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  • Eine Erfolgsgeschichte für SEOs & Unternehmer

    Juli 20, 2016 1:11 am - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Jedes Jahr im Juli findet in Madrid der SEO-Kongress „Congreo SEO Prefesional“ satt, bei dessen Vorträgen sich die Verantwortlichen in die Karten schauen lassen. Letztes Jahr z.B. haben wir die Möglichkeit bekommen, alle Daten über die genaue Kosten, den generierten Traffic sowie die Fernseh-Werbekosten von 2 spanischen Online-Shops einzusehen. Es ist klar, dass es weder erlaubt ist Fotos der Vorträge zu machen, noch Berichte darüber zu verfassen.

    Dieses Jahr jedoch gab es eine Überraschung für uns. Einer der Kongressteilnhemer, der Inhaber von Floter.com (ein Onlineverkäufer von Parkett und Laminat) und deren SEO-Beraterin, Mj Cachón, haben uns erlaubt über ihre Geschichte zu berichten. Ich bin mir sicher dass dieser Beitrage für alle Interssierten sehr wertvoll sein kann, besonders da wir konkrete Zahlen nutzen und mit allen teilen dürfen.

    Floter.es im Bann der Panda- & Penguin-Updates

    Diese Geschichte ist durch den umtriebigen Linkkauf und -handel des Inhabers gezeichnet. Dies hat einige Zeit lang gut funktioniert, dann jedoch dazu geführt, dass die Domain in 3 verschiedene Google-Updates geraten ist. Zum einen das Panda-Update – da es verpasst wurde in Content zu investieren, was zu minderwertigen Inhalten geführt hat. Und dann insgesamt zwei Ausführungen des Penguin-Updates, welches das Linkprofil der Domain zerpflückt hat. Am Ende war Floter sogar dazu gezwungen, Ihre 9 Jahre alte Domain abzustoßen.

    Effekte der Abstrafungen auf die Sichtbarkeit der Domain Floter.es bei Google.es

    Effekte der Abstrafungen auf die Sichtbarkeit der Domain Floter.es bei Google.es

    Floter hat zwischen 2004 und 2013 auf der Domain floter.es agiert. Dank des Linkkaufs wurden die Rankings anfangs immer besser, was sich auch positiv auf das Geschäft ausgewirkt hat. Auf Grund des steigenden Umsatzes hat sich der Inhaber dazu entschlossen einen SEO Profi zu engagieren, um das Geschäft noch weiter auszubauen. Seine Wahl fiel auf die SEO-Beraterin MJ Cachón.

    Das erste was MJ dem Domaininhaber erklärt hat, war dass die Rankings zwar relativ gut waren, jedoch mit zweifelhaften Methoden erarbeitet wurden. Ausgerechnet 10 Tage nachdem MJ das Projekt übernommen hat, schlug das Panda-Update zu und hat zu Einbußen bei vielen kostbare Rankings geführt (Liste der verlorenen Keywords).

    Nach einigen Monaten harter Arbeit, mit ausgiebiger Keyword Recherche, Planung des Umbaus der Seitenarchitektur und Erstellung von Benutzerfreundlichen URLS, Vorbereitung von hochqualitativen Inhalten, Optimierung der User Erfahrung, Erstellung einer umfangreichen Disavow-Liste und vielen weitere Aktionen, ging es dann um die Implementierung.

    Hier brachte der Inhaber seinen Standpunkt sehr prägnant auf den Punkt: „Mal sehen was das alles kosten wird. Jetzt muss ich für Texte und zudem für einen SEO bezahlen. Linkkauf war deutlich einfacher“.

    Wie vom Schicksal bestimmt, gab es kurz darauf eine Antwort in Form einer Linkkauf-Bestrafung, durch das Penguin-Update 2.0.

    Von SEO Traffic zu bezahltem AdWords Traffic

    Durch die Abstrafung fiel der Traffic ins Bodenlose, wodurch Floter gezwungen wurde neuen Traffic über AdWords einzukaufen, um das Geschäft am Leben zu erhalten. Floter hat 4.000 Euro im Monat für AdWords ausgegeben, in der Hoffnung, die Abstrafung in den Griff zu bekommen.

    Organicher- vs AdWords-Traffic

    Organicher- vs AdWords-Traffic

    Insgesamt hat Floter 89.119 Euro für Adwords ausgegeben und selbst damit sind nicht genügend Besucher auf die Seite gekommen. Die hochgeladene Disavow Liste hatte leider nicht die erwünschte Wirkung und das Geschäft begann zu leiden. Aus diesem Grund wurde nach langer Überlegung beschlossen, die alte Domain zu verlassen und einen frischen Start auf einer neuen Domain zu wagen.

    Gesamtkosten für AdWords, nach der Abstrafung

    Gesamtkosten für AdWords, nach der Abstrafung

    Geglückter Neustart: von Floter.es nach Floter.com

    Die neue Domain hat mit 1.000 Euro zu buche geschlagen und es wurde hier entschieden, einen klaren Schnitt zu machen und die alte Domain nicht auf die neue weiterzuleiten. Damit wurde zum einen sicher gestellt, dass die alte Domain keinen der Filter an die neue Domain vererbt und zudem war es damit möglich, die gesamte Conversion Strategie von 0 an aufzubauen. Das Ergebnis sieht heute so aus:

    Sichtbarkeitsvergleich beider Domains - wobei Floter.com komplett ohne Links gestartet ist

    Sichtbarkeitsvergleich beider Domains – wobei Floter.com komplett ohne Links gestartet ist

    Wie man schön im Sichtbarkeitsindex von SISTRIX sehen kann, den MJ Cachón in ihrem Vortrag gezeigt hat, ist es der neuen Domain gelungen, heute eine bessere Sichtbarkeit ihr Eigen zu nennen, als es die alte Domain jemals geschafft hat. Viele Kongressteilnehmer waren davon überrascht, dass bei der ausgearbeiteten SEO Strategie der Seite komplett und mit Absicht auf unnatürlichen Linkaufbau verzichtet wurde.

    Obwohl Links weiterhin einen der zwei wichtigsten Rankingfaktoren darstellen, hat John Mueller am 26.01.2015 in einem Hangout klar gestellt, dass Webseiten auch ohne Links gut ranken können. Dieser Fall ist definitiv ein gutes Beispiel hierfür.

    Wie MJ Cachón uns erklärt hat, ist dies das Ergebnis von vier wöchentlichen Blogposts mit qualitativ hochwertigen Beiträgen, einer klugen internen Verlinkung zwischen Blog, Marken und Produkten, einer nutzerfreundlichen Navigation & URL-Struktur und vielen anderen Dingen, die all jenen unbekannt sind, die seit längerem davon ausgehen, dass SEO tot ist.

    Sichtbarkeitsindex der Marken-, Produkt- (Catalogo) und Blog-Verzeichnisse

    Sichtbarkeitsindex der Marken-, Produkt- (Catalogo) und Blog-Verzeichnisse

    Diese Grafik zeigt die ausgezeichnete Arbeit die MJ Cachón geleistet hat. Das logische Ergebnis der Verbesserungen sollte ein Erreichen des erwünschten Traffics sein, was in diesem Fall auch gelungen ist:

    Vergleich organicher- VS AdWords-Traffic für Floter.com

    Vergleich organicher- VS AdWords-Traffic für Floter.com

    Investitionsvergleich: SEM vs SEO

    Wie wichtig SEO im Online Marketing ist, lässt sich durch die folgenden Zahlen sehr gut abschätzen:

    Für die AdWords Kampagne wurden insgesamt 99.000€ ausgegeben – 90.000€ für die Anzeigen selbst und 9.000€ für die Anzeigen-Verwaltung. Die höchste Anzahl an Besuchern, die während der AdWords Schaltung erreicht wurde, lag bei 7.900, von denen jedoch 2.200 Besucher (27%) über die organischen Suche gekommen sind. Hierbei ist es zudem wichtig zu bedenken, dass die AdWords Anzeigen nur temporär Besucher generiert haben. Das Geld ist danach verbraucht.

    Für die langfristige SEO Beratung und Umsetzung hat Floter 37.500€ ausgegeben – 25.200€ für das SEO Projekt, 3.200€ für hochwertige Inhalte, 1.000€ für die Floter.com Domain, sowie 8.100€ für das Redesign. Heute erreicht die Domain 33.600 Besucher monatlich, von denen 25.000 (75%) über die kostenfreie, organische Suche kommen. 5x soviel wie über die kostenpflichtigen AdWords! Diese Investition hat eine bleibende Wirkung.

    Floter.com heute

    Floter konnte den Umsatz um 56% steigern, wichtige Großkunden wie Taco Bell und Tagliatella gewinnen und hat jetzt 35 Mitarbeiter. Zudem sind Sie der offizielle Partner des Parkettherstellers Tarimas Parador und haben Ihre Geschäftsräume um zwei neue Lager, mit jeweils 700 m2, erweitert. Es warten jetzt über 6.000 m2 Holzprodukte auf neue Besitzer.

    Räumlichkeiten von Floter.com

    Räumlichkeiten von Floter.com

    Abschließende Gedanken

    Die gute SEO-Beratung durch MJ Cachón hat eine wichtige Rolle in dieser Erfolgsgeschichte gespielt. Daran gibt es keine Zweifel. Während ihres Vortrags hat sie jeden Schritt genaustens erklärt. Jedoch haben auch das Interesse des Floter Inhabers für das Thema SEO und die Qualität der angebotenen Produkte eine Rolle gespielt.

    Dank seiner Einstellung, das Thema SEO verstehen zu wollen, war es möglich, die richtigen Entscheidungen bei notwendigen Punkten zu treffen, auch wenn diese schmerzhaft waren. Dies macht diese Geschichte so interessant für SEOs und Unternehmer zugleich. Nur mit solidem Grundwissen kann ein Unternehmer eine(n) gute(n) SEO-Berater oder -Agentur erkennen, kontrollieren und gemeinsam kluge Entscheidungen für das Geschäft treffen. In diesem Fall hat der Betreiber von Floter verstanden, welche Maßnahmen über diese 12 Monate getroffen werden mussten.

    Ich möchte mich herzlich bei MJ Cachón und David Negueruela, dem Geschäftsführer von Floter, bedanken, die uns erlaubt haben über diesen Fall zu berichten. Wir hoffen Euch hat dieser Beitrag gefallen und wünschen euch viel Erfolg bei euren Projekten.

    sistrix.de

  • IndexWatch 06/2016 und 07/2016 – Google Update?

    Juli 8, 2016 7:07 pm - Posted by admin Category:SEO + SEM

    In dieser Ausgabe des SISTRIX IndexWatch sind wir auf den Spuren eines vermeintlich neuen Google Update und haben dafür die Veränderungen auf dem deutschen Suchmarkt unter die Lupe genommen. Dabei hielten wir Ausschau nach interessanten Veränderungen bei den Gewinnern und Verlierern im SISTRIX Sichtbarkeitsindex und behandeln die beiden Monate Mai und Juni gemeinsam.

    Keywordrankings für Bing, Yahoo & Yandex im Optimizer

    Kurz notiert: Im SISTRIX Optimizer können ab sofort Keywordrankings für die Suchmaschinen Bing, Yahoo und Yandex ermittelt werden. Ebenso wie die Google-Positionen können die Rankings dieser Suchmaschinen wöchentlich oder täglich ermittelt werden. Auch stehen alle bekannten Sprach/Länderkombinationen zur Verfügung.

    Weiß Google welche Links von Nutzern geklickt werden?

    Links die nicht von echten Nutzern geklickt werden, haben keinen Wert. Diese Links werden als unnatürlich klassifiziert. Doch wie kann Google erkennen, welche Links tatsächlich geklickt werden?

    Bislang fehlte der eindeutige Beweis für die Theorie, dass der Google Chrome Browser das Surfverhalten seiner Nutzer an Google sendet. Laut Hanns Kronenberg liegt dieser Beweis jetzt vor.

    Dank LyricFind zeigt Google künftig Songtexte in den SERPs

    Man könnte auch titeln: Google nimmt den Lyric-Webseiten den Traffic weg! Egal wie man es dreht und sieht, durch einen mehrjährigen Lizenzvertrag zwischen Google und dem Unternehmen LyricFind werden seit dem 27. Juni 2016 Songtexte bei einer entsprechenden Google-Suche auf den Suchergebnisseiten prominent dargestellt.

    There’s a feeling you get when you turn to a song and you know that the words have two meanings. Well it’s whispered that now if you go search the tune, maybe Google will lead you to reason. Ooh, it makes you wonder… 

    Das Feature ist bereits auf dem US-Suchmarkt aktiv und soll nun sukzessive in allen weiteren Ländern ausgerollt werden. Das Unternehmen LyricFind ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Anbieter von lizenzierten Songtexten von mehr als 4.000 Musikverlagen.

    Gewinner-Domains des Monats Mai 2016

    Kommen wir nun zu den Gewinnern im IndexWatch. Dies sind jene Domains, welche im Verlaufe des Monat Mai den größten Zuwachs im SISTRIX Sichtbarkeitsindex verzeichnen konnten.

    Gewinner-Domains Mai 2016
    # Domain Veränderung Daten
    1 fireball.de +93,63%
    2 bento.de +72,62%
    3 dkb.de +71,19%
    4 shpock.com +51,92%
    5 gartenxxl.de +51,81%
    6 langenscheidt.com +49,05%
    7 peek-cloppenburg.de +45,69%
    8 norddeich.de +44,22%
    9 fussball-em-2016.com +40,76%
    10 architonic.com +34,80%

    Fireball-SERPs in Google-SERPs

    Wer erinnert sich noch an FIREBALL? Eine Internet-Suchmaschine, die auf deutschsprachige Internetseiten spezialisiert war.

    Startseite von Fireball.de im Jahre 2001

    Offenbar hat man sich nun darauf „spezialisiert“ die eigenen Suchergebnisseiten bei Google zu platzieren. Die so entstandenen SERPs in SERPs, also die Indexierung von Suchergebnissen und zusammengescrapten Inhalten durch Google, ließ die Sichtbarkeit der Domain empor steigen.

    Sichtbarkeit der Domain fireball.de bei Google

    Einen Mehrwert kann den Rankings wahrlich nicht zugesprochen werden und es muss sich hierbei lediglich um einen temporären Fehler im Google-Kosmos handeln. Immerhin sind es jetzt schon zehn Wochen, da bin ich gespannt zu wann Google das Problem in den Griff bekommt.

    Online-Format von Spiegel Online unaufhaltsam im Aufwärtstrend

    Bento.de ist ein Online-Format von Spiegel Online und befindet sich seit Angebotsstart im Oktober 2015 in einem scheinbar unaufhaltsamen Aufwärtstrend im SISTRIX Sichtbarkeitsindex.

    Aufwärtstrend der Domain bento.de

    Eigenen Angaben zur Folge erklärt bento die News, zeigt das Beste aus dem Web und erzählt packende Stories, Nachrichten und Journalismus für alle, die im Internet zu Hause sind. Wikipedia weiß, dass mit dem Angebot die Zielgruppe der 18- bis 30-Jährigen erreicht werden soll, die Spiegel Online bisher nicht lesen. Bento soll sich finanziell selbst tragen können und setzt bei der Monetarisierung auf „Native Advertising“. Dies sind Werbeformen, die sich optisch nicht von den redaktionellen Beiträgen unterscheiden. Auf der Website sollen sich die Werbe-Beiträge aber deutlich abheben: Mit einem grünen Rahmen und einer deutlichen Markierung als „Sponsored Post“.

    Das kann Bank: Rankingproblem aufgrund Duplicate Content

    Die Website des in Berlin ansässigen Kreditinstitut, die Deutsche Kreditbank Aktiengesellschaft (DKB), hat zwar in der Sichtbarkeit gewonnen, läuft jedoch Gefahr einige Rankingprobleme zu bekommen.

    Aber der Reihe nach: Wie kam ich eigentlich auf diese blöde Headline? Nun ich habe mich einfach an der Markenkommunikation orientiert.

    SERP-Snippet zum Keyword DKB

    Unter Zuhilfenahme eines SERP-Snippet Generator lassen sich hier ganz bestimmt vorzeigbare Ergebnisse erzielen 😉

    Aber ich schweife ab. Zurück zum Thema! Woran sind etwaige Rankingprobleme zu erkennen? Oft genügt ein routinierter Blick auf die Ranking-Entwicklung interessanter Keywörter.

    Rankingverlauf bei DKB

    Als Anfang Mai diesen Jahres eine auffällig andere URL kurzzeitig bei Google rankte geriet die sonst so stabile Rankinghistorie ins Wanken. Wird hier die Ursache nicht behoben, so kann dies nachhaltig zu Problemen führen.

    • https://www.dkb.de/privatkunden/dkb_cash/gemeinschaftskonto/
    • https://www.dkb.de/privatkunden/dkb_cash/index.html?referer=21343_66p157s&affiliate=vsp&produkt_id=02

    Beide URLs sind für den GoogleBot indexierbar, was nicht gut ist. Der Inhalt ist allerdings nur nahezu identisch. Handelt es sich hierbei um eine Affiliate Landing- oder Trackingpage sollte der Seitenbetreiber diese auf NOINDEX setzten.

    Das Aussperren eines Crawlers mittels robot.txt-Datei ist im Übrigen kein Garant dafür, dass die Website oder einzelne URLs nicht in den Suchergebnissen auftaucht.

    Wie gewinnt ein Online-Flohmarkt seine Sichtbarkeit?

    Denke einfach an die Filmfigur „Mister Spock“ aus dem Star-Trek-Universum und sprich den Namen nun SCH-POCK aus. Schon sind wir bei der, nach eigenen Angaben, Flohmarkt App für schöne Dinge. Shpock steht dabei für „Shop in your pocket“

    Sichtbarkeit von shpock.com

    Man verpackt alle mehr oder minder zur einer Kategorie passenden Angebote zusammen und präsentiert sie optisch im Pinterest-Stile. Eigentlich befindet sich kein sichtbarer Text auf solchen Seiten. Auch Backlinks sind ein rares Gut. Sind hier überwiegend die Nutzsignale für das Ranking zu Keywörtern mit attraktiven Suchvolumen ausschlaggebend? Spielen gar die Dateinamen der Bilder sowie deren alt-Attribute, welche jeweils trefflich in verschiedensten Varianten benannten wurden, in diesem Zusammenhang eine Größere Rolle?

    Was haben QDF, Suchintention, Nutzer, Saisonalität und Google gemeinsam?

    Sie harmonieren ganz wunderbar miteinander. Google ist bestrebt, stehts das beste Ergebnis für einen Nutzer anzuzeigen. Dies kann natürlich nur gewährleistet werden, wenn die Suchintentionen sowie etwaige saisonale Umstände und Ereignisse berücksichtigt werden.

    Nils Römelings Website zu EM 2016

    Googles Ranking-Algorithmus QDF, Kurzform für „Query Deserve Freshness“, identifiziert, bei welchen Themen und deren Suchanfragen der User ein Bedürfnis nach aktuellen, zeitnahen Inhalten hat und positioniert diese bevorzugt auf der Suchergebnisseite.

    Nils Römeling bedient mit seinen Webangeboten fussball-em-2016.com sowie fussballnationalmannschaft.net diesen Algorithmus ganz gut und erwirtschaftet dank Google-Traffic Gewinne im sechsstelligen Bereich während großer Fußballturniere.

    Verlierer-Domains des Monats Mai 2016

    Widmen wir uns noch den Domains, welche im Verlauf des Monat Mai 2016 größere Verluste in der Sichtbarkeit hinnehmen musste.

    Verlierer-Domains Monat Mai 2016
    # Domain Veränderung Daten
    1 myvideo.de -86,69%
    2 renault.de -48,96%
    3 blackberry.com -43,41%
    4 klingel.de -38,86%
    5 neckermann-urlaubswelt.de -37,32%
    6 hawesko.de -35,37%
    7 otto-office.com -33,56%
    8 softonic.com -30,85%
    9 expedia.de -22,81%
    10 netzwelt.de -22,48%

    Aufgrund fehlender Nutzersignale Absturz im Google-Ranking?

    Wann hast Du Dir zuletzt einen lustigen oder informativen Clip auf myvideo.de angesehen? Genau, ich weiß es auch nicht. Es ist vermutlich schon eine kleine Ewigkeit her.

    Design von myvideo im zeitlichen Verlauf

    Heutzutage gibt es auf dem Portal nicht mehr wirklich einzigartige Inhalte. Ob Film, Serie oder Computerspiel, die Landingpage hat nur einen Trailer samt kurzer Titlebeschreibung. Mehr nicht. Ein Klick auf einen Anschauen- Kaufen oder Leihen-Button führt den nichtsahnenden Nutzer in den Shop der Online-Videothek von maxdome.

    Sichtbarkeit myvideo.de

    Ob nun das Video-Portal systematisch durch den Betreiber abgeschaltet wird oder die Rankings aufgrund schlechter (nicht mehr vorhandener?) Nutzersignale und den fehlenden einzigartigen Inhalten entfliehen könnte den deutlichen Abwärtstrend in der Sichtbarkeit erklären.

    Renault mit Website-Relaunch und neuen Corporate

    Der französische Autohersteller Renault präsentierte zu Beginn des Auto Salons in Genf sein neues Corporate Design. Zu Anfang Mai erfolgte dann die Überarbeitung der Website. Hintergrund für das Redesign ist, wie es seitens Renault heißt, die grundlegende Erneuerung der Fahrzeugpalette. Aber auch der Marken-Claim ändert sich. Aus „Drive The Change“ wurde „Passion For Life“.

    Sichtbarkeit Domain renault.de

    Der Zeitpunkt des Relaunch ist deutlich zu erkennen. Erfreulich, dass die Sichtbarkeit in den vergangenen vier Wochen deutlich anzieht. Dies ist ein gutes Signal, dass der Google-Crawler gut mit der neuen URL-Struktur zurechtkommt.

    Relaunch auf Verzeichnisebene bei Renault

    Auf Verzeichnisebene sind einige strukturelle Änderungen sofort ersichtlich.

    • Renault spielt nun alle Inhalte seiner Website über die verschlüsselte HTTPS-Verbindung aus
    • Der Verzeichnisname „Modellpalette“ wurde gekürzt und das zuvor vorangestellt „renault-“ verworfen

    Renault.de verlorene Rankings nach Relaunch

    Die verantwortlichen Kollegen stehen noch vor ein wenig Arbeit. Dies ist aber bei einer Umstrukturierung dieser Art völlig normal. Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die Brand (Marke) „Renault“ seitens Google nicht mehr eindeutig dem Vertipper „Reault“ zugeordnet wird.

    Download-Portal hält sich überraschend lange am Leben

    Hin und her, hoch und runter. Ein Wechsel der Top-Level-Domain, die Ausgliederung einer Sprachvariante auf einen Hostnamen und die Flucht vor bzw. aus dem Panda-Filter zeichnen die Geschichte der Domain softonic.com. Anhand des Sichtbarkeitsindex ist dies gut ablesbar.

    Sichtbarkeit softonic

    Für Softonic ging es nun ein gutes Stück nach unten. Nach der Umstellung schien Google etwas „Trust“ übertragen zu haben, doch nun wurde dem Ranking wieder ein deutlicher Riegel vorgeschoben. Genauer gesagt ist Softonic von einer manuellen Abstrafung durch Google betroffen. Den Grund dafür erfährst Du in unserer verlinkten Fallstudie.

    Hanseatisches Wein und Sekt Kontor strukturiert Online-Shop um

    Die Nummer Eins im Versand hochwertiger Weine, Champagner und Spirituosen möchte der seit 1996 betriebene Online-Shop hawesko.de sein. Seit dem 27.04.2016 ist die neue Website online.

    Sichtbarkeit hawesko.de

    Mit dem neuen Auftritt möchten wir unseren Kunden noch stärker in den Mittelpunkt stellen: Durch ansprechendes Design und eine perfekte Bedienbarkeit möchten wir ihm den Kauf so leicht und angenehm wie möglich machen.

    Betonte Hawesko-Geschäftsführer Nikolas von Haugwitz. Einige Inhaltsbereiche und Strukturen der Website wurden im Zuge des Relaunches umgestellt.

    http://www.chefkoch.de/rezepte/1189251224782335/Fladenbrot-mit-Tomaten-und-Feta-Kaese-gefuellt.html

    Das Verzeichnis Wein-ABC wurde abgeschafft und zumindest teilweise in den Bereich des Wein-Magazin überführt. Hier und da hat man richtigerweise die dafür notwendigen 301-Weiterleitungen geschaltet. Viele Inhalte sind bis jetzt allerdings noch nicht umgezogen. Der Nutzer, als auch GoogleBot, werden in diesem Falle mit einer schön gestalteten 404-Fehlerseite begrüßt.

    404-Fehlerseite bei Hawesko

    Auch sollten sich die verantwortlichen Kollegen einmal die vom CMS generierten Weiterleitungsketten anschauen. Hier und da mogelt sich all zu häufig eine temporäre 302-Weiterleitung unter. In der Regel kann dies nicht im Interesse des Seitenbetreibers sein und könnte kurzweilig, aber auch langfristig, zu Verwirrungen bei Goolge führen.

    301- 302- Weiterleitungskette bei Hawesko

    Die URL https://www.hawesko.de/wein-abc/merlot wurde mittels permanenter 301-Weiterleitung auf den umgezogenen Inhalt in das Wein-Magazin (https://www.hawesko.de/wein-magazin/weinwissen/rebsorten/2151.html) korrekt weitergeleitet. Dies ist aber für den GoobleBot noch nicht die Endstation. Mittels einer temporären 302-Weiterleitung wird nun von der verschlüsselten HTTPS-Verbindung zurück auf die ungesicherte HTTP-Verbindung zurückgeleitet. Wohl gemerkt nur „temporär“.

    In den Suchergebnissen von Google ranken die meisten URLs des Online-Shop ohne Trailing-Slash, also ohne einem „/“ am Ende eines Verzeichnisses.

    Hawesko SERP Trailing-Slash

    Das kann man zwar so machen, erschwert einer Maschine aber die eindeutige Zuordnung als /verzeichnis/. Über mod_ReWrite beispielsweise lassen sich beim Apache Webserver mühelos für alle „echten“ Verzeichnisse ein Trailing-Slash im Nachhinein anfügen.

    Hawesko Trailing-Slash mit 302-Weiterleitung

    Hierbei gilt es unbedingt zu beachten, dass eine permanente 301-Weiterleitung erstellt wird. Der aktuelle temporäre Verweis ist nicht optimal.

    Seitens Hawesko herrscht jedoch intern große Zufriedenheit über die neue Website, wie Andreas Isdepski, verantwortlich für Online und Mobile Marketing, bestätigt.

    Der Relaunch des Online-Shops ist sehr erfolgreich verlaufen, das Entwicklerteam hat großartige Arbeit geleistet. Vor allem die stabile Conversionrate ist beeindruckend. Ich bin gespannt auf die nächsten Wochen. Denn endgültig fertig sei der Shop noch nicht. Stück für Stück werden jetzt weitere mehrwertbietende Features nachgezogen.

    Google Update im Juni 2016 – Gewinner und Verlierer

    Einige Schräubchen am Google Algorithmus scheinen Ende Juni 2016 in die ein oder andere Richtung gedreht worden zu sein. Eine offizielle Meldung seitens Google liegt bis dato nicht vor. Bei größeren Algorithmus-Änderungen ging der Suchmaschinenanbieter aus dem kalifornischen Mountain View in der Vergangenheit recht transparent um. Zu den jüngsten Geschehnissen ist von offizieller Seite jedoch nichts bekannt.

    Trotz Allem sind die Auswirkungen des gegen Ende Juni 2016 ausgespielten Updates deutlich spürbar. Die Google-Änderung wurde europaweit gleichzeitig veröffentlicht und betrifft demnach alle Länder gleichermaßen. Es scheint sich eher um die Gewichtung von Nutzersignalen und strukturellen Aspekten einer Seite zu handeln, als um ein Content-Update wie beispielsweise das Panda Update eines war.

    Beispielhafte Gewinner-Domains des Google-Update im Juni 2016

    Ausgesuchte prozentuale Gewinner-Domains Juni 2016
    # Domain Veränderung Daten
    1 shop-apotheke.com +103,68%
    2 rossmann-fotowelt.de +60,74%
    3 eventinc.de +52,36%
    4 pcwelt.de +51,49%
    5 12gebrauchtwagen.de +42,77%
    6 caseking.de +38,64%
    7 skyscanner.de +35,12%
    8 fertighaus.de +33,84%
    9 langenscheidt.com +31,37%
    10 rossmann.de +26,85%

    Anhand der exemplarisch ausgewählten prozentualen Gewinner-Domains lassen sich deutliche Muster im Sichtbarkeitsindex der einzelnen Websites erkennen.

    Prozentuale Gogole-Update Juni 2016

    Ein eindeutiges Bild in den Sichtbarkeitsverläufen: Viele Domains gewannen schlagartig in der letzten Juniwoche kräftig an Sichtbarkeit.

    Sichtbarkeitsgewinn im Detail

    In unseren Daten schossen die positiv betroffenen Domains nach dem 27.06.2016 empor.

    Abwärtstrend durch Google Update gestoppt?

    Die Domain shop-apotheke.com befand sich in einem scheinbar unaufhaltsamen Abwärtstrend im SISTRIX Sichtbarkeitsindex. Durch die gegen Ende Juni in Kraft getretenen Algorithmus-Änderungen gelang der Website ein (vorzeitiger?) Ausbruch aus dem Trendverlauf.

    Abwärtstrend durch Google-Update gestoppt

    Vom Phantom-Update gebeutelt, jetzt aber ein Gewinner?

    Einige Domains wurden vom Phantom Update im Mai vergangenen Jahres negativ betroffen. Nicht selten zählen diese aber nun zu den Gewinnern im Juni 2016.

    Gewinn im Juni trotz Verlust durch Phantom-Update

    Gleiches Bild auch bei den Gewinner-Domains nach absoluten Zahlen

    Die oben angeführten Beispiele zeigen sich ebenfalls, schaut man sich die Sichtbarkeits-Gewinner nach absoluten Zahlen an. Beispielsweise hat der Online Auftritt der Zeitschrift LECKER nun sichtbar profitiert, wurde vor gut einem Jahr aber vom Phantom-Update nachhaltig negativ beeinflusst.

    Sichtbarkeitsgewinn nach absoluten Zahlen bei LECKER

    Die Ratgeber-Plattform zuhause.de konnte in absoluten Zahlen mehr als 11 Punkte im Sichtbarkeitsindex zulegen. Dabei gab es in der jüngsten Vergangenheit keine „Vorbelastung“ durch ein Google-Update.

    11 Punkte Gewinn in der Sichtbarkeit durch Google-Update

    Beispielhafte Verlierer-Domains des Google-Update im Juni 2016

    Ausgesuchte prozentuale Verlierer-Domains Juni 2016
    # Domain Veränderung Daten
    1 s-immobilien.de -71,55%
    2 medizinfuchs.de -32,38%
    3 maskworld.com -30,63%
    4 tecchannel.de -29,35%
    5 mybestbrands.de -26,67%
    6 schuhe.de -26,15%
    7 schlafwelt.de -22,05%
    8 billiger.de -18,97%
    9 heilpraxisnet.de -18,68%
    10 onmeda.de -16,81%

    Wie auch bei den Gewinnern folgen die Verlierer-Domains des vermeintlichen Google Update im Juni einem gemeinsamen Trend, welcher sich anhand des Sichtbarkeitsindex leicht ablesen lässt.

    Verlierer-Domain Google Update Juni 2016

    Stichtag in den Daten ist auch hier wider der 27.06.2016. Daraufhin sackte die Sichtbarkeit vieler Domains teils deutlich ab. Die Verluste lassen sich nicht gezielt auf einen Website-Typ oder gar Themenbereich festnageln. Online-Shops haben wie auch Informationsportale gleichermaßen einen Sichtbarkeitsverlust erlitten.

    Konträr zu den Gewinner-Domains haben Domains an Sichtbarkeit verloren, welche in der Vergangenheit einem Abwärtstrend unterlagen

    Trotz Abwärtstrend Verlust der Sichtbarkeit im Juni 2016

    oder einst vom Phantom Update negativ betroffen waren.

    Verlierer Phantom-Update und Verliere im Juni-Update 2016

    Das Immobilienportal der Sparkasse (s-immobilien.de) erlag im übrigen nicht dem Google Update. Hier fand lediglich ein ganz klassischer Domainumzug auf den Hostnamen immobilien.sparkasse.de statt.

    Domainumzug des Immobilienportals der Sparkasse

    Schwergewichte bei den Verlierer-Domains nach absoluten Zahlen

    Wirft man einen Blick auf die Verlierer-Domains im Juni 2016, so fallen viele Schwergewichte sofort ins Auge. Auch hier haben große Domains aus den unterschiedlichsten Bereichen schlagartig Sichtbarkeitspunkte verloren.

    Verlierer-Domains Juni 2016 nach absoluten Zahlen

    Jeweils dreißig Punkte Verlust im Sichtbarkeitsindex auf einen Schlag mussten alleine die Angebote Chip.de und Otto.de vergangenen Monat einstecken. Das Nachrichtenmagazin FOCUS Online hingegen verlor knackige 65 Punkte in der Sichtbarkeit über die vergangenen vier Wochen hinweg.

    Panda-Verlierer, Phantom-Verlierer und jetzt?

    Im Umkehrschluss gibt es aber auch Domains, welche extrem auf die vergangenen Qualität-Updates von Google reagiert hatten, jetzt aber unberührt blieben.

    Panda und Phantom Verlierer dr-gumpert.de


    Teile doch gerne Deine Beobachtungen, Erkenntnisse und Analysen dieses Google Update betreffend hier unten in den Kommentaren 🙂

    SISTRIX IndexWatch SEO-Analysen

    sistrix.de

  • Wie Google Links anhand der Nutzersignale aus dem Google Chrome Browser bewerten kann

    Juni 30, 2016 1:14 pm - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Es verdichten sich die Beweise, dass Google anhand von Nutzersignalen unnatürliche Links sehr gut identifizieren und entwerten kann.

    Schon 2014 haben wir darüber geschrieben, dass Google die Möglichkeit besitzt, Links mit Hilfe der Daten vom Chrome Browser zu bewerten. Anhand der Nutzersignale wie oft ein Link tatsächlich von Nutzern geklickt wird, könnte Google den wahren Wert eines Links bestimmen.  Unnatürliche Links ließen sich ebenso enttarnen wie Links von Websites, die nur für den Linkverkauf erstellt wurden, aber mangels Mehrwert eigentlich überhaupt keine echten Besucher vorweisen können.

    Bislang fehlte für diese Theorie aber der eindeutige Beweis, dass der Google Chrome Browser das Surferhalten seiner Nutzer an Google sendet. Dieser Beweis liegt jetzt vor.

    Google My Activity (Meine Aktivitäten) zeigt den Browserverlauf an

    Google hat den neuen Dienst „My Activity“ eingeführt. Dort können Nutzer sehen, welche Daten Google bei der Nutzung von Google Produkten über sie gespeichert. hat.

    Bestandteil der Daten ist auch der Browserverlauf des Google Chrome Browsers. Somit erhält Google umfassende Daten, wie sich Nutzer durch das Web bewegen.

    Der folgende Screenshot zeigt z.B. an, dass ich heute um 10:01 Uhr den Chrome Browser benutzt habe. Ich habe in der Google-Suche eine Suchanfrage für „Elon Musk“ abgeschickt und über diesen Weg die Twitter-Seite von Elon Musk besucht. Dort habe ich einen Link auf einen Artikel bei bloomberg.com über Tesla und Solar City angeklickt. Am Ende des Beitrages habe ich einen Link auf einen weiteren Artikel bei Bloomberg geklickt. Auch das wurde bei „My Activity“ korrekt gespeichert.

    google-my-activity

    Über alle Nutzer kann Google so sehr genau berechnen wie häufig eine Seite aufgerufen wurde und welchen Links die Nutzer gefolgt sind.

    Warum sind diese Daten so wichtig und welche Bedeutung haben sie für den Linkauffbau und die interne Verlinkung? Die Antwort ist das Google Patent „Ranking documents based on user behavior and/or feature data (US 8117209 B1)“, das am 19. März 2010 eingetragen und am 14. Februar 2012 veröffentlicht wurde.

    Ein Link ist um so wichtiger, je häufiger er tatsächlich angeklickt wird

    In dem Dokument beschreibt Google eine Weiterentwicklung des PageRank-Modells. Ich versuche die etwas komplexe Mathematik dahinter möglichst einfach zu beschreiben, so dass es jeder verstehen kann. Dieser Abschnitt ist vielleicht etwas anstrengender zu lesen, aber es lohnt sich. Jeder SEO muss das Modell verstanden haben.

    Den PageRank-Wert kann man als Wahrscheinlichkeit verstehen, dass ein Surfer sich im Web gerade auf einer bestimmten Seite befindet. Je mehr Links zu der Seite führen und je wichtiger die Seiten sind, von denen aus verlinkt wird, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Surfer auf dieser Seite befindet. Führen viele Links und Links von wichtigen Seiten auf eine bestimmte Zielseite, so hat sie einen hohen PageRank und damit einen hohen Rankingvorteil.

    Bei dem ursprünglichen Modell ging Google von einem zufälligen Surfer aus (Random Surfer Model). Vereinfacht ausgedrückt bewegt sich der Random Surfer durch das Netz, indem er zufällig einen der ausgehenden Links klickt. Die Klickwahrscheinlichkeit ist bei allen ausgehenden Links einer Seite gleich hoch, da der Random Surfer zufällig einen der angebotenen Links auswählt. Somit vererben nach dem Modell alle ausgehenden Links einer Seite den gleichen PageRank.

    Das Patent „Ranking documents based on user behavior and/or feature data“ beschreibt eine Weiterentwicklung dieses Modells. Es wird nicht mehr von einem Surfer ausgegangen, der zufällig einen Link auswählt, sondern ganz bewusst. Google nennt das Reasonable Surfer, was mit Rationaler Surfer übersetzt werden kann.

    Nach dem Reasonable Surfer Model sind Links um so wichtiger, je häufiger sie geklickt werden. Umgekehrt werden Links, die selten oder gar nicht geklickt werden, unwichtig und werden entsprechend gering gewichtet. In dem Patent beschreibt Google welche Links am häufigsten geklickt werden. Das sind z.B. Links direkt aus dem Hauptcontent der Seite, eher am Anfang des Contents, farblich hervorgehoben und unterstrichen. Diese werden deutlich häufiger geklickt als z.B. ein Link in kleinerer Schrift im Footer der Website. Je häufiger ein Link geklickt wird, um so stärker wird er gewichtet.

    Mit der Weiterentwicklung vom Random Surfer zum Reasonable Surfer wird die Prognose, mit welcher Wahrscheinlichkeit sich ein Surfer auf einer bestimmten Seite befindet, deutlich verbessert.

    Vor allem kann Google die neue Methode hervorragend im Kampf gegen unnatürliche Links einsetzen. Ein Link, der nicht geklickt wird, vererbt auch keinen PageRank und verursacht damit keinen Rankingvorteil.

    Unnatürliche Links werden kaum geklickt

    Wenn Links gezielt gesetzt wurden, nur um den PageRank der Zielseite zu beeinflussen, verstoßen sie geben die Richtlinien von Google. Wenn wir uns anschauen, welche Links Google als unnatürlich beschreibt, dann haben fast alle diese Links eine Gemeinsamkeit. Sie werden wahrscheinlich selten von echten Nutzern angeklickt. Das sind z.B. Links, die gar nicht sichtbar sind, Links im Footer eine Website, Links von Linktauschseiten, Seiten mit geringer Qualität, Artikel-Verzeichnissen, Presseportalen, Foren-Signaturen oder aus Gästebuch-Kommentaren. Sie werden selten geklickt, weil sie für die Nutzer uninteressant sind, nach Spam aussehen, und/oder weil die verlinkende Seite kaum echte Besucher besitzt.

    Google hat mir dem Reasonable Surfer Model eine sehr elegante Lösung gefunden, diese Links entwerten zu können. Wenn solche Links kaum geklickt werden, haben sie auch kaum einen Einfluss auf das Ranking.

    Google weiß wie häufig ein Link geklickt wird

    Diese Methode funktioniert um so besser, je genauer Google die tatsächliche Anzahl Klicks prognostizieren kann. Genau an dieser Stelle kommt der Google Chrome Browser in`s Spiel. Wie jetzt die Daten von My Activity zeigen, sendet der Chrome Browser den Browserverlauf an Google. Mit diesen Daten kann Google ein genaues Bewegungsprofil zwischen Websites erstellen und die Wichtigkeit von Links berechnen.

    Weltweit besitzt der Chrome Browser laut statcounter.com auf dem Desktop inzwischen einen Marktanteil von rund 57 Prozent. Mehr als die Hälfte der weltweiten Internetnutzung findet also über den Chrome Browser statt. Damit lassen sich sehr genaue statistische Aussagen über jede einzelne Website treffen. Diese Daten sind für Google deutlich wertvoller als Daten von Google Analytics. Jede Website, die nicht Analytics verwendet, wäre eine Black Box für Google. Chrome liefert umfangreiche Statistiken zu jeder Website.

    Die Nutzersignale in Form von tatsächlichen Klicks auf Links können langfristig wahrscheinlich auch schlecht durch Klickroboter gefälscht werden. Die Daten sind Nutzerprofilen zugeordnet und Google kann bewerten wie vertrauensvoll ein Nutzer ist. Bei My Activity werden auch Daten über den Standort angezeigt, über die Nutzung von Gmail, der Suche, verwendete Geräte, Google Now, Google Dokumenten und Tabellen, Aufruf von Seiten hinter einem Login usw. Anhand dieser Daten sollte sich ein Mensch von einem Roboter leicht unterscheiden lassen.

    Fazit

    Wir haben schon lange vermutet, dass Google mit dem Chrome Browser messen kann, wie häufig ein Link tatsächlich angeklickt wird und unnatürliche Links entsprechend abwertet. Mit den Daten von My Activity liegt nun der Beweis vor, dass der Chrome Browser die Nutzersignale tatsächlich an Google sendet. Jeder SEO sollte davon ausgehen, dass Links, die nicht geklickt werden, langfristig auch keinen Wert für das Ranking besitzen. Das gilt um so mehr, wenn man sich die Erfolge von Google beim Kampf gegen Linkspan in den letzten Jahren anschaut. Die Verwendung der Nutzersignale aus dem Google Chrome Browser sind eine sehr gute Erklärung dafür. 

    sistrix.de

  • Fallstudie: Softonic.com ist wahrscheinlich von einer manuellen Abstrafung seitens Google betroffen

    Juni 15, 2016 1:55 pm - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Der Sichtbarkeitsverlauf für Softonic.com zeigt einen Rückgang von 40% in den USA, 33% im Vereinten Königreich, 42% in Deutschland, 61% in Italien, 53% in Frankreich, 31% in den Niederlanden, 43% in Brasilien, 45% in ihrem Heimatmarkt Spanien und vielen weiteren Ländern auch. Für den Rest diese Auswertung schauen wir uns nur den US Markt an, da das Problem für alle Länder gleich ist.

    Sichtbarkeisverlauf für Softonic.com in den Suchmärkten US, UK und DE

    Sichtbarkeisverlauf für Softonic.com in den Suchmärkten US, UK und DE

    Wenn wir uns die Sichtbarkeit für das stärkste Verzeichnis auf Softonic für den US Amerikanischen Suchmarkt anschauen, in diesem Fall /s/, sticht sofort ein massiver Sichtbarkeitsverlust ins Auge. Welchen Einfluss hatte dieses Verzeichnis eigentlich auf die komplette Domain? Das Verzeichnis hat noch vor zwei Wochen einen Löwenanteil von 40% der Sichtbarkeit der kompletten Domain ausgemacht (84 der 208 Punkte der Domain im Sichtbarkeitsindex). Heute macht dieses Verzeichnis nicht einmal 0.5% der Domain Sichtbarkeit aus.

    Sichtbarkeisverlauf der stärksten Verzeichnisse auf Softonic.com

    Sichtbarkeisverlauf der stärksten Verzeichnisse auf Softonic.com

    Was ist mit dem /s/ Verzeichnis geschehen?

    Zuerst müssen wir uns anschauen, welche Inhalte in diesem Verzeichnis zu finden waren. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr euch die komplette Liste hier ansehen.

    Sichtbarkeisverlauf der stärksten Unterverzeichnisse auf Softonic.com/s/

    Sichtbarkeisverlauf der stärksten Unterverzeichnisse auf Softonic.com/s/

    Schauen wir uns die Rankings in den Wochen vor dem Absturz an, findet sich zum Beispiel die URL http://en.softonic.com/s/microsoft-office/ für die Suchanfrage „microsoft office“. Wenn wir diese URL im Browser öffnen, zeigt sich uns eine Ergebnisseite der internen Suche auf Softonic.

    Die URL http://en.softonic.com/s/microsoft-office/ zeigt das Ergebnis einer internen Suche auf Softonic für das Keywort "microsoft office"

    Die URL http://en.softonic.com/s/microsoft-office/ zeigt das Ergebnis einer internen Suche auf Softonic für das Keywort „microsoft office“

    Wenn wir uns auch die restlichen Ergebnisse aus obiger Liste anschauen wird schnell klar, dass alle Ergebnisse im Verzeichnis /s/ aus internen Suchseiten bestehen. Also „SERPs in SERPs“.

    Fazit

    Hiermit sehen wir uns einem Problem gegenübergestellt, mit dem Google sich schon seit Ewigkeiten herumschlägt: Suchergebnisse innerhalb der Suchergebnisse. Schon 2007 hat Matt Cutts es für nötig empfunden dieser Thematik einem eigenen Artikel zu widmen (Engl.). Googles Richtlinien für Webmaster beschäftigen sich damit im Unterpunkt „Brückenseiten„: Im Wesentlichen ähnliche Seiten, die eher Suchergebnissen ähneln als einer klar definierten, durchsuchbaren Hierarchie.

    Viele Webseitenbetreiber nutzen gerne die umfangreichen Möglichkeiten die Kategorienseiten für gute Rankings bei wichtigen Keywords bieten. Hierbei handelt es sich um eine Strategie mit vielen Gesichtern. Einige gut funktionierende Beispiele sind: die spanische Zeitung Elpais.com, die deutsche Zeitung Sueddeutsche, Theguardian.com und Quora.com (wo auch die HTML Sitemap als Kategorienseite genutzt wird).

    Kategorienseiten zu nutzen kann sich als großartige Idee herausstellen und den Rankings einer Seite maßgeblich zugute kommen. Es ist jedoch wichtig aufzupassen wie genau man diese Strategie umsetzt, da Google es schon seit Jahren klarstellt, dass Suchergebnisseiten im Google-Index nicht erwünscht sind.

    Da Themenseiten intern häufig so aufgebaut sind, dass sie im Kern eine interne Suche über die eigenen Artikel zu einem Stichwort sind, besteht die Gefahr bei Google in Missgunst zu fallen.

    Damit dies nicht geschieht, sollte in die Erstellung und Ausgestaltung dieser Seiten ruhig der ein oder andere Manntag mehr investiert werden, als unbedingt nötig. Auch dann werden es noch die Seiten der Domain sein, die mit dem wenigsten Aufwand die meisten Besucher bringen.

    Schlussendlich noch ein Satz: Grundsätzlich es ist eine Gratwanderung was Google als eine Kategorienseite akzeptiert und wann Google diese als Suchergebnis zählt. Klare Richtlinien hat Google nicht. Das Verzeiches jedoch /s/, für Search, zu nennen, lässt nicht viel Raum für Interpretationen.


    Update 08.06.2016:
    Jennifer Woodard, Softonics Pressesprecherin, hat gestern, nach der Veröffentlichung der spanischen Version dieses Blogposts, auf Twitter eine manuelle Maßnahme wegen „Thin Content“ auf deren Suchseiten bestätigt und mitgeteilt, dass schon an einer Lösung gearbeitet wird.

    Wir wünschen dem Softonic Team viel Erfolg!

    sistrix.de

  • Fallstudie: Softonic.com ist wahrscheinlich von einer manuellen Abstrafung seitens Google betroffen

    Juni 14, 2016 7:19 pm - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Der Sichtbarkeitsverlauf für Softonic.com zeigt einen Rückgang von 40% in den USA, 33% im Vereinten Königreich, 42% in Deutschland, 61% in Italien, 53% in Frankreich, 31% in den Niederlanden, 43% in Brasilien, 45% in ihrem Heimatmarkt Spanien und vielen weiteren Ländern auch. Für den Rest diese Auswertung schauen wir uns nur den US Markt an, da das Problem für alle Länder gleich ist.

    Sichtbarkeisverlauf für Softonic.com in den Suchmärkten US, UK und DE

    Sichtbarkeisverlauf für Softonic.com in den Suchmärkten US, UK und DE

    Wenn wir uns die Sichtbarkeit für das stärkste Verzeichnis auf Softonic für den US Amerikanischen Suchmarkt anschauen, in diesem Fall /s/, sticht sofort ein massiver Sichtbarkeitsverlust ins Auge. Welchen Einfluss hatte dieses Verzeichnis eigentlich auf die komplette Domain? Das Verzeichnis hat noch vor zwei Wochen einen Löwenanteil von 40% der Sichtbarkeit der kompletten Domain ausgemacht (84 der 208 Punkte der Domain im Sichtbarkeitsindex). Heute macht dieses Verzeichnis nicht einmal 0.5% der Domain Sichtbarkeit aus.

    Sichtbarkeisverlauf der stärksten Verzeichnisse auf Softonic.com

    Sichtbarkeisverlauf der stärksten Verzeichnisse auf Softonic.com

    Was ist mit dem /s/ Verzeichnis geschehen?

    Zuerst müssen wir uns anschauen, welche Inhalte in diesem Verzeichnis zu finden waren. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr euch die komplette Liste hier ansehen.

    Sichtbarkeisverlauf der stärksten Unterverzeichnisse auf Softonic.com/s/

    Sichtbarkeisverlauf der stärksten Unterverzeichnisse auf Softonic.com/s/

    Schauen wir uns die Rankings in den Wochen vor dem Absturz an, findet sich zum Beispiel die URL http://en.softonic.com/s/microsoft-office/ für die Suchanfrage „microsoft office“. Wenn wir diese URL im Browser öffnen, zeigt sich uns eine Ergebnisseite der internen Suche auf Softonic.

    Die URL http://en.softonic.com/s/microsoft-office/ zeigt das Ergebnis einer internen Suche auf Softonic für das Keywort "microsoft office"

    Die URL http://en.softonic.com/s/microsoft-office/ zeigt das Ergebnis einer internen Suche auf Softonic für das Keywort „microsoft office“

    Wenn wir uns auch die restlichen Ergebnisse aus obiger Liste anschauen wird schnell klar, dass alle Ergebnisse im Verzeichnis /s/ aus internen Suchseiten bestehen. Also „SERPs in SERPs“.

    Fazit

    Hiermit sehen wir uns einem Problem gegenübergestellt, mit dem Google sich schon seit Ewigkeiten herumschlägt: Suchergebnisse innerhalb der Suchergebnisse. Schon 2007 hat Matt Cutts es für nötig empfunden dieser Thematik einem eigenen Artikel zu widmen (Engl.). Googles Richtlinien für Webmaster beschäftigen sich damit im Unterpunkt „Brückenseiten„: Im Wesentlichen ähnliche Seiten, die eher Suchergebnissen ähneln als einer klar definierten, durchsuchbaren Hierarchie.

    Viele Webseitenbetreiber nutzen gerne die umfangreichen Möglichkeiten die Kategorienseiten für gute Rankings bei wichtigen Keywords bieten. Hierbei handelt es sich um eine Strategie mit vielen Gesichtern. Einige gut funktionierende Beispiele sind: die spanische Zeitung Elpais.com, die deutsche Zeitung Sueddeutsche, Theguardian.com und Quora.com (wo auch die HTML Sitemap als Kategorienseite genutzt wird).

    Kategorienseiten zu nutzen kann sich als großartige Idee herausstellen und den Rankings einer Seite maßgeblich zugute kommen. Es ist jedoch wichtig aufzupassen wie genau man diese Strategie umsetzt, da Google es schon seit Jahren klarstellt, dass Suchergebnisseiten im Google-Index nicht erwünscht sind.

    Da Themenseiten intern häufig so aufgebaut sind, dass sie im Kern eine interne Suche über die eigenen Artikel zu einem Stichwort sind, besteht die Gefahr bei Google in Missgunst zu fallen.

    Damit dies nicht geschieht, sollte in die Erstellung und Ausgestaltung dieser Seiten ruhig der ein oder andere Manntag mehr investiert werden, als unbedingt nötig. Auch dann werden es noch die Seiten der Domain sein, die mit dem wenigsten Aufwand die meisten Besucher bringen.

    Schlussendlich noch ein Satz: Grundsätzlich es ist eine Gratwanderung was Google als eine Kategorienseite akzeptiert und wann Google diese als Suchergebnis zählt. Klare Richtlinien hat Google nicht. Das Verzeiches jedoch /s/, für Search, zu nennen, lässt nicht viel Raum für Interpretationen.


    Update 08.06.2016:
    Jennifer Woodard, Softonics Pressesprecherin, hat gestern, nach der Veröffentlichung der spanischen Version dieses Blogposts, auf Twitter eine manuelle Maßnahme wegen „Thin Content“ auf deren Suchseiten bestätigt und mitgeteilt, dass schon an einer Lösung gearbeitet wird.

    Wir wünschen dem Softonic Team viel Erfolg!

    sistrix.de

  • Fallstudie: Softonic.com ist wahrscheinlich von einer manuellen Abstrafung seitens Google betroffen

    Juni 8, 2016 7:11 pm - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Der Sichtbarkeitsverlauf für Softonic.com zeigt einen Rückgang von 40% in den USA, 33% im Vereinten Königreich, 42% in Deutschland, 61% in Italien, 53% in Frankreich, 31% in den Niederlanden, 43% in Brasilien, 45% in ihrem Heimatmarkt Spanien und vielen weiteren Ländern auch. Für den Rest diese Auswertung schauen wir uns nur den US Markt an, da das Problem für alle Länder gleich ist.

    Sichtbarkeisverlauf für Softonic.com in den Suchmärkten US, UK und DE

    Sichtbarkeisverlauf für Softonic.com in den Suchmärkten US, UK und DE

    Wenn wir uns die Sichtbarkeit für das stärkste Verzeichnis auf Softonic für den US Amerikanischen Suchmarkt anschauen, in diesem Fall /s/, sticht sofort ein massiver Sichtbarkeitsverlust ins Auge. Welchen Einfluss hatte dieses Verzeichnis eigentlich auf die komplette Domain? Das Verzeichnis hat noch vor zwei Wochen einen Löwenanteil von 40% der Sichtbarkeit der kompletten Domain ausgemacht (84 der 208 Punkte der Domain im Sichtbarkeitsindex). Heute macht dieses Verzeichnis nicht einmal 0.5% der Domain Sichtbarkeit aus.

    Sichtbarkeisverlauf der stärksten Verzeichnisse auf Softonic.com

    Sichtbarkeisverlauf der stärksten Verzeichnisse auf Softonic.com

    Was ist mit dem /s/ Verzeichnis geschehen?

    Zuerst müssen wir uns anschauen, welche Inhalte in diesem Verzeichnis zu finden waren. Wenn Ihr mögt, könnt Ihr euch die komplette Liste hier ansehen.

    Sichtbarkeisverlauf der stärksten Unterverzeichnisse auf Softonic.com/s/

    Sichtbarkeisverlauf der stärksten Unterverzeichnisse auf Softonic.com/s/

    Schauen wir uns die Rankings in den Wochen vor dem Absturz an, findet sich zum Beispiel die URL http://en.softonic.com/s/microsoft-office/ für die Suchanfrage „microsoft office“. Wenn wir diese URL im Browser öffnen, zeigt sich uns eine Ergebnisseite der internen Suche auf Softonic.

    Die URL http://en.softonic.com/s/microsoft-office/ zeigt das Ergebnis einer internen Suche auf Softonic für das Keywort "microsoft office"

    Die URL http://en.softonic.com/s/microsoft-office/ zeigt das Ergebnis einer internen Suche auf Softonic für das Keywort „microsoft office“

    Wenn wir uns auch die restlichen Ergebnisse aus obiger Liste anschauen wird schnell klar, dass alle Ergebnisse im Verzeichnis /s/ aus internen Suchseiten bestehen. Also „SERPs in SERPs“.

    Fazit

    Hiermit sehen wir uns einem Problem gegenübergestellt, mit dem Google sich schon seit Ewigkeiten herumschlägt: Suchergebnisse innerhalb der Suchergebnisse. Schon 2007 hat Matt Cutts es für nötig empfunden dieser Thematik einem eigenen Artikel zu widmen (Engl.). Googles Richtlinien für Webmaster beschäftigen sich damit im Unterpunkt „Brückenseiten„: Im Wesentlichen ähnliche Seiten, die eher Suchergebnissen ähneln als einer klar definierten, durchsuchbaren Hierarchie.

    Viele Webseitenbetreiber nutzen gerne die umfangreichen Möglichkeiten die Kategorienseiten für gute Rankings bei wichtigen Keywords bieten. Hierbei handelt es sich um eine Strategie mit vielen Gesichtern. Einige gut funktionierende Beispiele sind: die spanische Zeitung Elpais.com, die deutsche Zeitung Sueddeutsche, Theguardian.com und Quora.com (wo auch die HTML Sitemap als Kategorienseite genutzt wird).

    Kategorienseiten zu nutzen kann sich als großartige Idee herausstellen und den Rankings einer Seite maßgeblich zugute kommen. Es ist jedoch wichtig aufzupassen wie genau man diese Strategie umsetzt, da Google es schon seit Jahren klarstellt, dass Suchergebnisseiten im Google-Index nicht erwünscht sind.

    Da Themenseiten intern häufig so aufgebaut sind, dass sie im Kern eine interne Suche über die eigenen Artikel zu einem Stichwort sind, besteht die Gefahr bei Google in Missgunst zu fallen.

    Damit dies nicht geschieht, sollte in die Erstellung und Ausgestaltung dieser Seiten ruhig der ein oder andere Manntag mehr investiert werden, als unbedingt nötig. Auch dann werden es noch die Seiten der Domain sein, die mit dem wenigsten Aufwand die meisten Besucher bringen.

    Schlussendlich noch ein Satz: Grundsätzlich es ist eine Gratwanderung was Google als eine Kategorienseite akzeptiert und wann Google diese als Suchergebnis zählt. Klare Richtlinien hat Google nicht. Das Verzeiches jedoch /s/, für Search, zu nennen, lässt nicht viel Raum für Interpretationen.


    Update 08.06.2016:
    Jennifer Woodard, Softonics Pressesprecherin, hat gestern, nach der Veröffentlichung der spanischen Version dieses Blogposts, auf Twitter eine manuelle Maßnahme wegen „Thin Content“ auf deren Suchseiten bestätigt und mitgeteilt, dass schon an einer Lösung gearbeitet wird.

    Wir wünschen dem Softonic Team viel Erfolg!

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  • Spielt Google ein Neujahrs-Update aus?

    Mai 11, 2016 7:08 am - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Nicht mehr lange und das chinesische Jahr des Feuer-Affens beginnt. Über das Wochenende gab es in den sozialen Medien zahlreiche Vermutungen, dass Google bereits vor dem chinesischen Jahreswechsel (und kurz nach unserem Jahreswechsel) das lange angekündigte und von vielen sehnlichst erwartete Penguin-4.0-Update ausspielt. Die Daten von zahlreichen “SEO-Wetter”-Trackern sprechen (teilweise) dafür. Johannes Müller von Google erklärt über Twitter, dass aktuell nichts bekanntzugeben sei.

    Um Gewissheit zu haben, habe ich gerade einen aktuellen Sichtbarkeitsindex für Deutschland berechnet. Die Werte sind maximal eine Stunde alt. Die Top-50 Gewinner und Verlierer hier als Google Doc. Zusammenfassung: keine besonderen Schwankungen, die über das normale Maß ungewöhnlich hinausgehen. Unter den Verliererdomains sind keine besonderen Häufungen zu sehen und auch bei den Gewinnern sehe ich keine Anzeichen für ein großes Algorithmus-Update. Für Deutschland lässt sich damit zum aktuellen Zeitpunkt ausschließen, dass Penguin 4.0 bereits live ist. Aber was nicht ist, kann ja noch werden: wir behalten die Entwicklung im Auge.

    sistrix.de

  • IndexWatch 01/2016 & 02/2016

    Mai 10, 2016 1:07 pm - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Nachdem wir uns im letzten Monat in einem Jahresrückblick die SEO-Gewinner 2015 angeschaut und die Verlierer-Domains des Jahres 2015 in einer weiteren Sonderausgabe analysiert hatten, fassen wir hier in der Ausgabe des IndexWatch 01/2016 & 02/2016 die vergangenen beiden Monate zusammen.

    In unserem SISTRIX IndexWatch schauen wir auf die monatlichen Veränderungen des deutschen Suchmarktes und analysieren Gewinner als auch Verlierer im im SISTRIX Sichtbarkeitsindex. In dieser Zusammenfassung betrachten wir jeweils die Top-15 der Monate Dezember 2015 und Januar 2016. 

    Google Update hin, Realtime-Algorithmus her

    In der Kürze liegt bekanntlich die Würze und der Suchmaschinenanbieter aus Mountain View spielt pro Jahr gut und gerne einmal über 600 Updates aus. Fassen wir die Veränderungen bei Google in den letzten beiden Monaten daher kurz zusammen.

    Es gab kein neues Panda Update. Google Webmaster Trends Analyst Gary Illyes bestätigte allerdings, dass der Qulitäts-Filter nun fester Bestandteil des allgemeinen Ranking-Algorithmus sei. Das Panda Update würde somit in Echtzeit laufen, wobei bis jetzt aber kein Data-Refresh vorgenommen wurde – die Datenbasis des Panda-Algorithmus demnach nicht erneuert wurde.

    Auch warten betroffene Webmaster noch immer auf ein neues Penguin Update. Man munkelte, dass der neue Algorithmus über die Weihnachtsferien das Licht der SEO-Welt erblicken würde, was jedoch durch Google dementiert wurde. Ziel des Penguin-Filter ist ein unnatürliches Linkprofil bei Webseiten ausfindig zu machen. Wird der Filter fündig, so erhält die Domain eine sog. Penalty – eine Ranking-Zurückstufung auf Keyword- oder Seiten-Basis. In der ersten Jahreshälfte 2016, womöglich bereits im ersten Quartal, soll es einen überarbeiteten Penguin-Algorithmus geben, welche zudem fortan auch in Echtzeit laufen würde.

    Anfang Januar herrschte dann etwas Aufregung, als einige SERP-Tracker vermeintliche große Google Updates prognostizierten. Um der SEO-Szene Gewissheit zu geben, berechneten wir den Sichtbarkeitsindex für Deutschland kurzerhand neu, konnten jedoch kein Neujahrs-Update feststellen.

    Zur Überraschung aller meldete sich Matt Cutts von Google, der seit eineinhalb Jahren auf eigenen Wunsch unbezahlten Urlaub genießt, zu Wort und schilderte eine mögliche Ursache für die Teils spürbaren Ranking-Schwankungen. Änderungen an Googles Algorithmen wurden zwar während der Weihnachtsferien vorgenommen, jedoch nicht öffentlich ausgespielt. Als dies im Januar nachgeholt wurde, hatten sich viele kleine Änderungen angehäuft, welche zu entsprechend messbaren Symptomen führten.

    Wir haben derweil ein Amazon Keyword Tool veröffentlicht und haben noch einige spannende Entwicklungen diesbezüglich in der Pipeline 🙂

    Top-15 Gewinner-Domains im Monat Dezember 2015

    Beginnen wir mit den Top-15 Gewinnern im IndexWatch. Dies sind jene Domains, welche im Verlaufe des Monat Dezember 2015 den größten Zuwachs im SISTRIX Sichtbarkeitsindex verzeichnen konnten.

    Dezember 2015: Top-15 Gewinner-Domains
    # Domain Veränderung Daten
    1 wz.de +300,27%
    2 frankfurt-airport.com +85,02%
    3 tripadvisor.com +72,40%
    4 pandora.net +52,53%
    5 viva.tv +44,70%
    6 phoenix.de +44,49%
    7 salzburg.info +41,59%
    8 linguee.com +39,52%
    9 druckertinte.de +35,12%
    10 moneyhouse.de +33,43%
    11 av-test.org +32,68%
    12 audi.de +32,14%
    13 wilderkaiser.info +30,97%
    14 snipes.com +30,04%
    15 feratel.com +28,63%

    Gute und weniger gute Domainumzüge

    Die Domainänderung der Westdeutschen Zeitung von wz-newsline.de auf wz.de scheint auf Anhieb gut geklappt zu haben. Die neue Domain konnte ein Gewinn im Sichtbarkeitsindex von über 300% verzeichnen.

    Sichtbarkeitsvergleich zweier Domains

    Die SEO-Basics eines Website-Relaunch lassen sich im übrigen auch sehr gut auf einen Domainumzug übertragen. Das Prozedere ist in beiden Fällen identisch: Es müssen alle sich ändernden URLs identifiziert werden und diese korrekt auf ihr neues Pendant weitergeleitet werden.

    Dieses Vorhaben hat man scheinbar auch bei Fraport, dem Betreiber des Frankfurter Flughafens, gehabt, als man sich im Dezember 2015 schließlich entschied nicht länger zweigleisig zu fahren.

    Sichtbarkeitsverlauf beider Fraport-Domains

    Zuvor Betrieb man die beiden Domains frankfurt-airport.de sowie frankfurt-airport.com parallel. Erstere wurde jetzt zu Gunsten letzterer aufgegeben, sodass die .com-Domain nun die alleinige Anlaufstelle für Reisende ist.

    Gut gedacht, jedoch mangelhaft umgesetzt. Auf den Einsatz notwendiger 301-Weiterleitungen wurde zwar nicht verzichtet, allerdings hat man diese nicht zielgerichtet und daher auch nicht gewinnbringend umgesetzt. Statt penibel jede URL eins zu eins weiterzuleiten, schickt man nahezu alle URLs der Domain frankfurt-airport.de auf eine einzige Landingpage: http://www.frankfurt-airport.com/de/reisen/rund-um-den-flug.html

    Erklären wir kurz den hier vorliegenden falschen Einsatz von 301-Weiterleitungen:

    Falsch ist,

    • von frankfurt-airport.de/content/frankfurt_airport/de/barrierefreies_reisen.html
    • auf frankfurt-airport.com/de/reisen/rund-um-den-flug.html

    weiterzuleiten.

    Richtig wäre hingegen,

    • von frankfurt-airport.de/content/frankfurt_airport/de/barrierefreies_reisen.html
    • auf frankfurt-airport.com/content/airport-site/de/reisen/besondere-beduerfnisse.html#barrierefreiesreisenbesonderebeduerfnisse

    weiterzuleiten.

    Somit laufen natürlich gerade alle Backlinks der falsch weitergeleiteten .de-Domain ins Leere und der Website-Crawler von Google, Google-Bot genannt, wird unnötigerweise verwirrt.

    Zuvor gebeutelt durch das Phantom Update – jetzt Sichtbarkeitsgewinn

    Das Angebot linguee.com, welches nach eigenen Angaben eine einzigartige Kombination aus einem redaktionellen Wörterbuch und einer Suchmaschine ist, mit der Milliarden zweisprachiger Texte nach Wörtern und Ausdrücken durchsucht werden können, gewann knapp 40% an Sichtbarkeit allein im Monat Dezember 2015 zurück.

    Sichtbarkeitsindex linguee.com

    Ziemlich genau zur Mitte des vergangenen Jahres geriet die Domain vermutlich aufgrund des Phantom Updates in ein Rankingtief, welches nun hinter sich gelassen werden konnte.

    Den Online-Shop druckertinte.de ereilte das gleiche Schicksal. Hierbei wurde sogar der langfristige Aufwärtstrend im Sichtbarkeitsindex der Domain durch die Algorithmus-Änderung von Google gestoppt.

    Sichtbarkeitsverlauf druckertinte.de

    Heutzutage ist es dem Tintenshop sogar gelungen, seine damalige Performance zu übertrumpfen.

    Interner Duplicate Content bei Audi?

    Der Automobilhersteller mit Sitz in Ingolstadt, Audi, könnte auf seiner deutschen Länderdomain ein internes Duplicate Content-Problem haben. Der Sichtbarkeitsverlauf der Domain zeigte über mehrere Wochen auffällige Zacken- bzw. Wellenbewegungen.

    Duplicate Content anhand des sichtbarkeitsindex erkennbar

    Schauen wir uns den exemplarischen Ranking-Verlauf zum Keyword [gebrauchtwagen] an, ist ein Wechsel der rankenden URL gut in der unteren Tabelle erkennbar.

    Unterschiedliche URLs im Ranking bei audi.de

    Schnell können auch viele Keywords gefunden werden, für die mehrere URLs ranken. In der Regel ist das nicht gewollt, da Google ein Problem bekommen könnte die relevanteste Seite zu erkennen.

    Top-15 Verlierer-Domains im Monat Dezember 2015

    Kommen wir zu den Verlierern. Dies sind jene Domains, welche im Verlaufe des Monat Dezember den größten Verlust im SISTRIX Sichtbarkeitsindex hinnehmen mussten.

    Dezember 2015: Top-15 Verlierer-Domains
    # Domain Veränderung Daten
    1 mitfahrzentrale.de -95,00%
    2 wz-newsline.de -94,63%
    3 visitnorway.com -90,02%
    4 webchat.de -82,92%
    5 uke.de -80,78%
    6 frankfurt-airport.de -73,39%
    7 yasni.de -67,76%
    8 aldi-reisen.de -60,17%
    9 zitty.de -58,06%
    10 playboy.de -55,40%
    11 sr-online.de -53,38%
    12 bahn.com -52,73%
    13 zarahome.com -52,28%
    14 visa.de -47,91%
    15 loesdau.de -43,93%

    Über Nacht auf Position #1 bei Google? Kauf die Domain deines Konkurrenten!

    Der Markt für organisierte Mitfahrgelegenheiten konsolidiert sich weiter. Das französische Unternehmen BlaBlaCar wurde zum dominierenden Anbieter von Mitfahrgelegenheiten in Deutschland durch die Übernahme der Angebote von mitfahrzentrale.de und mitfahrgelegenheit.de. Dabei wurde erstere Domain bereits vollständig in blablacar.de integriert.

    Sichtbarkeitsvergleich dreier Domains

    Reiseportal mit neuer Country Code Top-Level-Domain

    Das offizielle Reiseportal für Norwegen findet man künftig unter der Country Code Top-Level-Domain (ccTLD) visitnorway.de. Zuvor waren die deutschsprachigen Inhalte in einem Unterverzeichnis der generischen .com-Domain der Website visitnorway.com/de/ zu finden. Dies hat man nun geändert.

    Vergleich der Sichtbarkeiten von visitnorway

    Rankings im Bereich der Kreditkarten frei geworden

    Visa ist eine Aktiengesellschaft und neben Mastercard eine der beiden großen internationalen Gesellschaften für Kreditkarten, Debitkarten und Guthabenkarte. Nach eigenen Angaben hat man bis heute über 1,2 Milliarden Karten ausgegeben. Hätte man auch nur einen Bruchteil der darüber eingenommenen Euros in den Website-Relaunch gesteckt, so hätte die gleichnamige Domain visa.de sicherlich nicht knapp 50% ihrer Sichtbarkeit verloren.

    Sichtbarkeitsindex nach Relaunch von visa.de

    Beispielweise hat man das erst zu Anfang vergangenen Jahres neu eingeführte Verzeichnis der Kartenprodukte nun wieder dem Erdboden gleichgemacht und die einzelnen Unterseiten versucht auf einer einzigen Landingpage abzubilden.

    Sichtbarkeit von Verzeichnissen der Domain visa.de

    Was hat man dabei vergessen? Nur das Einrichten von 301-Weiterleitungen. Ob das schädlich ist? Der Sichtbarkeitsindex der Domain zeigt es bereits. Aber ein Blick auf die Ranking-Entwicklung zum Keyword [visa prepaid card] oder beispielsweise [kreditkarte für jugendliche] spricht für sich.

    Ranking-History visa.de

    Die alte, gut rankende, URL https://www.visa.de/kartenprodukte/visa-prepaid-karte/ wird nicht weitergeleitet und gibt eine 404-Fehlerseite (Bild) aus. Scheinbar ist hier auch der Webserver, beziehungsweise das verwendete Web Application Framework von Microsoft, ASP.NET (Active Server Pages .NET), falsch konfiguriert.

    Top-15 Gewinner-Domains im Monat Januar 2016

    Widmen wir uns noch den jüngsten und neusten Gewinner-Domains im Sichtbarkeitsindex. Dies sind jene, welche im Monat Januar 2016 den größten prozentualen Zuwachs in ihrer Sichtbarkeit auf dem deutschen Suchmarkt verzeichnen konnten.

    Januar 2016: Top-15 Gewinner-Domains
    # Domain Veränderung Daten
    1 stadtbranchenbuch.com +922,77%
    2 capital.de +91,70%
    3 steigenberger.com +74,30%
    4 sprueche-wuensche.de +70,28%
    5 online-partnersuche.de +68,72%
    6 bento.de +67,14%
    7 bmjv.de +65,33%
    8 weightwatchers.com +46,89%
    9 kinder-tierlexikon.de +46,83%
    10 blume2000.de +45,51%
    11 ansmann.de +44,42%
    12 borkum.de +44,08%
    13 shoot-club.de +43,76%
    14 expertentesten.de +43,28%
    15 benz24.de +41,94%

    Interessanter Ranking-Gewinn trotz Panda Updates

    Erstaunlich  ist, dass die Domain stadtbranchenbuch.com stark an Sichtbarkeit gewonnen hat. Die Domain war in der Vergangenheit regelmäßig von Panda-Updates betroffen und hat jetzt seine URL-Struktur angepasst. Vielleicht ist es eine Vorbereitung darauf, dass der Panda-Algorithmus nun künftig in Googles allgemeinem Ranking-Algorithmus werkelt?

    Panda Updates im Verlaufe der Sichtbarkeit

    Dank Ereignis-Pins der Vergesslichkeit ein Schnippchen geschlagen

    Als ich die Domain capital.de sah, welches das Online-Portal des gleichnamigen Wirtschaftsmagazins ist, dämmerte es mir bereits. Da war doch was? In der Vergangenheit ist der Domain doch ein SEO-Malör (kölsche Aussprache und Schreibweise von „Malheur“) unterlaufen. Doch was war’s?

    Entwicklung mit Ereignis-Pin dokumentiert

    Dank meiner akribischen Dokumentation mittels individueller Ereignis-Pins konnte ich schnell Licht ins Dunkel bringen. Vor mehr als zweieinhalb Jahren hat die Domain bei einem Website-Relaunch wichtige 301-Weiterleitungen aller starken Verzeichnisse vergessen. Die Sichtbarkeit erholte sich über die lange Zeit nur schleppend, bis zum vergangenen Monat. Nun konnte endlich wieder der alte Stand im Sichtbarkeitsindex vor dem missglückten Relaunch verzeichnet werden. Google sei Dank.

    Den Algorithmen von Google bei der Arbeit zuschauen

    Viele Angebote, wie beispielsweise online-partnersuche.de von der Holtzbrinck Digital GmbH oder bento.de, einem Angebot der SPIEGEL ONLINE GmbH, profitierten von Googles veränderten Stellschrauben am Ranking-Algorithmus. Weitere Kandidaten könnten blume2000.de oder auch shoot-club.de sein. Sie alle zeigen das für diesen Monat typische Muster im Sichtbarkeitsverlauf.

    Typisches Merkmal im Sichtbarkeitsverlauf vieler Domains im Januar 2016

    Beispielsweise konnten so auch anhaltende Abwärtstrends im Sichtbarkeitsverlauf einer Domain womöglich gestoppt werden. Hier die Domain druckerzubehoer.de, welche Platz #16 der Gewinner-Domains im Januar 2016 belegt.

    anhaltender Abwärtstrend im Sichtbarkeitsindex

    Erholung nach Relaunch-Strapazen

    Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, bmjv.de, erholt sich gerade von den Relaunch-Strapazen über welche wir bereits im IndexWatch 12/2015 ausführlich berichteten.

    Das amerikanische Unternehmen Weight Watchers, welches eine Diätmethode zur Gewichtsreduktion vermarktet, gönnte sich hingegen ein neues Markenimage samt Domainumzug.

    Sichtbarkeitsverlauf Weight Watchers

    Top-15 Verlierer-Domains im Monat Januar 2016

    Bevor wir zum Schluss dieser wundervollen IndexWatch-Ausgabe kommen, müssen wir noch einen kurzen Blick auf die jüngsten Verlierer-Domains des noch frischen Jahres werfen. Dies sind jene Domains, welche leider zum Jahresauftakt den größten Verlust im Sichtbarkeitsindex hinnehmen mussten.

    Januar 2016: Top-15 Verlierer-Domains
    # Domain Veränderung Daten
    1 germanwings.com -95,80%
    2 ampya.com -85,02%
    3 nowtv.de -79,98%
    4 braun.com -78,06%
    5 vz-nrw.de -76,12%
    6 saris.net -74,44%
    7 acer.de -72,99%
    8 spiegel.tv -70,52%
    9 hl-kreuzfahrten.de -58,59%
    10 ruv.de -47,63%
    11 zitty.de -45,44%
    12 finance-magazin.de -42,09%
    13 neujahrswuensche.net -41,74%
    14 imwalking.de -37,30%
    15 almased.de -37,10%

    Rebranding: Aus Germanwings wurde Eurowings

    Aufmerksamen Followern der SISTRIX Facebook-Seite entgeht nie, zu wann bereits am Sonntagmorgen die jeweils neuen Toolbox-Daten bereit stehen. Auch werde ich für jene jetzt nichts neues erzählen, warum die Domain germanwings.com mehr als 95% ihrer Sichtbarkeit verloren hat.

    Die frischen Toolbox-Daten sind jetzt online! Der Umzug von germanwings.com auf eurowings.com ist mittlerweile für…

    Posted by SISTRIX on Saturday, 30 January 2016

    Das Rebranding der Marke weg von Germanwings und hin zu Eurowings macht auch vor dem Domainnamen nicht halt. Hier scheint der Domainumzug reibungslos zu funktionieren, wenn auch immer ein (kleines) Risiko für die Rankings besteht.

    Lasst uns alle Inhalte per JavaScript injizieren – oh wartet!

    AMPYA möchte dein personalisiertes Musikfernsehen im Internet sein. Aufgrund von Änderungen an der eigenen Informationsarchitektur scheint die Domain ampya.com derzeit ein Ranking-Problem bei Google zu haben.

    Sichtbarkeitsindex AMPYA

    Statt schöne zuvor gerenderte und somit statische Seiteninhalte auszuliefern, injected man nun erst beim Aufruf einer URL sämtliche Inhalte und Elemente. Führt ein Web-Crawler das JavaScript auf den dynamisch sich generierenden Seiten nicht aus, kann kein Inhalt und auch keine interne Verlinkung ausgelesen werden. Das Dokument ist sozusagen leer.

    curl-Aufruf von AMPYA

    Eine curl-Abfrage der Startseite gibt einen Header im HTML-Dokument zurück, der Rest ist allerdings nur JavaScript. Mit dem kleinen Tool Online Curl kannst du dir den Response Header einmal selbst anschauen.

    Domainumzug mit guten und schlechten Aussichten

    Der durch seine Produktgestaltung bekannt gewordene Hersteller elektrischer Kleingeräte, die Braun GmbH, überführt gerade die Domain braun.com in die gleichnamige ccTLD (Country Code Top-Level-Domain) für Deutschland: braun.de. Der Domainumzug mit guten Aussichten ist dabei noch nicht gänzlich abgeschlossen.

    Umzug der Domain von braun.com

    Interessant finde ich hier, dass in der Vergangenheit das deutschsprachige Verzeichnis unter braun.com/de/ fast 80% der Gesamtsichtbarkeit der Domain ausmachte. Gut anhand diesem Vergleich erkennbar. Google hat demnach kein Problem ein reines Sprach-Verzeichnis einer international ausgerichteten Domain auf dem jeweiligen lokalen Suchmarkt zu ranken.

    Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat sich hingegen die schicke Regio-TLD, verbraucherzentrale.nrw, gesichert. Laut Google haben sogenannte regio- oder geo-TLDs noch keinen direkten klaren Fokus auf eine geographische, geopolitische, oder sprachliche Ausrichtung, können diese aber in Zukunft erlangen.

    Domainumzug der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen

    Leider bin ich bei diesem Domainumzug nicht sonderlich zuversichtlich. Zwar hat man mittels korrekter 301-Weiterleitung die URLs der alten Domain vz-nrw.de auf die jeweilige gleich benannte URL der neuen Domain verbraucherzentrale.nrw weitergeleitet, doch eine Überprüfung der Ziel-URLs fand augenscheinlich nicht statt.

    Weiterleitung der Top-Linkziele fehlerhaft

    Das Resultat ist anhand einer schnellen Überprüfung des HTTP-Statuscode der Top-Linkziele zu erkennen. Die weitergeleiteten URLs existieren auf der neuen Domain überhaupt nicht, da anscheinend zu einem Domainwechsel auch die Überarbeitung der URL- und Navigationsstrukturen hinzu kam.

    Demnach ist das korrekte Weiterleitungsziel der alten URL vz-nrw.de/meine-heizung nicht verbraucherzentrale.nrw/meine-heizung sondern könnte beispielweise diese URL sein: verbraucherzentrale.nrw/heizungsoptimierung.


    In der Hoffnung du fandest Gefallen an dieser Ausgabe schließe ich hiermit den IndexWatch und Verabschiede mich bis zum nächsten Mal!

    SISTRIX-IndexWatch-Blogpost.jpg

    sistrix.de

  • Vorstellung: Amazon Product Research

    Mai 9, 2016 7:07 pm - Posted by admin Category:SEO + SEM

    Vor rund einem Monat haben wir unser Amazon Keyword Tool vorgestellt. Mit ihm lassen sich Suchbegriffe finden, die auf E-Commerce-Seiten wie Amazon genutzt werden. Wir haben viel positives Feedback erhalten und in den letzten Wochen zahlreiche Verbesserungen in das Tool einfließen lassen: so hat sich die die Datengrundlage deutlich vergrößert, oberhalb der Treffer zeigen wir jetzt zusammenfassende Statistiken an und vieles mehr. Wir wurden aber auch gefragt, ob wir nicht noch ein weiteres Tool bauen können: eine gezielte Produktsuche und genau das möchte ich heute gerne vorstellen.

    Mit Amazon Product Research könnt ihr viele Millionen Produkte gezielt durchsuchen. Einfache Filtermöglichkeiten erlauben es, genau passende Produktideen zu finden. Dafür erfassen wir eine Reihe wichtiger Merkmale vieler erfolgreicher Produkte. Im Ergebnis sieht das so aus:

    amz-productsearch

    Im oberen Bereich kannst Du Deine Suche auf bestimmte Hauptkategorien eingrenzen oder aber die ganze Datenbank durchsuchen. Danach lassen sich die Treffer weiter eingrenzen: Du kannst den Verkaufspreis wählen, nur Produkte mit einem bestimmten Bestseller-Rank anzeigen, die Anzahl und Qualität der Kundenbewertungen auswählen und festlegen, wer das Produkt verkauft und/oder versendet.

    Durch die Kombination dieser Filter lassen sich bereits interessante Produktideen finden. Aber das soll nur die erste Version sein. Ich freue mich über Feedback (gerne auch per E-Mail), welche weiteren Merkmale und Filter für Amazon-Experten interessant sind. Wir versuchen dann, gute Vorschläge umzusetzen.

    Das Beste zum Schluss: die Nutzung ist kostenlos. Wie bei dem Keyword-Tool kannst Du als anonymer Nutzer (nicht eingeloggt) kostenlos 25 Abfragen pro Tag durchführen. Du siehst dann die ersten 3 Treffer. Bist Du mit irgendeinem SISTRIX-Account (aktuell Kunde, ehemals Kunde, Testaccount, irgendwas – Hauptsache ein Login) angemeldet, kannst Du 250 Abfragen durchführen und siehst alle 50 Treffer. Das Product Research-Tool ist unter https://amz.sistrix.com/product-research erreichtbar, viel Spaß!

    sistrix.de

  • SEO-Stammtisch in Bonn am 03.03.2016

    1:08 am - Posted by admin Category:SEO + SEM

    SEO-Stammtisch in Bonn am 03.03.2016

    Am Donnerstag, den 03.03.2016, laden wir wieder zu unserem SEO-Stammtisch in Bonn ein!

    Dich erwartet eine lockere und gemütliche Runde von durchschnittlich 50 Leuten, die sich bei Speisen und Getränken unkompliziert kennenlernen, austauschen und vernetzen.

    Wir veranstalten bereits seit längerem mehrmals im Jahr den SEO-Stammtisch Bonn und bieten damit SEOs und SEO-Interessierten die Möglichkeit für ein ‘get-together’ in angenehmer Atmosphäre.

    Am 03.03. laden wir wieder bereits am Nachmittag des Stammtisch-Abends in unseren SISTRIX-Plex ein, wo wir als Vorprogramm zum Stammtisch mit zwei Vorträgen aufwarten. Dieses Konzept kam letztes Jahr richtig gut an, so dass wir es auch in diesem Jahr fortführen möchten.

    Als Speaker konnten wir Burkhard Strack gewinnen! Du wirst spannendes aus der Welt des Performance Marketing von ihm hören. Den zweiten Vortrag werden wir selbst beisteuern. Hier erfährst du, was es mit Amazon so auf sich hat. Los geht es ab 17 Uhr bei uns im Haus. Im Anschluss findet ab 19 Uhr der reguläre SEO-Stammtisch in einer bewährten Bar mit leckeren Burgern und Kaltgetränken statt.

    Einsteiger, Fortgeschrittene und “alte Hasen” sind gleichermaßen gern gesehen. Gemeinsam werden wir versuchen, unser solides SEO-Basiswissen zu gefährlichem SEO-Halbwissen zu veredeln.

    Geselligkeit und Erfahrungsaustausch rund um den aktuellen Google-Zoo sind garantiert und es wird ausdrücklich gerne gesehen, wenn auch einmal der Platz am Abend gewechselt wird, um sich an einem anderen Tisch mit weiteren Weggefährten zu unterhalten.

    Wenn du Lust und Zeit hast, kannst du dich einfach über dieses Formular kostenlos anmelden.

    Ein paar Tage vor dem Stammtisch erhältst du wie immer eine E-Mail mit allen Detail-Infos zum Stammtisch-Abend und den ab Nachmittag stattfindenden Vorträgen.

    Wir freuen uns auf dich!

    Johannes, Hanns, René & das gesamte SISTRIX-Team

    sistrix.de