutschein- und Vergleichsseiten. In der Vergangenheit waren es oft diese Seitentypen, welche die Auswirkungen des Pandas zuerst zu spüren bekamen.

    Die Ursache für langfristige Abwärtstrends im SISTRIX Sichtbarkeitsindex ist in den meisten Fällen eine veränderte Qualitätsbewertung der Domain durch Google. Sie entsteht durch erstarkende Wettbewerber, ein verändertes Nutzerverhalten, oder auch durch eine Änderung der Google-Politik einhergehend mit neuen Algorithmen und Qualitätsfiltern. Meist ist es eine Kombination dieser drei Faktoren.

    Zudem sind manche Inhalte nach einem gewissen Zeitraum einfach nicht mehr wettbewerbsfähig oder zeitgemäß und benötigen eine Überarbeitung. Eventuell sind auch das Layout und die Benutzerführung in die Jahre gekommen oder die Website ist zu sehr mit Werbung überfrachtet worden.

    Gerade das Gesamterscheinungsbild einer Seite sowie dessen Benutzerführung wird von Googles jüngsten Spross, dem Core Algorithmus Update, mit bewertet. Bereits seit mehreren Jahren predigt Google, dass sich Seitenbetreiber bitte intensiv und selbstkritisch mit folgenden 23 Fragen über die eigene Website auseinandersetzen sollten. Die algorithmische Beurteilung einer Domain anhand dieser Fragestellungen ist zumindest für Google nichts neues mehr.

    Weiterer Relaunch beim Internetauftritt einer Landeshauptstadt

    Die offizielle Website der Landeshauptstadt Dresden, erreichbar unter dresden.de, hat die eigene Navigationsstruktur ein wenig geändert und versucht auf das sichere HTTPS-Protokoll zu wechseln.

    Verlust in der Sichtbarkeit aufgrund von SSL-Umstellung

    Höre ich die Worte „Relaunch“ in einem Atemzug mit „der offiziellen Website einer Landeshauptstadt XY“ zucke ich in letzter Zeit immer kurzzeitig unkontrolliert zusammen. In der Vergangenheit konnte zu häufig eine Diskrepanz zwischen der Investitionssumme für die Neugestaltung der Website und einfachen vergessenen SEO-Basics festgestellt werden.

    So kostete beispielsweise der Relaunch von schleswig-holstein.de mal eben eine schlappe halbe Millionen Euro. Als Ergebnis hat man Weiterleitungen vergessen und auf die Idee gleich ein SSL-Zertifikat mit einzubinden kam auch gar niemand.

    Mit knapp 171.000.- Euro war der schlüsselfertige Relaunch der Stadt Offenbach deutlich kostengünstiger, als Ergebnis hat man sich aber einmal aus dem Google-Index gelauncht. Anstatt notwendige 301-Weiterleitungen zu setzen feierte man lieber in der VIP-Lounge des Offenbacher Stadions.

    Ranking-Verlauf bei dresden.de

    Im Falle dresden.de hat man Teile des Rankings sich selbst, beziehungsweise dem Google-Bot, überlassen. 301-Weiterleitungen und eine optimierte interne Verlinkung hätten geholfen, um den neuen Inhalte schneller aufzufinden sowie alle alten Signale mit zu übertragen. Hier der Ranking-Verlauf zum Keyword [dresdner verkehrsbetriebe] als Shortlink auf der Toolbox.

    Ob Weiterleitungen nach einem Relaunch geschaltet wurden, kannst du übrigens ganz schnell und einfach mittels dem Link-Modul überprüfen. Die Analyse der Top-Linkziele auf Erreichbarkeit prüfen zeigt dir binnen weniger Sekunden den HTTP-Statuscode deiner verlinkten Seiten.

    Internetauktionshaus verbannt Kleinanzeigen-Markt auf eigene Domain

    eBay, das weltweit größte Internetauktionshaus, trennt sich von seinem Kleinanzeigen-Markt, welcher jahrelang unter dem Hostnamen kleinanzeigen.ebay.de zu finden war, nun auf einen eigenständigen Domainnamen. Der Sichtbarkeitsindex reagiert entsprechend mit einem deutlichen Verlust von 45%.

    eBay gliedert Kleinanzeigen-Markt auf eigene Domain aus

    Über den Hintergrund dieser Maßnahme darf frei spekuliert werden. Warum hat man sich dazu entschlossen? Ist es die Angst vor dem Panda, da Kleinanzeigen User-Generated Content darstellt oder ist das Outsourcing gar förderlich für die Marke und schafft beim Endverbraucher mehr Vertrauen?

    Wir erinnern uns: Vor etwas mehr als einem Jahr wurde eBay urplötzlich gleich auf drei Länderdomains wegen seiner Doorway Pages abgestraft.


    Damit schließt sich dieser IndexWatch, bis zum nächsten Mal. Weg mag, der teilt seine Panda-Beobachtungen mit uns und allen anderen in den unten stehenden Kommentaren!

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    SISTRIX

  • IndexWatch 01/2015 & 02/2015

    Februar 3, 2015 1:11 pm - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Zu Anfang des vergangenen Monats präsentierten wir euch unsere große Top-50 Auswertung der Gewinner-Domains des Jahres 2014, als auch die Top-50 Verlierer-Domains in 2014. Zugunsten der beiden Jahresrückblicke schauten wir uns die Veränderungen im Monat Dezember 2014 nicht genau an. Dieses holen wir aber nun nach und fassen in unserem monatlichen IndexWatch die Veränderungen auf dem deutschen Suchmarkt in den Monaten Dezember 2014 und Januar 2015 zusammen.

    Im Dezember 2014 widmen wir uns nur den Top-5 Highlights an Gewinnern und Verlierern, wobei wir im Januar 2015 wie gewohnt auf die Top-15 blicken.

    Gewinner Dezember 2014, Highlights

    Gewinner Dezember 2014, Highlights
    # Domain Veränderung Daten
    1 verseschmiede.com +87,94%
    2 freitag.de +58,03%
    3 spiele-umsonst.de +57,30%
    4 atraveo.de +51,96%
    5 roller.de +49,42%

    Im Dezember aus der Penalty

    Die Domain verseschmiede.com befand sich möglicherweise 4 – 6 Monate in einer manuellen Penalty. Der Sichtbarkeitsindex und die Ranking-Verteilung nach absoluten Zahlen lassen zumindest darauf schließen:

    Ranking-Verteilung nach absoluten Zahlen der Domain verseschmiede.com

    Unterlag die Domain wirklich einer Abstrafung, so konnte sie sich dessen entledigen und einen Teil der alten Rankings zurückgewinnen.

    Roller im Relaunch-Aufwind

    Das Möbelhaus ROLLER begann Ende November 2014 mit der Umstellung auf das HTTPS-Protokoll und änderte zeitgleich auch die Verzeichnis-Struktur der Website. Gut zwei Monate später sind die Rankings zurückgekehrt und die Doimain gewinnt weiter an Sichtbarkeit.

    Relaunch von roller.de

    Bereits im IndexWatch 12/2014 analysierten wir den Relaunch des Möbel-Discounters.

    Verlierer Dezember 2014, Highlights

    Verlierer Dezember 2014, Highlights
    # Domain Veränderung Daten
    1 checkeins.de -89,27%
    2 dortmund-airport.de -79,32%
    3 creditplus.de -78,18%
    4 acuvue.de -76,88%
    5 borkowski-umzuege.de -76,46%

    Relaunch ohne Weiterleitungen

    Die Verlierer-Domains #1 bis #4 im Monat Dezember 2014 haben allesamt gemein, dass sie einen optischen Relaunch erleben durften.

    Mit Ausnahme von checkeins.de stellten die Domains #2, #3 und #4 im Zuge des Relaunches auch gleich die gesamte Website auf das verschlüsselte Kommunikationsprotokoll HTTPS um.

    Dies allein ist jedoch für die Domain #2 und #4 nicht allein der Grund für die jeweiligen Verluste im SISTRIX Sichtbarkeitsindex. Diese beiden Domains namen auch Veränderungen an ihrer Verzeichnisstruktur vor. Änderten teils bestehende Inhalte oder löschten ganze Seite. Dabei konnte ich nicht erkennen, dass man den Einsatz von 301-Weiterleitungen in Erwägung zog.

    So muss z.B. der weltweit führende Hersteller von Kontaktlinsen, acuvue.de, Rankingverluste zu Keywörtern mit gutem Suchvolumen in den Themengebieten Auge und Kontaktlinse hinnehmen. Beispielhaft die Ranking-Entwicklung des Keywords [augenprobleme]. Die einst sehr gut rankende URL wurde nicht auf ihr neues Pendant weitergeleitet – ein folgenschwerer Fehler.

    Die Website des Dortmunder Aiport arbeitet sogar mit seltsamen kryptischen Verzeichnissen und leitet per 302-Redirect (!) selbst die Startseite dortmund-airport.de auf die URL dortmund-airport.de/510cedcf1df083e9/passagiere-besucher weiter.
    Die Weiterleitung von ehemals guten Rankings, wie hier zum Keyword [mietwagen dortmund flughafen], scheint Google (noch) nicht anzunehmen.

    Lediglich creditplus.de scheint “nur” auf das HTTPS-Protokoll umgestiegen zu sein, ohne die Inhalte oder URL-Strukturen zu ändern. Trotzdem muss hier Google die gesamte Website erst einmal erneut crawlen und verarbeiten, was zu kurzfristigen Rankingdefiziten führte. Beispiel: Keyword [kredite für beamte].

    Umzugsunternehmen aus Berlin Ziel von Negative SEO?

    Das Umzugsunternehmen BORKOWSKI UMZÜGE könnte Ziel einer sog. Negative SEO-Attacke gewesen sein.

    Unter Negative SEO versteht man alle Off-Page Maßnahmen, welche dem Ranking der Zielseite größtmöglichen Schaden zufügen sollen. DDOS, aber auch das setzen von übermäßig vielen qualitativ sehr schlechten Backlinks in kürzester Zeit zählen hierzu.

    Die Domain borkowski-umzuege.de unternahm gegen Jahresende zwar auch einen optischen Relaunch, veränderte ihre Inhalte aber nicht, noch wurde auf HTTPS umgestellt. Auf der Suche nach der Ursache für den starken Sichtbarkeitsverlust schaute ich kurz auf die Backlinks:

    Linktexte deuten auf Negative SEO hin

    Ohne aktivierte LinkPlus-Datenbank, also keinem tagesaktuellen Link-Datenbestand, ergab sich obiges Bild. Verdächtig. Da wir im Link-Modul ausschließlich externe Links (Backlinks) ermitteln, ist eine gehackte Website oder ein WordPress-Plugin auszuschließen, welche auf der Website des Umzugsunternehmens diese Links mit entsprechend spammigen Linktexten setzen selbst könnte.

    Anzeichen von Negative SEO?

    Die reine Linksumme (Links), als auch die verweisenden Top-Level-Domains (TLDs) und die Länder, aus denen die Domain am häufigsten verlinkt wurde, sind ebenfalls auffällig.

    Aktiviert man LinkPlus und erhält somit tagesaktuelle Linkdaten für die Domain, wurde der Spuck scheinbar erfolgreich beendet. Die aktuell verweisenden Linktexte sehen jetzt wieder normal aus:

    Aktuell verweisende Linktexte auf die Domain

    Lediglich anhand der Link-Entwicklung lässt sich bei allen Kennzahlen das zeitliche Geschehen sowie das entsprechende Ausmaß einsehen bzw. erahnen.

    Was meint ihr, könnten wir hier Zeuge einer Negative SEO-Attacke in freier Wildbahn geworden sein? Wäre dies möglicherweise ein Grund für den Verlust der Rankings und damit verantwortlich für die abrupt gesunkene  Sichtbarkeit der Domain?

    Gewinner Januar 2015

    Gewinner Januar 2015
    # Domain Veränderung Daten
    1 germanwings.com +263,27%
    2 fidor.de +150,10%
    3 bergfex.com +71,52%
    4 consorsbank.de +69,00%
    13 meineschufa.de +66,98%
    5 avast.com +58,78%
    6 accorhotels.com +58,48%
    7 qipu.de +56,54%
    8 aldi-reisen.de +52,58%
    9 expert.de +50,96%
    10 peek-cloppenburg.de +50,08%
    11 arte.tv +45,86%
    12 utopia.de +44,74%
    13 netzpolitik.org +43,69%
    14 dasauge.de +40,59%
    15 blume2000.de +39,84%

    Relaunch bei Germanwings

    Relaunch von Germanwings

    Im letzten Monat des vergangenen Jahres erneuerte man bei Germanwings.com den Markenauftritt. Die Website erhielt ein Redesign, wobei auch die Menüführung überarbeitet wurde.

    Im Zuge dessen änderte man offenbar auch die Verzeichnisstrukturen, so dass Google einige Zeit benötigte, um die Inhalte erneut zu crawlen und zu ranken. Der Sichtbarkeitsindex der Domain reagierte entsprechend:

    Relaunch Germanwings anhand des Sichtbarkeitsindex ersichtlich
    Die umfangreichen Ranking-Veränderungen in diesem Zeitraum geben ein deutliches Bild ab.

    Die “Arbeitsweise” von Google nach einem Relaunch lässt sich anhand des beispielhaften Ranking-Verlauf des Keywords [billigflüge germanwings] erkennen. Über mehrere Wochen änderte sich die Ziel-URL im Monat Dezember, bis sich Google zu Ende Januar/Anfang Februar für die entsprechende und wohl seitens Germanwings auch gewünschte Landingpage, entschied.

    Wer im folgenden Screenshot der rankenden URLs zum oben genannten Keyword genauer hinschaut, findet einen Hinweis auf die vermeintliche Arbeitsweise des zuständigen SEO-Teams ;-)

    SEO-Pflege während dem Relaunch

    SEO-Probleme bei bergfex aufgrund von ccTLDs?

    “Bergfex” ist eine in Süddeutschland und Österreich gebräuchliche Bezeichnung für einen leidenschaftlichen Bergsteiger. Die Marke bergfex bietet Reisen in diverse Skigebiete an und arbeitet dafür mit unterschiedlichen länderspezifischen Top-Level-Domains, auch ccTLDs genannt. Diese scheinen sich auf dem deutschen Suchmarkt stellenweise selbst zu kanabalisieren, wie ein Blick auf die beispielhafte Ranking-Entwicklung zum Keyword [verbier ski] zeigt.

    Rankingkanabalisierung aufgrund von ccTLDs

    So wäre zu erklären, dass eine Länderdomain mal an Sichtbarkeit gewinnt und einige Wochen später wieder verliert. Verwunderlich, da alle Domains das hreflang Link-Attribut Markup für mehrsprachige Inhalte scheinbar korrekt nutzen.

    Ein weiterer Fund, welche zumindest mich als Nicht-Skifahrer verdutzte: Nutzer aus Deutschland werden beim Aufruf der Domain bergfx.com gefragt, ob sie die Angebote von bergfx in deutscher Sprache haben möchten und werden dann auf bergfx.at verwiesen. Hier finden Nutzer Reisen in österreichische Skigebiete.

    Deutsche Nutzer findet die Angebot unter der Domain bergfex.at
    Steuert man hingegen die Domain bergfex.de direkt an, so erhält man keinen Hinweis auf das österreichische Pendant. Im Gegenzug erhält man nur Reiseangebote zu Skigebieten innerhalb Deutschlands. Würde es für Ski-Liebhaber nicht angenehmer sein, alle europaweiten Skigebiete unter einer Domain vorzufinden?

    Aus „Cortal Consors“ wird „Consorsbank“

    Ein neuer Name bedeutet eine neue Website, bedeutet ein Domainumzug.

    Domainumzug

    So geschehen beim Finanzkonzern BNP Paribas, dessen Marke Cortal Consors nun unter dem Namen Consorbank firmiert und sich gerne als “digitale Volksbank” positionieren möchte.

    Eine Google-Suche nach dem alten Markenname [cortal consor] ergibt derzeit ein Ergebnis der Domain cortalconsors.de, dessen Meta-Description aufgrund einer Sperrung durch die robots.txt nicht angezeigt werden kann.

    Meta-Description wird aufgrund der robots.txt nicht angezeigt

    Ein Klick auf das Suchergebnis befördert den User auf eine Landingpage unter der neuen Domain consorsbank.de. Man leitet also korrekt von der alten Domain mittels einer 301-Weiterleitung auf die neue Domain weiter. Da man aber anscheinend Inhalte der alten Domain mittels der robots.txt-Datei blockt, kann Google diese nicht crawlen und die gesetzte Weiterleitung nicht entdecken.

    Landingpage auf consorbank.de

    Der Nutzer erreicht aber natürlich die Landingpage auf der neuen Domain consorbank.de, welche ihm auch gleich eine Seite mit mehr Informationen über die neue Bank bietet. Neugierige klicken hier natürlich den blauen Button “Mehr erfahren”. Doch was dann passiert….

    consorbank 404-Fehlerseite

    Verlierer Januar 2015

    Verlierer Januar 2015
    # Domain Veränderung Daten
    1 tjaereborg.de -71,47%
    2 haz-job.de -50,11%
    3 dkb-handball-bundesliga.de -48,05%
    4 pferd.de -43,80%
    5 tierschutz-berlin.de -39,82%
    6 steampowered.com -37,75%
    7 bahn.com -35,34%
    8 tomtom.com -34,32%
    9 sis-handball.de -34,13%
    10 mehr.de -31,87%
    11 kempinski.com -27,82%
    12 maggi.de -27,55%
    13 fashionid.de -27,52%
    14 kuendigungsschreiben-vorlage.de -27,18%
    15 lavasoft.com -26,62%

    Tjaereborg ist Travelix

    Und das schon seit Juli 2014. In unserem IndexWatch 08/2014 berichteten wir bereits über den Relaunch. Hier war die Domain tjaereborg.de ebenfalls größter Verlierer im SISTRIX Sichtbarkeitsindex.

    Relaunch von tjaereborg.de

    An diesem Beispiel zeigt sich wieder einmal, dass es eine ganze Weile dauert, bis alle Signale an Google weitergeleitet wurden.

    In unserer SEO-Wissensdatenbank Frag SISTRIX findest Du alle wichtigen Punkte, auf die Du bei einem Domainumzug achten solltest.

    Jobsuchmaschine mit Rankingverlust

    Was ist der beste Platz um eine Leiche zu verstecken? Genau, die zweite Suchergebnisseite bei Google. Denn statistisch gesehen klicken hier sehr wenige Nutzer hin.

    Die Jobsuchmaschine haz-job.de, welche zur Mediengruppe Madsack gehört, verlor etwas mehr als 50% im SISTRIX Sichtbarkeitsindex.

    Dies dürfte u.a. auf einen großen Verlust an rankenden Keywörtern auf der zweiten Suchergebnisseite zurückzuführen sein. Die Ranking-Verteilung nach absoluten Werten spricht hier ein deutliches Bild:

    Ranking-Verteilung nach absoluten Werten

    Rankings auf der zweiten Suchergebnisseite haben meist das Potenzial, dass man mit relativ geringem Aufwand die Besucherzahlen über Google erhöhen kann, indem man die entsprechenden URLs noch ein wenig mehr auf das jeweilige Keyword optimiert und so den Sprung in die Top 10 schaffen kann.

    Warum die Domain haz-job.de so massiv auf der zweiten Suchergebnisseite verlor oder ob dies gar gewollt ist, konnte ich leider nicht ausfindig machen.

    Luxushotelgruppe bearbeitet ihre Website

    Kempinski Hotels S.A. ist die älteste europäische Luxushotelgruppe. Die Domain kempinski.com verlor im Januar 2015 knapp 30% im SISTRIX Sichtbarkeitsindex. Grund dürfte hier die gelöschte Destination München – Airport sein.

    Alle Inhalte des früher gut rankenden Verzeichnisses http://www.kempinski.com/de/muenchen/hotel-airport/ geben nun einen 403 HTTP-Statuscode (Zugriff nicht erlaubt) aus. 

    Falscher HTTP-Statuscode für eine gelöschte Destination

    Dies aber scheinbar nur, weil man zuvor mittels einer 302-Weiterleitung auf das Verzeichnis /Security/login verweißt, anstatt einen HTTP-Statuscode 404 (nicht gefunden) zurück zu geben.

    kempinski.com mit fragwürdiger 302-Weiterleitung

    Für den Nutzer ggf. sinnvoll, eine temporäre Landingpage mit Informationen darüber, was mit der Destination passiert ist. Denn diese ist nun scheinbar zum Hilton Munich Airport geworden.

    Die Auswirkungen auf das Ranking sind absehbar: Was der Google-Bot nicht crawlen darf oder kann, das wird er auch nicht ranken. Folgerichtig rankt nun das Verzeichnis zu keinem der ehemals über 300 Keywörter.

    Keine Rankings des Verzeichnisses, da es den HTTP-Statuscode 403 zurück gibt

    Zwei Domains mit IndexWatch-Historie

    Die beiden Domains peek-cloppenburg.de und fashionid.de spielen scheinbar das muntere Spiel “Sichtbarkeintsindex wechsle dich”, denn sie begleiten uns nun schon seit Anfang 2013.

    Sichtbarkeitsverlauf der Domains peek-cloppenburg.de und fashionid.de

    Im Monat Januar 2015 war es wieder so weit und die Domain peek-cloppenburg.de durfte das Ranking-Zepter abermals übernehmen. Wie lange wird das Hin und Her wohl noch vonstattengehen?

    Unsere Berichterstattung zu diesem Phänomen in chronologischer Reihenfolge:

    Damit schließt sich dieser IndexWatch. Bis zum nächsten Mal.

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    SISTRIX

  • Sollte die Homepage bei einer Site-Abfrage an erster Stelle stehen?

    Januar 7, 2015 1:07 pm - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Die Site-Abfrage („site:sistrix.de“) zeigt indexierte URLs einer Domain im Google-Index an. Die Frage, ob die Reihenfolge, in der Google die Seiten einer Domain dort anzeigt eine Bewandtnis hat, wird regelmäßig diskutiert. Zuletzt hatte Matt Cutts vor rund vier Jahren ein Google Webmaster-Video zu dem Thema veröffentlicht. Seine Kernaussagen in dem Video waren:

    • Wir sortieren nach verschiedenen Faktoren. Dazu nutzen wir ungefähr den PageRank, es ist aber nicht genau die PageRank-Reihenfolge
    • Wir schauen uns auch andere Faktoren an. Zum Beispiel die Länge der URL.
    • Die Sortierung ist eine relativ gute Näherung an interessante Seite einer Domain, ich würde es aber nicht als perfekte Liste betrachten.
  • Vor einigen Tagen ist John Müller im Google Produkt Forum erneut auf das Thema eingegangen. Er schreibt, dass er sich über die Reihenfolge der Ergebnisse keine Gedanken machen würde, solange die Homepage der Domain weiterhin indexiert ist. Die Indexierung kann mit der Info-Abfrage („info:http://www.sistrix.de/“) überprüft werden.

    Um zu erfahren, wie häufig dieser Fall überhaupt auftritt, habe ich Site-Abfragen von 10.000 Domains durchgeführt und dabei überprüft, ob die Homepage oder eine andere Unterseite als erster Treffer ausgespielt wird:

    site-query-homepage

    Bei rund 95% der überprüften Domains wird also die Homepage als erster Treffer von Google ausgespielt, bei rund 5% der Domains passiert das nicht und Google entscheidet sich für eine Unterseite. Aus John Müllers Sicht ist es natürlich einfach, den Ratschlag zu geben, sich nicht weiter um die Reihenfolge zu kümmern. Geht man allerdings davon aus, dass sich seit Matt Cutts Video keine signifikanten Änderungen an der Sortierung der Ergebnisse ergeben haben, sollte die Reihenfolge der Site-Ergebnisse schon in etwa den eigenen Erwartungen an die Wichtigkeit der Unterseiten einer Domain entsprechen.

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  • IndexWatch 2014: Verlierer

    Januar 3, 2015 1:10 am - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Nachdem wir uns bereits gestern die Gewinner-Domains im Jahr 2014 angeschaut und analysiert haben, widmen für uns heute den Verlierern im SISTRIX Sichtbarkeitsindex. Dies sind jene Domains, die nicht so viel Glück mit den verschiedenen Google-Algorithmen hatten und in den vergangenen 12 Monaten teils deutlich in ihrer Sichtbarkeit auf dem deutschen Suchmarkt verloren haben.

    Berücksichtigt wurden auch hier alle Domains, die mit mindestens 5 Punkten im SISTRIX Sichtbarkeitsindex in das Jahr 2014 gestartet sind. Die Tabelle zeigt die  50 größten Verlierer (prozentual). Die Top-100 Verlierer nach prozentualen und absoluten Werten habe ich hier in einem Google Doc hinterlegt. 

    Verlierer 2014 im SISTRIX Sichtbarkeitsindex
    # Domain Veränderung Daten
    1 feed-reader.net -94,51%
    2 similarsites.com -90,98%
    3 panasonic.de -88,54%
    4 odir.org -86,37%
    5 hilfreich.de -86,05%
    6 stadtbranchenbuch.com -84,93%
    7 eazel.com -83,05%
    8 3suisses.de
    (beendete Geschäft in DE)
    -82,83%
    9 jamba.de -81,26%
    10 musicload.de -81,16%
    11 wer-kennt-wen.de
    (Geschäftsbetrieb eingestellt)
    -80,93%
    12 oldapps.com -80,61%
    13 nokia.com
    (In microsoft.com integriert)
    -79,96%
    14 movie4k.to -79,60%
    15 cosmiq.de -79,43%
    16 ksgemeinde.de -78,52%
    17 yatego.com -78,18%
    18 bmj.de -77,76%
    19 softonic.de -76,60%
    20 geburtstagswuensche.co -76,55%
    21 webcamgalore.com -76,51%
    22 xmarks.com -76,25%
    23 getdigital.de -74,87%
    24 verkehrsmittelvergleich.de -74,57%
    25 nh-hotels.de -73,10%
    26 rexbo.de -71,72%
    27 flugplandaten.de -71,46%
    28 formblitz.de -71,36%
    29 animaatjes.de -71,35%
    30 ciao.de -71,29%
    31 spielkarussell.de -71,26%
    32 forium.de -71,19%
    33 endress.com -71,12%
    34 paradisi.de -70,51%
    35 fettspielen.de -70,39%
    36 peoplecheck.de -69,98%
    37 about.com -69,65%
    38 genios.de -69,08%
    39 erfahrungen.com -68,42%
    40 firmenwissen.de -67,33%
    41 myspace.com -67,25%
    42 hugoboss.com -67,11%
    43 wasistwas.de -66,68%
    44 sparwelt.de -66,65%
    45 berliner-adressen.de -66,52%
    46 fussball.de -66,43%
    47 e-recht24.de -66,24%
    48 goal.com -65,58%
    49 blau.de
    (Pressemitteilung)
    -64,05%
    50 webwiki.de -63,99%

    Blaue Briefe: Google tadelt Richtlinien-Verstöße

    Links, Linknetzwerke, Spam, Webspam, manuelle Penalties und verbesserte Qualitäts-Filter sind die Stichwörter, welche mit einem Sichtbarkeitsverlust vieler Websites im vergangenen Jahr einhergingen.

    Bereits Anfang Januar fragte Johannes im Blog, ob Spam eine legitime SEO-Taktik sei. Denn in den USA tadelte Google zuvor eine große Marke öffentlichkeitswirksam. Sie war mit ihren Optimierungen über das Ziel und die
    Google-Richtlinien hinaus geschossen.

    Hanns griff eine Woche später das Thema wieder auf und stellte fest: Bezahlte Links, Spam und Fake-Accounts sind keine Erfindung der SEOs.

    SEO-Deutschland stand im Januar vergangenen Jahres also thematisch schon im Zeichen der manipulierten Links. Da verwunderte es eigentlich niemanden so recht, als Matt Cutts offiziell Links in Gastbeiträgen den Kampf ansagte.

    Seitenbetreiber, welche gegen Googles Richtlinien verstießen, liefen fortan Gefahr mit einer manuellen Penalty belegt zu werden.

    Google beließ es jedoch nicht bei einer bloßen Kampfansage und nahm wenig später ein deutsches Linknetzwerk ins Visier. Nach rund 6 Wochen wurde auch der Name des Linknetzwerk bekannt.

    Wer ist eigentlich wmt@nreply@google.com?
    – Ein blauer Brief von Google. Wirkt wie eine Eisdusche! (Gelesen in der Website Boosting Ausgabe 01-02.2015).

    Umfang und Dauer einer manuellen Maßnahme können variieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese aufgrund von unnatürlichen ausgehenden oder eingehenden Links durch einen Google Quality Rater verhängt wurden.

    Google ging weiter gegen derartige Netzwerke vor und nahm später noch zwei weitere Plattformen hoch.

    Somit sind bei einigen Verlierer-Domains  sicherlich auch manuelle Penalties für die Verluste im Sichtbarkeitsindex verantwortlich. Von außen hilft oftmals ein Blick auf die Rankingverteilung einer Domain, um die händische Abstrafung durch Google zu erahnen. Besitzt oder besaß eine Website keine Rankings auf der ersten oder gar den ersten vier Suchergebnisseiten, so ist eine manuelle Penaltie sehr wahrscheinlich.

    Qualitäts-Filter verbessert und verfeinert

    Viele Domains gewannen in den vergangenen zwölf Monaten aufgrund Googles neuem Panda Update. Und wo einige gewinnen, da müssen andere auch verlieren. Google zeigt halt nur 10 Treffer pro Seite an.

    So waren Aggregatoren wie feed-reader.net (1), similarsites.com (2), softonic.de (19) und Portale, wie stadtbranchenbuch.com (6) sowie Websites mit dünnen bzw. aus Sicht des Algorithmus minderwertigen Inhalten, wie z.B. geburtstagswuensche.co (20), die Leidtragenden des vergangenen Jahres.

    Immer mit dem Ziel die Qualität der Suchergebnisse weiter zu erhöhen, verwehrt der Filter, welcher schon Mitte 2013 zum Bestandteil des Ranking-Algorithmus wurde, bereits abgewerteten Domains, wie z.B. yatego.com (19)ciao.de (30) oder myspace.com (41), weiterhin gute Rankings und somit die Aussicht auf Traffic über die organische Suche.

    Neues Webspam Update – aka Penguin

    Vielfach beworben und endlich im Oktober vergangenen Jahres ausgerollt – das neue Penguin Update 3.0, auch bekannt als Webspam Update. Gefühlt vielen die Auswirkungen des neuen Algorithmus stellenweise schwächer als gehofft aus und teilweise erreichte es den deutschen Suchmarkt mit Verzögerung.

    Wir haben zwar einen eigenen Ereignis-Pin für das Penguin Update 3.0 in der SISTRIX Toolbox gesetzt, doch Google ist auch hier scheinbar wie beim Panda Update dazu übergegangen, einen kontinuierlichen Bewertungsprozess der Links durchzuführen – bzw. versucht es zumindest.

    Dies erschwert natürlich die Identifikation des Updates. So schön eindeutig wie bei der Domain fettspielen.de (35) ist es daher leider nicht immer. Eine manuelle Überprüfung auf minderwertige Backlinks der eigenen Website ist für eine treffliche Analyse demnach Pflicht. Unsere neue Link-Rating Analyse kann hierbei unterstützend und zeitsparend wirken.

    Auf der Liste der Verlierer nach absoluten Werten findet sich z.B. das Portal gofeminin.de, welches über zahlreiche harte Ankertexte von minderwertigen Quellen verfügt. Ob diese allein für den Rückgang der Sichtbarkeit verantwortlich sind? Gut möglich, dass es sich hierbei um ein Zusammenspiel mehrere Algorithmen handelt.

    Im Zuge der von Google unternommenen Anstrengungen für bessere Suchergebnisse waren es turbulente Zeiten für Suchmaschinenoptimierer und Webseitenbetreiber. Die Presse fragte daher: “Macht Google jetzt das Internet kaputt?“.

    Längerfristiger Trafficverlust durch Relaunch und anderweitige Ereignisse

    Bewusst habe ich einige Domains mit einem größeren Relaunch in der Auswertung gelassen, denn dessen Erfolg könnte längerfristig betrachtet sicherlich interessant sein. Spätestens in zwölf Monaten ziehen wir hierzu wieder Resümee.

    Panasonic (3) legt seine bis Januar letzten Jahres eigenständig geführte deutschsprachige Website unter der ccTLD panasonic.de mit seiner international ausgerichteten generischen .com Top-Level-Domain zusammen und vereinheitlicht somit seinen Markenauftritt.

    Eine algorithmische Penalty “wandert” auch bei einem Domainumzug mit. Meist aber etwas zeitversetzt, denn Google benötigt ein wenig Zeit, um alle Signale einer neuen Domain zu sammeln und zu verarbeiten.
    Schön zu sehen ist das an dem Beispiel der Domain teilesuche24.de, welche zu rexbo.de (26) wurde.

    Die Kinderwebsite wasistwas.de rutschte nur durch einen aus SEO-Sicht missglückten Relaunch Ende Dezember auf die Jahres-Liste der Verlierer. Hoffentlich dauert es kein ganzes Jahr, um an den alten Erfolg anknüpfen zu können.

    Im Zuge des Relaunch von fussball.de (46) ging man mit einem hohen personellen, technischen und wirtschaftlichen Aufwand an die Herausforderung, aus dem erfolgreichen bestehenden Auftritt das Portal und die digitale Heimat des Amateurfußballs zu machen, hieß es im entsprechenden Infoschreiben des DFB.
    Langfristig möchte man auf fussball.de durch qualitativ hochwertige redaktionelle Inhalte die
    besondere Faszination Amateurfußball transportieren. Hoffen wir, dass sich der bereits erkennbare Aufwärtstrend im Sichtbarkeitsindex auch dieses Jahr fortsetzt und alle Zielsetzungen erreicht werden.

    Dies wünschen wir natürlich auch euren Projekten und Websites! In diesem Sinne: Auf ein erfolgreiches Jahr.

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